200 Gründe gegen die Schulpflicht

Kleines Vorwort

Der Titel ist ja sehr provokant und nicht alle Gründe sind meine eigenen, die Gründe die nicht meine eigenen sind, überprüfe ich aber vorher einer kleinen Plausibilitätsprüfung, ob sie auch wirklich einen wahren Kern beinhalten.

Alle Eltern sagen (bevor ihr Kind in die Schule kommt): Mich wird das nicht treffen. Mein Kind ist ja sooooo intelligent. Das ist eine große Naivität. Intelligenz steht in der Schule zum einen im Weg. Und zum anderen verstärkt schon allein diese Erwartungshaltung die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns um ein Vielfaches.

Ein anderer beliebter Spruch ist es: „Meine Eltern haben mich schlecht auf die Schule vorbereitet. Sie haben mir gesagt, ich muss die Lehrer ernstnehmen/nicht ernstnehmen. (oder was auch immer). Ich werde es ganz anders machen und dann wird mein Kind den Erfolg haben, den ich nicht hatte.“ – Das ist eine perfide Denkweise. Man schickt seine Kinder in einen Krieg, mit dem Argument: „Heute gibt es ja bessere Waffen“. Für alle, die das OK finden und ihre Kinder trotzdem vor die Artillerie schicken, hier ein kleiner Hinweis. Alle anderen Kinder wurden mittlerweile auch hochgerüstet. Und Schulen und Lehrer und Lehrpläne auch. Machen sie nicht denselben Fehler wie George Bush Senior.

Da die Liste zwar ernst ist, aber Spaß machen soll, kann es manchmal zu Übertreibungen kommen, diese sind dann aber leicht an der Form zu erkennen. Da Zitate oft missbraucht werden (aus dem Zusammenhang gerissen) verweise ich auf die Originalstelle. Ich versuche mich so wenig wie möglich auf populäre Pädagogen zu beziehen, da ihre Botschaft uns meistens schon „ausgelutscht“ erscheint. Manchmal lässt es sich leider nicht vermeiden, ich beziehe mich dann aber auf ihre Originalschriften oder Fachliteratur.

Die Menschen, die erfahren, dass wir unsere Kinder weder in die Schule schicken werden, noch in den Kindergarten schicken, noch in die Krippe gesteckt haben – und ja nicht einmal Fremdaustragen haben lassen, fragen uns: „Warum denn nicht!!!“ (und das in einem Tonfall, der nur noch pures Entsetzen zum Ausdruck bringt).

So einfach kann ich das beim besten Willen nicht beantworten, aber hier meine Liste, zu der jeder beitragen darf. Sie ist nur stichpunktartig und wird ständig erweitert. Wer will kann auch Fragen, dann führe ich einzelne Punkte näher aus (zu den meisten gibt es auch Literatur und empirische Daten, manchmal ist es auch eigene Beobachtung).

Nummer 1 (diesen hebe ich besonders hervor):

Ein Blick in die Gesichter von Kindern, die morgens in die Schule gehen, oder vor dem Schulgebäude stehen. (sie freuen sich höchstens auf Ihre Freunde, nicht aber auf den Unterricht oder die Prüfung).

So und ab jetzt hierarchisch

Entmündigung:

– Nehmen wir an ein Mensch (egal welche Partei) käme daher und würde Ihnen vorschreiben, wie Sie Ihre Kinder erziehen sollen. Unangenehm. Nehmen wir an er käme am nächsten Tag wieder und würde sagen: „Sie können das gar nicht, ich geb Ihre Kinder jetzt einem Lehrer, der macht das für Sie. Sie können sich dann auf Ihre Karriere konzentrieren.“ — Nehmen wir an, er käme am nächsten Tag wieder und sagt: „Der Lehrer konnte das auch nicht richtig, also habe ich bestimmt, welche Ausbildung der Lehrer haben soll, damit er das so macht, wie ich das für richtig halte“. — Und am Tag darauf: „Die Ausbildung durch Professoren hat mir nicht gefallen. Ich habe die Forschungsgelder jetzt umgeleitet, auf Themen, die mit dem zu tun haben, was ich für den Lehrer richtig halte zu lernen.“

Einrichtung:

– Harte Stühle – Modell: Ole Rückenkaputt

Nach Montessori, sind die Stühle sogar darauf optimiert, möglichst wenig Bewegung zu ermöglichen, so dass der heilige Unterricht nicht gestört wird. Der älteste und stabilste Teil des Skelettes geht aber dadurch kaputt und so leiden die meisten später, als Erwachsene, an Haltungsschäden und (chronischen) Kopfschmerzen.

– Schrott-Tische – jaja, wie soll ein ergonomischer Schreibtisch aussehen ? Selbe Höhe für Sitzenbleiber und Überspringer, für Kinder die schnell und langsam wachsen (in der Grundschule soll es Ausnahmen geben – 4 verschiedene Größen und Kinder sollen zusammen sitzen, die ungefähr gleichgroß sind) . Mir egal! Ich hab ein Stehpult.

– Schimmel in den Rohren, Asbest in den Wänden (ist nur für staatliche Schulen, oder „eingesessene“ Privatschulen erlaubt)

Lauter Lügen und nicht zu Ende gedachte Halbwahrheiten:

Die Schule bringt uns einen Haufen Fakten bei. Am besten sollen diese Fakten auch von den Lehrern gewusst werden und die Lehrer sollen darin ausgebildet worden sein. Dass das altes Runzelwissen ist, ist klar. Dass es auch ideologisch verblendet ist, wird noch weiter unten erklärt.

Hier aber die Dinge, von denen ich erfahren musste, dass ich sie zu lange für richtig gehalten habe (teilweise waren sie schon 20 Jahre vor meinem Abi als Schmarrn verworfen)

– Die meisten Erklärungen, die wir bis jetzt hatten, die den Unterschied zwischen Vokal und Konsonant verdeutlichen sollen.

– Rekapitulationstheorie: Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese. (Diesen Satz mussten wir alle bis zum erbrechen auswendig lernen). Er bedeutet: Der Mensch verwandelt sich als Fötus vom Lurch, zum Huhn, zum Schwein, zum Affen, zum Menschen (bildet also die Evolution nach). -> Zelluläre Mechanismen sind aber grundverschieden, bekannt seit 1901 (Edelman, Topobiology S.47f)-> Ideologisch motiviert

– Diplo-Y-Chromosom, oder das böse Gen – falsche Statistik-Auswertungen in Gefängnissen. Widerlegt ungefähr 1970-> Ideologisch Motiviert

– Die Pubertät ist eine Zeit der Rebellion, das ist gesund, das muss so sein. Wer lässt sich so einen Müll verkaufen? Der lese mal Margaret Mead. Ein Analyse von archaischen Kulturen. Oder Flow-Forschung von M. Csikszentmihalyi. -> Ideologisch motiviert

– Lernen kann nur in Freiheit stattfinden. Sogar „nur wahrgenommene“ Freiheit ist schädlich. Sogar gesundheitsschädlich. Edward Deci (Psychology of Selt-Determination) -> Ideologisch motiviert

Intrinsische Motivation ? Kinder lernen ohne Sternchen-Aufkleber und Druck etwas ? Das kann und darf nicht sein! Verschweigen wir es also im Biologie-Unterricht.

– Homo homini lupus – sagte sogar schon Thomas Hobbes. Stimmt, allerdings geht der Satz komplett so:

„Der Mensch ist ein Gott für den Menschen und der Mensch ist ein Wolf für den Menschen; jener, wenn man die Bürger untereinander, dieser, wenn man die Staaten untereinander vergleicht. Ergo, der Mensch ist ein Gott für den Menschen, wenn man die Bürger untereinander vergleicht.“

– Platons „Der Staat“ handelt vom Staat. Schon wieder aus dem Zusammenhang gegriffen. Nicht nur die Überschrift lesen.

– Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu. Reimt sich; das war es aber auch schon. Ob ich jemand anderem Schaden zufüge, darf ich nicht an mir messen, sondern muss ich an ihm messen. Man nehme nur den Schweinbraten liebenden Vater mit der vegetarischen Tochter; in seinen Augen tut er ihr nach diesem Spruch nichts an, wenn sie den leckeren Braten essen soll. In ihren Augen ist es eine Leiche, die sie jetzt auch noch essen muss.

Hier mag mancher in die Falle gehen und sagen: „Das schlimme ist doch aber nicht der Schweinebraten, sondern der Zwang. Der Vater handelt also beim Zwang falsch.“

Oberflächlich betrachtet ist das richtig. Leider ist der Unterschied zwischen Zwang und Pflicht und Tradition und Wohl nicht für jeden Menschen gleich offensichtlich.

Ein anderer leicht zu übersehender Punkt ist: Die meisten (wenn nicht alle) Menschen sind verschieden. Zwang ist für viele, viele Menschen was ganz böses und gemeines. Aber manche freuen sich über jeden Zwang, sie erlegen sich (sollte die Politik nicht mit Gesetzesinitiativen nachkommen) gleich noch ein paar selber drauf. Es kann ihnen nicht ordentlich genug sein. Ich kenne selber so einen CSU-Wähler, der sich über jede neue Handlungsbeschränkung freut.

Also kann man die Erwünschtheit seines Handelns wohl wirklich nur an dem Wunsch des Anderen messen.

– Chaos = Anarchie. Ganz falsch. Einfach mal beide Begriffe auf Wikipedia nachlesen (oder im Brockhaus).

**was bedeutet in diesem Zusammenhang „ideologisch motiviert“: Ideologisch motiviert ist jeder Beweis, der zeigt, dass es bei Menschen/Kulturen ein oben und ein unten gibt. Z.B. zivilisierte Kulturen „besser“ als primitive Kulturen sind; oder dass manche Menschen von Natur aus Tiere sind und für immer weggesperrt gehören.

Vermeintliche Superpädagogen:

Auch sie bestimmen das Schulbild mit, und verdienen es hier genannt zu werden. Natürlich mit Beispielen und Kritik.

– Es gibt wirklich Leute, die ihr ganzes Leben lang versagt haben, und dann in Büchern die Disziplin ausloben und Jammern, dass die Schüler die „natürliche Autorität“ der Lehrer nicht mehr „respektierten“.

Das ganze wird dann als Streitschrift verkauft, ist in Wahrheit aber nur die unwissenschaftliche Herangehensweise persönliches Versagen zur Doktrin zu erheben (dabei werden geflissentlich alle empirischen Daten ignoriert).

– Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Noch so ein Titel von einem selbst-ernannten Super-Hero der Erziehung. Seine Beobachtungen sind noch weitgehend korrekt. Seine Analysen und Rezepte sind aber größtenteils vor 100 Jahren schon nicht mehr aktuell gewesen. Nehmen wir doch einmal seine Nemesis-Claudia. Böse und mit blutunterlaufenen Augen tyrannisiert sie die arme, leidende Mutter.

Vielleicht freut sich Claudia einfach ihre Mutter wiederzusehen, so dass alles perfekt sein muss, wenigstens für die paar Minuten, die sie die Mutter für sich hat. Aber darauf kommt Herr Winterhoff nicht. Wer einen Hammer hat, der muss ihn auch benutzen! Wozu haben Kinder schließlich Köpfe ? ist seine Schlussfolgerung. Alles nur fürs Kindswohl!

Politiker:

– Wer Kultusminister wird, das bestimmt nicht die Leistung auf wissenschaftlichem Gebiet, oder die Anzahl der Nobelpreise (oder was auch immer man als akademischen Maßstab nehme). Allein Partei und vielleicht auch noch ein paar Hintergedanken bei der nächsten Wahl.

Das folgende Zitat geht um eine Kultusminister-Nominierung. Der Kultusminister in Spe hat leider für eine ganz bestimmte Zeitung geschrieben. Sogar Redakteur soll er gewesen sein. Soll ich die Bildung meiner Kinder wirklich solchen Leuten überlassen?

Der Zentralrat der Juden forderte Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) auf, die Nominierung des rechtslastigen CDU-Politikers zurückzuziehen. Doch der denkt nicht daran.

Zentralrat gegen Althaus‘ neuen Kultusminister, FTD-Deutschland, 02.04.2008

– Politiker bestimmen den Lehrplan, und kontrollieren somit das Ausmass an Falschinformation (Konrad Lorenz, Diplo-Y-Chromosom, Arabische Zahlen (-sie sind indisch), Rechtschreibung (nein, unser Alphabet ist nur eine Annäherung an die phonetische Vielfalt der Sprache))

– Interessante Themengebiete werden ganz unter den Tisch fallen gelassen – z.B. wie kommt der Steuersatz zustande? Wie wehre ich mich gegen staatliche Ungerechtigkeit? Warum kann ich meinen Mitschüler nicht anzeigen, wenn er mich verprügelt ? Psychologische Erkenntnisse nach 1975 ? Demokratie ist eine schlechte Staatsform, aber die beste, die wir je hatten ? Ja, wirklich ? Beweise!

– Politiker bestimmen, dass Schule ein selektiver Ort ist, und wie selektiv er ist. Gibt es eine Studentenschwemme, so werden Lehrer angehalten strenger zu benoten, ansonsten Kriegsabitur (wer den Begriff noch kennt).

– Parteibuch bestimmt Wirtschaftslehre – Wir brauchen Vollbeschäftigung! (nein – eine Zivilisation ist leistungsfähiger, wenn man das gleiche Niveau mit weniger Arbeit erreicht). Das schlimmste für die Wirtschaft wäre Vollbeschäftigung = keine Auswahl mehr am Arbeitsmarkt. Gewerkschaften und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung sind besser als Mitarbeiterbeteiligungen (QUATSCH).

– Verbeamtete Grundschullehrer (aka Kultusminister) bestimmen, wie man sich am besten für eine Welt mit Nanotechnologie und Globalen Hedge-Fonds vorbereitet. (Es gibt bestimmt auch nette Kultusminister, aber sie reden nicht mit mir, außer übers Radio – aber es macht mich nervös, wenn ich vor einem Riesenpublikum genau eine Frage stellen darf und dann werde ich belehrt und hoffentlich bekehrt).

– Lobbies links und rechts, aber ab September wird alles anders (zwinker, zwinker)

Berlin schränkt Arbeit von Lobbyisten ein

Die Bundesregierung will den Einsatz externer Mitarbeiter in Ministerien begrenzen. Künftig dürfen sie nicht mehr an Gesetzestexten mitschreiben oder in leitenden Funktionen tätig sein.

Financial Times Deutschland (18.6.2008)

– Die zugelassenen Schulformen sind alle die selben, unter verschiedenen Namen. „Montessori Schule“=“staatliche Schule“=“Waldorf Schule“=“katholische Privatschule“ – Ordnung muss schließlich sein. Glauben Sie nicht? Reichen sie doch mal ein Konzept ein und bitten um Genehmigung!

– Privatschulgründer sollten um die 750.000 € mitbringen – oder eine Firma mit Anwälteteam als Sponsor haben.

– Hohe Auflagen für Privatschulen treiben Kosten künstlich in die Höhe. Damit bekommen sie einen elitären und aristokratischen Beigeschmack. Dieser ist aber allein von der Politik verschuldet – und gewollt. Soll sich ja nicht jeder ein Ticket an die Uni kaufen können.

– Zentralabitur – korrigiert von lokalen Lehrern. Nachprüfung für Doofis ist dann mündlich.

– KMK – alle müssen dasselbe können. Ein Zeugnis für ganz Deutschland. Um was geht es hier eigentlich ? Um Schuhe, oder den genormten Meter in Paris ?

– Politiker schicken gerne mal Bauernopfer (Lehrer) vor und lassen sie alles ausprobieren, was das natürliche Lernen in ein stures Auswendiglernen verkrüppelt. Natürliches Lernen ist mittlerweile erforscht und wird erfolgreich angewandt.

– Die Mechanismen, wie man lernen verlernt sind auch erforscht und werden gezielt angewandt. Der Posten im Baumarkt an der Säge braucht schließlich Nachwuchs und schließlich gibt es eh schon zu viele „Gstudierte“. „Brave new world, that has such schools in it.“

– Politiker geben dann den Eltern die Schule… äh Schuld und sagen, die Politik und die Schule ist der einzige Ort, wo man das Versagen der saublöden Eltern wieder wettmachen könne. Die Eltern müssen Lehrer und Schule nur kräftig unterstützen. Sollte das alles nicht helfen, sind es die Eltern. Und die Kinder.

– Politiker spielen Eltern und Lehrer gegeneinander aus, und nehmen ihnen gleichzeitig alle Verantwortung für die Kinder. So dass am Ende nicht nur die Kinder entmündig sind, sondern auch Eltern, Schule (das Gebäude und das Personal inklusive Direktor) und Lehrer.

– Die Kultusministerkonferenz will immer mehr Standardisierung, bis man einen Menschen nur noch an den Noten von einem anderen unterscheiden kann. Ich weiß nie, ob es noch um Menschen geht oder schon um Zündkerzen.

– Politiker erfinden dauernd neue Reime und smarte Sprüche, die uns vermitteln sollen, hier handele es sich um Wahrheiten: Richtig und Wichtig, Fordern und Fördern, …

– Politiker vernützen dauernd Angeber-Wörter um Dinge zu verwurschteln, die wir dann alle Nachplappern sollen.

–Soziale Kontakte. Was ist denn das? Meinen die Freunde? Oder Telefonsex?

–Sozialisation. Wie bitte? Aufprägung von Normen der Gesellschaft – oh mein Gott, will ich gar nicht.

–Integrieren. Häh? Ah, alle sollen Deutsch lernen, Deutsch beten, Deutsch sprechen und aus Deutschen Büchern lernen (sogar der zugewanderte Engländer Englische Grammatik aus einem deutschen Schulbuch)? War das nicht eigentlich Assimilation ?

– Politiker wollen den gesellschaftlichen Klassenkampf und kreiren immer neue Schul“arten“, die bestimmen, wer mit wem spielen darf. Gesamtschule, Realschule+, G8, Förderschule, Gebundene Ganztagesschule. Da spiele ich aber nicht mit. Ich rede auch mit Kassenkräften. Warum nicht ein Zeichen auf der Stirn? Sowie in Indien (ich will ja nichts unterstellen).

– Politiker kämpfen für Menschenrechte, aber wer verletzt diese denn dauernd? Und gegen wen kämpfen sie denn für diese Menschenrechte?

– Die meisten Politiker haben keine Ahnung vom Lernen. Originalzitat von Herrn Stibler (bayerischer Staatssekretär des bayerischen Kultusministiers): Um eine Sprache zu lernen braucht man Vokabellisten und Grammatikregeln. Ja, genauso wie mein 3 jähriger Sohn und seine kleine Schwester – oder alle Menschen, die nach einem halben Jahr Auslandsaufenthalt plötzlich eine Sprache sprechen, die sie in 8 Schuljahren nicht gelernt haben.

– Politiker sind gänzlich unbeeindruckt von pädagogischen und psychologischen Forschungsergebnissen.

– Politiker misstrauen diesen ganzen Wissenschaften. Originalzitat: „Der Professor aus Heidelberg“. Merkel wendete sich von ihm ab, noch ehe sie zu ende geschminkt war.

Schulbücher:

– Bücher nur für die Schule – freiwillig würde das wirre Zeug auch keiner lesen (höchste Verdummungsgefahr – glauben sie nicht, sie würden ein Mathebuch so einfach verstehen, da hilft auch nicht Analysis 1 und 2 an der Uni)

– Schulbuchverlag Cornelsen ist Betreiber von Studienkreis (größte Nachhilfe-Organisation) – Gewissenskonflikt? Nein, doch nicht bei deren hohen moralischen Grundsätzen. Honnit soit qui mal y pense.

– Verwirrendes Layout (niedrige Auflagen, pro Bundesland, seltene Neukäufe, kein Massenmarkt zwingen zum sparen)

– Dauernd steht drinnen, das Lernen Spaß macht, und nicht so schlimm sei. Das stimmt (außerhalb der Schule), aber wieso müsst ihr das dauernd so betonen – wisst ihr etwa, was Kinder von Schulbüchern halten?

– Schulbücher werden ohne Testkinder geschrieben. Keine Kinder lesen mal Probe und sagen, ob sie es verstanden haben – wieso auch ? Selbständig lernen – da kriegen viele Lehrer und Politiker Angst. Lippenstifte werden aber an Affen getestet.

-Schulbücher sind extrem hinfällig. Ihre Halbwertszeit ist meist nur eine Politiker-Idee lang.

– Das mit den Politikern glauben sie alles nicht? Warum gibt es dann in jedem Bundesland eigene Bücher. Vielleicht doch, weil die SPD ein anderes Wirtschafts-, Menschen-, Biologiebild hat, als die Grünen oder die CDU. Sogar Mathematik muss gefiltert werden, wäre ja schade, wenn man sich ausrechnen könnte, wieviel Geld man wirklich zum Leben braucht, oder wie man die neuesten Arbeitsmarktdaten korrekt auswertet. Oder dass unsere große Koalition gemessen an der Zahl aller stimmberechtigten eher eine Minderheitenregierung ist. Vielleicht auch dass die Warenkorb-Gewichtung eine höchst dubiose Kasperei ist.

-Bis ein Schulbuch geschrieben, gedruckt, zugelassen, und die Lehrer kapiert haben, was sie jetzt schon wieder anders lehren müssen, hat sich das Wissen der Welt verdoppelt und das Schulbuchwissen überholt.

Vorgehensweise im Unterricht:

-Folgendes Gespräch hatte ich mit einer Schülerin der 2ten Klasse:

: Was ist denn das wichtigste für Dich in der Schule?

: Gute Noten

: Und wie kriegst Du die?

: Schnelle Antworten?

: Und wenn jemand lange braucht um zu antworten?

: Dann kriegt er schlechte Noten.

: Und wenn er wirklich sehr lange braucht?

: Dann kriegt er eine 6.

: Und wenn jetzt jemand ein ganz tolles Heilmittel erfindet, aber sehr lange braucht, ist das dann gut oder schlecht

: Schlecht. Der kriegt eine 6.

– Rezepte lernen

– Der „Eine“ richtige Lösungsweg, besonders in Mathe. Ist ja fast ein vernunftbasierter Monotheismus (wie in der französischen Revolution).

Was ist 12*30 = 10*30+ 2*30= 12*3*10 = 6* 2* 3*10 (also 6*6*10) = 360 -oh ich vergaß den Algorithmus, den ich in der Schule gelernt habe: 3*2=6 , 3*1= 3, 0*2=0, 0*1=0 alles hübsch untereinander geschrieben, die leeren Kästchen berücksichtigt, noch alles addiert und siehe da: 360 (Zauber, Zauber)

– In Mathe wird in einem marginalen Zahlenbereich rund um die Null herumgeunkt. 13*13 hier ist es bei den meisten schon aus. Das ist mittelalterliches Kaufmannsrechnen! Nähern wir aber mal „2 hoch 30“ -im Kopf- an (solche Größenordnungen kommen in der Natur viel öfter vor) -> 2*2*2=8 ~ 10 -> 30/3= 10 -> 10 hoch 10 -> Ergebnis: ungefähr 10 Milliarden

Philologenverbände:

Der Jura-Professor aus Costa Rica […] Die Erkenntnisse basieren auf einer dünnen Faktenlage. Sie entlarven den UN-Menschenrechtsbeauftragten nur als ideologischen Diener der Kräfte, die hier um jeden Preis die Einheitsschule wollen.

Bayerischer Philologenverband

Diese „Auf-Die-Schulter-Klopf“-Verbände mischen natürlich auch mit. Austreten ! Abschaffen ! Fertig. Was immer man über Herrn Munoz sagen will (ich persönlich mag ihn ja) sollte man nicht mit „Der Jura-Professor aus Costa Rica“ beginnen. Nennt mich empfindlich, aber zusammen mit Schröders Bemerkung „Der Professor aus Heidelberg“ und dem Faktum, dass Deutschland Pisa-Gewinner in Ausländerfeindlichkeit ist, sind solche Einleitungen untragbar.

Noten:

– Laut Prüfungsstoff fürs Pädagogik-Diplom: „Noten sind ein Schuss in den Ofen.“ (Edward Deci)

– Noten wurden in den Schuhfabriken des Zeitalters der Industrialisierung eingesetzt um Schuhe (und damit die Bezahlung) zu bewerten. Sie wurden dann von einem unbedeutenden, aber geldgierigen Tutor an die Universitäten gebracht, er wurde nämlich pro-Kopf bezahlt.

– Noten Messen den Lehrergeschmack

– Messen die Nervosität in einer Prüfung

– Messen gar nichts

– Noten gehen davon aus, dass eine Idee schlechter ist als eine andere. Und es genau eine Idee gibt, die ganz richtig ist. Erzieht man so „kreative Köpfe“ verschiedene Ideen zu finden?

Lehrer:

(hier will ich mich bei allen Lehrern entschuldigen, die echt nett zu ihren Kindern sind, und ihnen enthusiastisch ein Stück Welt vermitteln wollen, und mich auch bei meiner Grundschullehrerin bedanken – ich mochte sie wirklich gerne, leider ist sie viel zu früh an Krebs gestorben – diese Lehrer sind in diesem System auch Opfer, die meisten wollen es nur nicht wahrhaben)

Der praktische Fortschritt der Schule würde hingegen […] erfordern,

[…] daß die Lehrer sich von dem niedrigen Bildungsniveau erhöhen, in dem sie heute befangen sind

Maria Montessori – Die Entdeckung des Kindes

– Der Beamtenstatus beinhaltet folgende Aussage: ich zeig euch, wie das richtige Leben ist meine lieben Schüler. Am besten ihr verlasst die Schule nicht, so wie ich das mein Leben lang mache, draußen gibt es Wölfe… und wahrscheinlich auch Drachen.

-Nur die schlechtesten 20 % jedes Jahrgangs werden Lehrer (und ein paar Enthusiasten).

-Lehrer glauben wirklich, es liegt an ihnen was zu verändern (sie dürfen nicht mal streiken, Direktoren haben nicht mal eine Budgetgewalt).

-An der Uni heißt es: „Wenn Du Deine Scheine nicht schaffst, kannst Du immer noch Lehramt studieren – machste einfach noch einen Schein in Pädo“.

-Sogar Mathelehrer im Gymnasium wenden die Gauss-Kurve auf eine Anzahl von 10 – 30 Schüler an (und das sogar noch mitten im Statistik-Unterricht). Klingt unwahrscheinlich, nicht wahr ?

-Manche Lehrer behaupten, man kann gar nicht alles wissen, was ein Abiturient wissen muss. Echt nicht ? Und was war, als ich Abitur machen musste?

-Lehrer sind Sektenmitglieder (nur wenige, aber immerhin). Man darf nur am Anfang seiner „Karriere“ nicht in einer Sekte sein. Danach gibt es keine Überprüfung mehr.

-Bis ein Lehrer ausgebildet ist und seine „Referendariatszeit“ absolviert hat ist er schon komplett gebrainwashed. Große Teile des Idealismus und des Glauben an die Kinder sind ersetzt worden, durch das Menschenbild seiner Ausbilder (deren Menschenbild auch wieder durch das ihrer Ausbilder ersetzt wurde).

-Bis ein Lehrer ausgebildet ist und seine „Refablablablizeit“ absol… hat, ist sein Wissen schon so alt und erstarrt, dass man keinen Bezug mehr zur aktuellen Forschung findet (ist nicht in allen Fächern so).

Finanzierung:

– Schule ist umsonst. Zonk! Schauen Sie mal auf Ihrem Gehaltszettel nach. Schule ist ein teurer Luxus, da wäre doch ein Angebot, dass sich am Kunden ausrichtet angebracht.

– Schule ist deswegen so teuer, weil sich darüber ein immenser Wasserkopf an Mitbestimmern aufgetürmt hat. Und alle wollen reinreden, was die Kinder anderer zu lernen haben.

Effekte:

-Pygmalioneffekt

-Fischteicheffekt

Zeugnisse:

-Sagen aus, was ich früher mal konnte oder nicht konnte (was ich jetzt kann, oder vergessen habe steht nicht drinnen)

-Sagen aus, was der Lehrer von meinem Kenntnissen hielt (modulo Glockenkurve/Notenquoten) – nicht was mein Chef mal davon halten wird

Gewalt

– Gewalt wird im Schulhof immer falsch eingeschätzt. Das ist doch nur eine „Rauferei“ – das was da so spritzt ist das Tomaten-Ketchup vom Mittagessen. (Andreas Krapp und Bernd Weidenmann – Pädagogische Psychologie Kapitel 6)

– Gewalt wird fast nie angezeigt – anscheinend ist sie kein Verbrechen in Schulhöfen.

– Eine Anzeige würde auch den Ruf der Schule schädigen, und Kinder haben Angst, dass die Lehrer ihnen dann nicht mehr ganz so gewogen sind.

– Der, den man angezeigt hat, sitzt höchstwahrscheinlich im Klassenzimmer direkt hinter einem, oder man trifft ihn im Pausenhof oder im Sportunterricht (Upps, mir ist der Medizinball aus der Hand gerutscht, hier ich heb‘ Dir Deine Brille wieder auf).

Auswirkungen auf Gesellschaft

– Wer seinen Kindern früh zeigt, dass man Menschen, die Hilfe bräuchten lieber in irgendwelche Institutionen steckt, anstatt sich mit ihnen zu beschäftigen, der unterschreibt heute schon seinen Altersheimplatz für morgen.

– Ein starre Alterstrennung (Peergroups) schürt den Generationenkonflikt, den es sonst nicht gäbe.

– In Unis werden Vorlesungen gehalten. Jetzt mal ehrlich: 8 Jahre Gymnasium und dann immer noch nicht selber lesen können ?

– Abgeben von Verantwortung erzeugt eine Gesellschaft ohne Verantwortung. Da hilft es auch nichts, wenn wir alle paar Jahre unsere Stimme in Urnen werfen.

– Sub-Prime-Krise, T-Aktie, Privatinsolvenzrecht. Eine Gesellschaft, die nichts mehr kann (aber eine Menge Noten hat und einen guten Durchschnitt) fällt sehr oft auf die Nase.

– Hedge-Fonds, Abgeltungssteuerbefreiung für Banken-Fonds. Ein paar haben dann doch noch das ein oder andere Buch gelesen und profitieren von der allgemeinen Ahnungslosigkeit.

Mädchen vertragen Schule viel besser

– Sie ritzen und stechen (ein Mädchen hat mir erzählt, dass es nach jeder Matheprüfung das Wort LOOSER groß in ihren Arm geritzt hat)

– Sie haben Bulimie und Magersucht

– Aber sie laufen nicht Amok – na immerhin, zerstören sie nur sich selbst. (Bei Homeschoolern gibt es das nicht, außer sie haben die Schule erst vor kurzem verlassen).

Abkürzungen, Stempel und Drogen

– ADS

ADHS

– Legasthenie

– LRS

– Dyskalkulie

– Pubertät mit rebellischem Verhalten (muss das sein? Fragen Sie doch Margaret Mead, oder einen Homschooler in Ihrer Nähe)

– Lernschwäche

– aber immerhin gibts Ritalin umsonst, das kann man sammeln, zerstampfen und auf dem Pausenhof verdealen (Rebound und Non-Responder zeigen echt abgefahrene Verhaltensweisen – in Bayern kommt dann der Exorzist)

– Ritalin muss in den Ferien ausgesetzt werden, da sonst das körperliche Wachstum dauerhaft behindert wird.

Ein paar Begründungen aus verschiedenen weltanschaulichen Sichten

Libertär

-Schule raubt Eltern die Verantwortung für die Bildung für Ihre Kinder. Sie können sie auf Lehrer abwälzen, auf Schulen, auf die Politik. Falsch! Für Dein Kind bist Du verantwortlich. Denn die Lehrer verschwinden aus dem Leben des Kindes, die Schulen und auch die Politiker werden alle paar Wochen umsortiert.

Konservativ

-Die Familie ist die wichtigste Einheit jeder Gesellschaft. Wenn Familie immer mehr in den Hintergrund tritt, dadurch, dass Kinder immer früher immer länger aus der Familie genommen werden, degradiert das die Familie zur Kühlschrank-WG.

Menschenrechtler

– Kein Mensch darf einem anderen Menschen sagen, wo er sich für wie lange aufhalten muss, was er dort tun muss, und was richtig und was falsch ist.

Verfassungsschützer

Kein Mensch darf einem anderen seine Meinung als gültig indoktrinieren, dieses über Stunden hinweg, ohne Ausweichmöglichkeit, mit schwerwiegenden Konsequenzen und einer Abschlussevaluation. Solche Methoden werfen wir Scientology vor, also wenden sie sie bitte nicht an.

Realistisch

– Menschen an einen Ort isoliert von der Welt, die Welt lehren wollen ist eine Spinnerei (angelehnt an John Holt)

Demographisch

-Wer hat noch Lust bloß für eine Kühlschrank-WG all die Kosten, Einschränkungen und Anstrengungen die Kinder ja weiterhin mit sich bringen auf sich zu nehmen. Die Antwort der meisten Gebärer: Fortpflanzungsverweigerung (vielleicht sind die Dinosaurier sogar wegen einer allgemeinen Schulpflicht ausgestorben – wer weiß:)

Kapitalistisch

-Schulen erziehen zum Beschäftigt werden. Was wir aber brauchen ist selbständiges Unternehmertum. FTD und andere kapitalistisch orientierte Zeitungen schreiben sogar: Klassenziel Berufsbeamtentum

Marxistisch

– Schulen stutzen die Menschen zurecht, solange, bis sie in die Fabriken passen. Den Mehrwert, den sie produzieren kennen sie nicht mehr.

Anti-Imperialistisch

– Eine Kultur über eine andere zu setzen und dann die minderwertige Kultur bekehren zu wollen ist reiner Kultur-Imperialismus. Die gilt auch für die Kultur der Erwachsenen und die Kultur der Kinder. Wenn wir darauf setzen würden, den Kindern nicht ihre Kultur auszureden, sondern sie respektieren und verstehen wollen würden, und im Gegenzug auch unsere Triebfedern, die uns die Erwachsenenkultur attraktiv macht erklären würden, dann würden wir ihr Leben und unser Leben bereichern. Zur Zeit führen wir nur einen Krieg, dessen Verlierer im Altenheim landen, anstatt weiter in das Leben ihrer Kinder integriert sein zu dürfen.

Wissenschaftlich

– Schulen vermitteln ein statisches Weltbild. Es gibt jedoch keine Wissenschaft, die schon fertig ist. Manche Wissenschaften sind noch so stark in den Kinderschuhen, dass es sogar noch Streitigkeiten über die Marsch- und Forschungsrichtung gibt. Selbst in der Mathematik hauen sich die Koryphäen. Konstruktive Zweifler anstatt destruktive Auswändiglerner.

Statistisch

– Die Wahrscheinlichkeit p liegt bei 0,05, dass Ihr Kind die Schule sowohl seelisch, als auch körperlich heile übersteht. 600.0000 Geburten pro Jahr (->Schuleintritte pro Jahr) * 0,05 = 30.000 Abiturienten. Eh voilà, ein bisschen Zahlenrabulistik und man hat das gewünschte Ergebnis. Allerdings sind die Abiturienten nicht alle heile 🙂

Politisch

– Wir machen alles richtig, wir müssen den Kurs nur beibehalten, bis wir durch den Eisberg durch sind

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48 Kommentare zu “200 Gründe gegen die Schulpflicht

  1. Phantastisch! Ich musste sooft lachen. Hier steht die Wahrehit auf den Punkt gebracht. Hoffentlich lesen das viele Eltern und denken mal über diese Punkte nach. Was tut man eigentlich den Kindern damit an, dass man die in eine Schule schickt? Und das jeden Tag! Dass diese in der Pubertät dann irgendwann „durchknallen“ ist doch völlig normal. Was erwarten wir dann noch. Die Gesellschaft hat bis dahin versagt, denn wir alle haben weggeschaut, als sich das Problem bildete und aufstaute. Was dann kommt ist dei Quittung, gerade an Eltern, die besonders staatsfreundlich und gewissenhaft sind. Und was passiert mit Eltern, die das durchschaut haben? Und ihre Kinder vom Staat und dem System schützen? Und zwar nicht nur wollen, sondern dieses auch tun, in dem diese Eltern ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken? Die werden vom Staat und der Gesellschaft verurteilt und fertig gemacht!

  2. „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu. Reimt sich; das war es aber auch schon. Ob ich jemand anderem Schaden zufüge, darf ich nicht an mir messen, sondern muss ich an ihm messen. Man nehme nur den Schweinbraten liebenden Vater mit der vegetarischen Tochter; in seinen Augen tut er ihr nach diesem Spruch nichts an, wenn sie den leckeren Braten essen soll.“

    Die Schlussfolgerung ist falsch: So wenig, wie der Vater *gezwungen* (darauf kommt’s an) werden will, etwas zu essen, was er nicht *will*, so wenig soll er seine Tochter zwingen. Ob’s dabei um Pommes, Weizenkeime, Pudding oder Fleisch geht spielt in deinem Beispiel keine Rolle. Es geht um Zwang.

    Wer es sich so leicht macht wie du nicht nur in diesem Punkt, macht es seinen Gegner genau so leicht.

  3. Wow, ich bin geplättet und muß wohl nochmal in Ruhe alles durchlesen, um alles wirklich zu verstehen. Bin erst kürzlich auf Eure Seite gestossen und finde sie wohl nun noch interessanter 🙂

  4. Pingback: Ganz ohne Schule « Lebendiges Lernen

  5. Nunja alles was auf dieser Seite steht ist zwar wahr, aber man muss bedenken das wir ohne Schule bzw. ohne Schulpflicht das alles hier garnicht könnten weder Schreiben, Antworten, Fachbegriffe posten und, und, und. Trotzdem sage ich das das hier alles wahr ist. Ausserdem werde ich diese Seite an alle in meiner bekanntschaft weiterleiten (von Lehrern abgesehen XD)

  6. Hi Nick,
    danke für Deinen Kommentar. Und doch wir könnten hier posten und lesen und alles. Dazu musst Du Dich davon lösen, dass NUR die Schule und NUR die Lehrer Dir etwas beibringen können.
    Wir können doch auch alle sprechen – oder? Und Sprechen ist die komplizierteste Sache der Welt.
    Ich freue mich, wenn Du die Seite weitergibst – und auch, wenn Du Dich mit der Alternative zur Schule dem sogenannten Unschooling (Freilernen) bekannt machst.
    Das machen nämlich wir… und unter dem Tag „Lesen lernen“ findest Du hier einiges 🙂

  7. Pingback: Schul-Kritik.de » Blog Archive » “Schulpflicht ist richtig!” und andere Irrtümer

  8. Ich find diese Auflistung polemisch und nicht haltbar – haben Eltern das Recht, über die Zukunft ihrer Kinder zu entscheiden, indem sie den FOkus auf Themen legen, die ihnen besser liegen ? Nicht jeder läuft Amok, nicht jede ritzt sich…
    Schule vermittelt Allgemeinwissen, aus dem man sich auswählen kann, in welche Richtung man gehen will – wer von seiner eigenen Schulzeit frustriert ist, muss es nicht an den eigenen Kindern auslassen !
    Schule vermittelt mehr als verstaubtes, überholtes Wissen, wie es hier dargestellt wird. Schule vermittelt die Fähigkeit, auch mit Menschen, mit denen man eigentlich nicht kann, zusammenarbeiten zu können (das muss man im Job später manchmal auch), sie vermittelt Lernstrategien (man vergisst eh nach dem Abi 75% dessen, was man gelernt hat, aber man weiß dann wenigstens, wie man sich energieschonend Wissen aneignet), sie weckt Interesse, sich weiter mit Themen zu beschäftigen, auf die man sonst vielleicht nicht gekommen wäre….
    Schwarz-weiß-Malerei finde ich gefährlich… es gibt für die Schule immer pro und contra, aber nicht alles, was grau ist, ist automatisch schwarz….

  9. Nachtrag
    Mir fiel während eines Praktikums in einer Grundschule auf, dass es selten ist, dass Eltern wirkliches Interesse daran haben, was ihre Kinder machen. Viele geben die Erziehung an die Schule ab – ein Umstand, der den LehrerInnen gar nicht gefällt. Es ist im Grunde der Regelfall, dass Eltern ihre Kinder im Bezug auf Leistungsstand oder Sozialverhalten nicht einschätzen können und die sich dann bei den Schulen über Einschätzungen auf dem Zeugnis beschweren und regelmäßig der Meinung sind, das Kind sei verwechselt worden.

    Ich finde es wichtig, dass man als Eltern Interesse für die eigenen Kinder hat – aber bitte verteufelt nicht die Möglichkeiten, die Schule auch bieten kann. Kinder brauchen Gleichaltrige, um sich auszuprobieren. Und Kinder brauchen die Möglichkeit, sich an den eigenen Eltern reiben zu können… die meisten Streitigkeiten in der Pubertät sind nicht Grundsatzdebatten, sondern betreffen Kleinigkeiten wie Kleidung, Haare, Musik. Die grundsätzlichen Wertvorstellungen übernehmen die meisten Jugendlichen nach wie vor von ihren Eltern. (Meine Mutter meinte, je enger die Bindung zum Kind, desto mehr reibt es sich in der Pubertät, und je mehr es sich während der Pubertät reiben kann und darf, desto mehr wissen die Kinder nach der Pubertät ihren „Heimathafen“ zu schätzen)

    Wenn eure Kinder erst 2 und 4 (oder mittlerweile 3 und 5 ? ) sind, warum ist Schulpflicht dann so ein Thema ? Wurden eure Kinder (konsequenterweise) zu Hause geboren, wenn ihr so gegen Institutionen seid oder wurde euch eure Mündigkeit im Krankenhaus genommen, wie es so vielen Paaren und Gebärenden passiert ?

  10. Zu dem, was Deine Mutter sagt, muss ich einen kleinen Einspruch erheben.
    Ich hatte immer eine sehr enge Bindung zu meiner Mutter – gerade in der Pubertät war sie wie eine beste Freundin!
    Allerdings hat sie uns nie vorgeschrieben, wie wir uns benehmen, kleiden und ’stylen‘ sollten. Sie hat uns so akzeptiert, wie wir waren, und so hatten wir alle 4 keinen wirklichen Grund zu rebellieren bzw. gab es in der Hinsicht keine Reibungspunkte.
    Und für uns alle ist bis heute meine Mutter der ‚Heimathafen‘, wie du schreibst.

  11. Jaja. Die Hausgeburt – wir sind mittlerweile auch Fans davon 🙂

    Willkommen Eithne, wie ich Deinem Kommentar entnehme bist Du Lehrerin. Die 200 Gründe habe ich vor langer Zeit geschrieben – und obwohl noch manchmal der ein oder andere Grund dazukommt sind sie nicht mehr der Triebpunkt meiner Bewegung. Sie werden wahrscheinlich in einen Post herunterwandern oder auf eine Extraseite: „Die alte 1000Sunny“ wandern.
    In Zukunft sollen hier verstärkt Lehrer und Unschooler zusammenfinden. Ich glaube unsere Ziele sind gar nicht so verschieden. Nur unsere Herangehensweisen sind verschieden.
    Vielleicht können wir es ja schaffen eine gesellschaftliche Neuerung zu erreichen, die sowohl Schulen als auch zivile Bildung und freie Bildung sinnvoll zusammen bringt.
    Über jeden Menschen, der sich daran beteiligen will freue ich mich. Über Unschooler sowie über Lehrer.
    Ein erster Schritt ist es davon wegzukommen die alten Fronten zu vertiefen und anzufangen aufzuklären. Denn obwohl wir alle wissen wie die Schule ist, weiß doch fast niemand, was Unschooling wirklich bedeutet. Hier müssen wir ansetzen. Ich glaube aus diesem einseitigen Wissen entsteht Abwehrhaltung und Angst auf beiden Seiten.
    Ich lade Sie ein hier konstruktiv mitzumachen und mitzulesen – darüber würde ich mich ehrlich freuen.

  12. Gehen Kinder zur Schule, vergessen 65% des ihnen vermittelte Inhaltstoffes, so wissen sie „wie man sich energieschonend Wissen aneignet“?

    *Schmünzel*

    13/12 Jahre Schule ist „energieschonend“ bzw. bringt Menschen bei, wie sie energieschonend Wissen aneignen (ach ja, stimmt, wenn man davon ausgeht, dass viele Kinder in der Schule pennen…).

  13. Nee, ich bin nicht Lehrerin, aber ich studiere (noch) auf Lehramt, werd aber wahrscheinlich nicht in den Beruf gehen, aber das hat andere Gründe, als die Schule an sich.
    Ich finde es übrigends schön, dass ihr Hausgeburten hattet (mein eigentlicher Berufswunsch und mittlerweile wieder Plan A ist Hebamme, mit dem Ziel, freie Hebamme zu werden), ich wünsche mir auch Hausgeburten, wenn ich mal dran bin…. aber erstmal kommt in wenigen Monaten mein Auslandsjahr…

    Wenn ich in Didaktikkursen sitze, denke ich mir meistens meinen Teil – die STunden, die ich in den Praktika gehalten habe, habe ich nie nach Schema F gehalten und bin damit immer gut gefahren….
    Meines Erachtens ist die Schulpflicht an sich nichts schlechtes. (Ob es wirklich sinnvoll ist, um mal bei den Gründen gegen Schulpflicht zu bleiben, ob man aus Protest nicht auch Alternativkonzepte wie Waldorf oder Montessori als Schulen sieht, lass ich mal dahingestellt, so kams zumindest bei mir an)Die Frage ist für mich viel mehr, inwieweit man 16 Schulsysteme (weil 16 Bundesländer) haben muss, bzw. ob man aus dem Potential, was Schule hat, nicht auch etwas machen kann, was Kinder anders fördert. Natürlich sollen (und müssen) Eltern ihre Kinder fördern, aber das können sie auch unabhängig von der Schule. Kinder fragen viel, wenn man diese Fragen ernst nimmt und auf sie eingeht, wie es die Kinder fordern, wird Schule eine Art Ergänzung sein. Ich denke, man kann das breite Spektrum, was Schule bietet, nicht allein ausfüllen. Ich sträube mich grundsätzlich gegen jede Form des Extremen (Schwarz-weiß-Malerei halt)… Hat – wie gesagt – alles Vor- und Nachteile.

    @ Andrea: Also,w er in der Schule schläft, hats anstrengender… weil man den ganzen Kram dann nämlich nacharbeiten muss…. Was ich meine, ist zum Einen: Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der meistens nur zählt, welche Ergebnisse man bringt. Schule hat für mich persönlich den Aspekt auf jeden Fall erfüllt: man wird auf jeden Fall darauf vorbereitet, was diese Mentalität bedeutet… kann man positiv oder negatriv betrachten. Zum Anderen: Lehrer bringen jedes Jahr aufs Neue Schülern bei, wie man Aufsätze, Résumées, Essais, Kommentare, Argumentationen schreibt. Auch das kann man sich allein aneignen, keine Frage, aber man hat immer auch eine Kontroll- oder Vergleichsmöglichkeit. (An der Uni übrigens auch)

    Ich würde meinen Kindern irgendwann die Erfahrung Schule nicht verweigern wollen. Schule ist *in meinen Augen* auch eine Lebensschule. Inwieweit man zusätzlich fördert (zum Beispiel über eine Musikschule – wars bei mir: Geige, Klarinette, Chor, Gesang, Cello) spricht für das ELternhaus….

  14. Eithne, ich seh schon, wir kriegen dich noch. *ggg*
    Hausgeburt ist ein guter Anfang.
    Und Unschooling nur die logische Fortsetzung.
    Leider habe ich keine Zeit für eine längere Antwort – Söhnchen möchte meine Anwesenheit bei seinem Optik-Experiment (Lichtbündelung mit Lupe) – aber ich denke, wer anders wird sicherlich gute Argumente finden. Ansonsten später.

  15. Das stimmt, MamaMuh,

    Eithne: wie wurde es aussehen, wenn es für jede Entbindung eine Krankenhausentbindungspflicht gäbe?

    Historisch gesehen ist die Schule oder vielmehr die Schulpflicht sehr jung…

    Geographisch ist es auch so, dass eine Schulpflicht wie sie in Deutschland praktiziert wird fast nirgends woanders praktiziert wird.

    (Da muss man sich fragen, ob die Deutschen dann besser gebildet sind, da sie alle diese Schulpflicht genossen/geniessen?)

    Das alles heisst nicht, dass es nicht möglich sei, gute Ergebnisse in der Schule zu erzielen, aber es soll auch hinweisen, dass das Recht auf eigene Bildungswege vielleicht doch gar nicht so abwägig ist, wie manchmal behauptet wird.

    (Und Vergleichsmöglichkeiten für z.B. Ausätze etc. pp. kann man auch durchaus als nicht be-schulter Mensch auch haben… angefangen mit Blogs bis hinzu den Printmedien… man braucht vielleicht ein Bischen Fantasie, aber Wege gibt es immer!)

  16. Nee, ich glaub, ihr kriegt mich nicht – Hausgeburt hin oder her…. ^^

    Schulpflicht gibts in jedem europäischen Land, weltweit immerhin bis zum Ende der Grundschulzeit. Also 5 oder 6 Jahre.

    Früher wurde viel von Privatlehrern in „Hohen Häusern“ unterrichtet… das lag aber eher daran, dass man die Kidner Adeliger nicht mit dem „Pöbel“ zusammentreffen lassen wollte… Das war weniger eine Geldfrage, als eine Frage des Standesdenkens….

    Was sagen eigentlich eure Kinder dazu ? Waren die mal in einer Schule ? Wie reagiert ihr, wenn ihr irgendwann vorgeworfen bekommt, etwas verwehrt zu haben ? Eure Kinder haben ja sicherlich Freunde, die zur Schule gehen, Ferien haben, Hausaufgaben machen müssen und und und …. wie reagieren die eigentlich ?

  17. Das ist nicht ganz richtig, und ich finde, bevor man gegen etwas ist, sollte man sich genauer damit befassen.
    In anderen Ländern gibt es eine Bildungspflicht, und Homeschooling ist erlaubt.

  18. @Eithne
    Ich kann hier Songbirdsfamily nur zustimmen und auch wenn ich mich über Kommentare freue, so finde ich es auch ein bisschen respektlos hier keinen einzigen anderen Blog-Eintrag gelesen zu haben und dennoch eine Diskussion anfangen zu wollen. Ich lade Dich, wie gesagt, herzlich ein hier mitzulesen und mitzudiskutieren und wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann wirst Du das auch tun.
    Nimm es mir also bitte nicht übel, ich will gerne über neue Aspekte diskutieren, aber nicht über Dinge, die hier mit ein bisschen lesen leicht zu erfahren sind und die auch schon tausendmal besprochen wurden.

  19. Ich habe einiges gelesen, aber nicht alles kommentieren wollen. Aber wirklich beantwortet habe ich vieles nicht gefunden…

  20. Liebe Eithne,

    ich lebe mit meinen 4 Kindern (zwischen 6 und 15 Jahren alt) in Irland, wo die Kinder offiziell als „Nichtschüler“ angemeldet. D.h., ein Beamte des „National Education Welfare Board“ hat, nachdem ich diese Einstufung beantragte, uns besucht und festgestellt, daß meinen Kindern eine Bildung zukommt, die ihre Fähigkeiten entspricht, obwohl sie nicht zur Schule gehen.

    Ich entschied mich für diese Art der Bildung aus ähnliche Gründen, wie in 1000Sunnys 200Gründen. Ich machte selbst eine Ausbildung als Lehrerin (in meiner Heimat, Südafrika), aber machte die Entscheidung meine Kinder nicht zur Schule zu schicken. Heute machen wir das einfach, weil es Spaß macht und ich weiß auch, daß es funktioniert. Ich kenne viele Junge Leute, die eine Bildung ohne Schule hatten und in ihren Leben glücklich und erfolgreich sind (erfolg hat auch unterschiedliche Bedeutungen für unterschiedliche Leute).

    Wenn Sie wirklich etwas darüber wissen wollen, gibt es eine Leseprobe zum Buch (Die Freilerner) von Dagmar Neubronner. Ich empfehle sehr die Fragen und Antworten ab Seite 40:
    http://www.genius-verlag.de/Uploads/137-Leseprobe.pdf

  21. BTW, meine Kinder reagieren sympatisch auf ihre Freunde, die zur Schule gehen und ihre Freunde reagieren neidisch auf meine Kinder.
    Mein Ältester war ein Jahr lang in der Schule und hat seitdem keine Bedürfnis darauf, zur Schule zu gehen.
    „Wie reagiert ihr, wenn ihr irgendwann vorgeworfen bekommt, etwas verwehrt zu haben ?“
    Meinen Sie von den Kindern (wobei ich denke, daß passiert nicht, wenn die Kinder immer die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen) oder von anderen Leuten (andere Leute können denken, was sie wollen, es sind schließ

  22. Zur Adlige Schule/Pöbel

    Früher wurde viel von Privatlehrern in “Hohen Häusern” unterrichtet… das lag aber eher daran, dass man die Kidner Adeliger nicht mit dem “Pöbel” zusammentreffen lassen wollte… Das war weniger eine Geldfrage, als eine Frage des Standesdenkens….

    Das ist nicht falsch, dennoch beinhaltet die Frage der „Schulpflicht“ einiges mehr, als dass man den Standort des Lernens staatlich festgelegt hat. Da ist auch Lerninhalt gemeint. Auch Lerntempo. Auch Lernreihenfolge… usw. usf.

    Damals, als es noch Privatlehrer für die Reichen und Lehrlinge bei ihre Eltern gab, gab es da eine staatlich festgelegte Schulprogramm, woran sich jeder zu halten hatte? Oder war das sehr uneinheitlich? Dabei spreche ich im Augenblick nur von Deutschland…

    Was ist, wenn ich einfach vom Mensch und Menschengeschichte spreche? Was ist, wenn ich die Eigenschaft „lernen“ aufgreife und z.B. zu den Naturvölker gehe, und schaue wie dort gelernt wurde (und z.T. noch wird, obwohl die Westliche Welt in ihre Kolonialismus und daraus resultierende Ausbeutung diese Naturvölker auch sie größten Teils „raus aus der natürliche Lernumfeld“ und rein in der Schule–ach, lass mich nicht da anfangen…)

    Was bedeutet „Lernen“ eigentlich?
    Was bedeutet „Pädagoge“?

    Also zurück zum Adligen: Wer hat die Lehrinhalte, -Tempo, -Reihenfolge usw. festgelegt? Die Eltern? Der Staat? Der Lehrer? Der Schüler? Und wie sah das beim restlichen Bevölkerung aus?

    Keiner streitet hier ab, dass man lernt, lernen soll, lernen kann, lernen muss, lernen wird.

    Es ist aber eine Diskurs über das Wie man lernt.

    Und ja, ich schätze wir dürfen erkennen, dass es einige unter uns Bildung und Schulpflicht lediglich aus der Perspektive des deutschen Staates/Bildungswesen/Schulpflicht sehen (und kommen so an diesen Blog und seinen Inhalte ran).

    Andere (z.B. ich) sehen die globalen Zusammenhänge oder reduzieren die Diskussion auf der Ebene des Einzelnen: Was bedeutet es, Mensch zu sein? Wie lernt man? Gibt es wirklich etwas, was man lernen muss? Wenn ja, dann was? Und bis wann und wie muss etwas gelernt werden?

  23. Ich z.B. möchte gerne nach Kanada und im Wald ein Häuschen bauen… vielleicht mit Strom aber auch ohne ginge es…

    Meine Freundin schlägt dabei ihre Hände über den Kopf und sagt: Deine Kinder müssen lernen in diese Welt zurecht zu kommen, ob Du das willst oder nicht!

    I know this is not a primary concern for you right now but learning how to live in „my“ world right now, with technology dictating life every which way, will eventually come back to you (or them). […] The kids will have to learn eventually how to swipe a bank card.

    Ich fand diese Äußerung meine Freundin sehr aufschlußreich, denn sie machte sich Sorgen, dass die Kinder Schwierigkeiten mit dieser Welt bekommen würden, und dass sie doch irgendwann lernen müssen, die Bankkarte durch die Kasse ziehen zu lassen…

    Meine Antwort darauf? Mir ist es nicht primär daran gelegen, dass die Kinder verstehen, wie eine Kreditkarte funktioniert, sondern dass sie verstehen, wie Finanzen funktionieren. Sie müssen lernen, dass wenn man weniger Geld ausgibt, als man hat, man keine Schulden macht und wenn man mehr ausgibt, als man hat, dann eben Schulden entstehen… Eine Kreditkarte ist lediglich ein Tool in dieser Geschichte.

    Ohne jemanden in dieser Diskussion zu nahe treten zu wollen, glaube ich schon, dass die Homeschool- und vor allem die Unschoolbefürworter eben tiefer Blicken und sich wirklich gedanken machen, was ist wichtig zu lernen, wie und wann ist es wichtig… und der so geneigte Mensch ist meist auch frei, um zu erkennen, dass es vielleicht „Absolute“ gibt, die jeder Mensch können muss, aber dass der Weg dahin durchaus verschieden sein darf (auch innerhalb einer Familie).

  24. Zur Hebamme gäb es wie MamaMuh angedeutet hat, schon etliche, was man da sagen kann:

    Die Geburt wird (noch!) als eine natürliche Vorgang angesehen, dass weitesgehend vom Kind aus gesteuert wird. Ich sage noch, denn ich habe Geburten erlebt, wo Ärzte und Hebammen oder gar die Eltern eigentlich „gegen das Kind“ arbeiten – also Modekaiserschnitte wie man vor allem bei Promis und auch „adelige“ (Königshäuser in Europa) beobachten kann… und die daraus folgende Trend in der Bevölkerung zu beobachten… (darum die ernste Frage: was ist, wenn wir dahin kommen, eine Krankenhausentbindungspflicht einführen zu wollen… das ist für mich ähnlich wie die Kindergartenbesuchspflicht, von der immer wieder die Rede ist: das hat lediglich damals mit „das Anrecht auf ein Kindergartenplatz für alle 3 Jährigen angefangen“… jetzt haben wir Bildungspläne für Kinder von 0-10—Bundesweit! Das Bambini-Programm, dass das Vorschuljahr im Kindergarten „umsonst“/kostenlos ist war ein weitere, „wichtiger“ Schritt in dieser Richtung… und wieso das Ganze? Weil das Volk es will(!)? ) Und ich schweife wieder ab. Entschuldigung.

    Also, NOCH kann das Baby eigentlich selber entscheiden, wann es zur Welt kommt. Die Eltern haben größtenteils die Möglichkeit zu entscheiden, wo und evt. mit wem (unter der Berücksichtigung, dass das Baby alle Pläne einen Strich durch diese Rechnung ziehen kann 🙂 ).

    Was bedeutet diese Wahlfreiheit der Eltern?

    *Ort der Niederkunft (zu Hause, Geburtshaus, Entbindungsstation oder sonst wo)
    *Beistehende Menschen (zu Hause größte Freiheiten: ich kann Kinder, Tanten, Nachbarn, meine eigene Hebamme… Im Geburtshaus –da kenne ich mich eigentlich überhaupt nicht aus– nehme an, dass es ähnliche Freiheiten gibt, obschon ich vermutlich mich für eine der dort tätige Hebammen entscheiden muss… und im Krankenhaus darf mein Mann bzw. einen andere Begleitperson meiner Wahl dabei sein, aber ich habe kein Einfluss auf Hebamme (es sei denn, es ist eine Beleghebamme), Zimmer, Arzt… also die fast wenigsten Freiheiten.) (Beim Kaiserschnitt darf auch ein Begleitperson dabei sein, sofern es sich nicht um eine Notkaiserschnitt bzw. eine Vollnarkosekaiserschnitt handelt, denn da besteht keinerlei Freiheiten in diesem Punkt.)
    *Beim geplanten Kaiserschnitt hat man eventuell auch noch ein freier Terminwahl.
    *Auch darf die Frau entscheiden, ob sie im Liegen, im Stehen, in der Wanne… weitesgehend entscheiden, wie sie entbindet.

    Also, der eigentliche, natürliche Drahtzieher in dieser Vorgang ist und bleibt das Kind. Erst drumherum treffen die Eltern/die Mutter weitere Entscheidungen, die sie für gut und richtig verantwortet.

    Warum sollte das beim Lernen anders sein? (Warum können wir nicht das Ort des Lernens, die Begleitpersonen des Lernens, die Zeit des Lernens, und Wie gelernt wird?)

    Und zurück zu meine frühere Frage: Was wenn, wir dahin kommen, eine Krankenhausentbindungspflicht einzuführen?

    Einerseits sagen wir: „Komm Andrea, sei nicht lächerlich!“. Aber ich sage, schaue mal und denke nach: Was wenn einerseits eine Welle von Frauen ihre Kinder „geheim“ entbinden und ihre Kinder aussetzen oder im Blumenkübel begraben oder, oder, oder? Und andererseits der Trend zum geplanten Kaiserschnitt nicht abreist und mehr (prominente) Anhänger findet und Nachahmer? Merkt ihr, wie ein gesellschaftliche Toleranz zu einer Praxis führt(en) (kann), dass die natürliche, normale, seit-Anfang-an-funktionierende Fortgang des Gebärens als „nicht normal“ werden lässt?

    * Ich möchte anmerken, dass ich sogar eine geplante Kaiserschnitt hatte und möchte nicht so verstanden werden, dass ich diesen Fortgang noch Krankenhausentbindungen verdamme. Aus medizinische Notwendigkeit habe ich eine von 5 Entbindungen eben auch so geplant. Ich möchte nur auf diese suggestive, in der Bevölkerung vorkommende Denkweise hinweisen, denn ich denke mir, dass es mit der ganze Schulpflichtdebatte starke Ähnlichkeiten aufweist.

  25. @Andrea: Zu der Bankkarte

    Ich finde es immer wieder interessant, dass festgelegt wird, dass man im Kindesalter etwas bestimmtes erlernen muss, um es später zu können.
    Das spricht dem Erwachsenen doch jegliche Kompetenz ab sich auf Neues einzulassen, weiterhin Wissen zu erwerben und einen offenen Geist zu besitzen.

    Wenn ich als Kind oder Jugendlicher nicht lerne, mit Handy oder Bankkarte umzugehen, dann lerne ich es als Erwachsener auch nicht mehr? Das ist vollkommen absurt!

    Genauso wird es in allen anderen Gebieten geschildert. Z.B. wenn das Kind nicht im Kindergarten lernt, sich sozial zu integrieren (durchzuboxen?) hat es in der SChule SChwierigkeiten.
    Ist das so?
    Kann ein 7-jähriges Kind denn nicht genauso lernen, sich in eine Gruppe einzufügen, wie ein 3-jähriger? (vielleicht sogar einfacher, weil es reifer ist?)
    Und genauso wird geschlussfolgert, dass ein Kind, dass nicht in der SChule war, in der Gesellschaft nicht funktionieren kann.
    Dabei wird vollkommen außer acht gelassen, dass wir unser ganzes Leben lang lernen, wachsen und uns entwickeln, solange wir es wollen.

    Der Satz ‚Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr‘ scheint in viele Köpfe tief eingegraben zu sein.
    (Leider)

  26. Übringens, genauso absurd wie eine Krankenhausentbindungspflicht einzuführen wäre es, alle Entbindungsstationen zu streichen und NUR freie Hebammen gesetzlich zu bestimmen…

  27. Isla,

    genau deine Beobachtung/Kommentar lässt mich fragen, was der Deutsche unter „Sozialisation“ bzw. „soziale Kompetenz“ versteht:

    Kann ein 7-jähriges Kind denn nicht genauso lernen, sich in eine Gruppe einzufügen, wie ein 3-jähriger? (vielleicht sogar einfacher, weil es reifer ist?)

    Warum fragt man nicht, ob die Gruppe fähig ist, diese einzelne mit zu integrieren?

    (Offtopic: Das öffnet bei mir das Thema Integration der Ausländer hier… ist das ein Problem der Einzelne oder der Gesellschaft? Oder beides?)

  28. @Andrea
    Ja, das fällt mir auch auf, dass immer davon ausgegangen wird, die Kinder müssten lernen, sich in eine Gruppe einzufügen. Offensichtlich führt die ach so wichtige „Sozialisation“ in der Schule und im Kindergarten nicht unbedingt dazu, dass die Gruppen fähig sind, einzelne andere Kinder zu integrieren. Und sobald ein Kind „aus der Reihe tanzt“ (z.B. nicht mit ins Schullandheim fahren will), wird das Schreckgespenst an die Wand gemalt, es werde zum „Außenseiter“. Vielleicht bedeutet „Sozialisation“ in Deutschland bzw. in deutschen Schulen einfach nur Anpassung an den Gruppenzwang?
    Und zu deiner Offtopic-Frage nach Integration der Ausländer: meiner Ansicht nach ist es beides, ein Problem des Einzelnen und der Gesellschaft. Die Deutschen hatten nach dem 2. Weltkrieg auch große Probleme damit, die Heimatvertriebenen zu integrieren (obwohl das in der offiziellen Geschichtsschreibung immer gerne als Erfolgsstory dargestellt wird) und das waren ja sogar „Deutsche“. Aber das ist jetzt wirklich völlig offtopic.

  29. Dazu fällt mir auch ein Beispiel aus meiner Schulzeit ein.
    Meine Freundin war ein Jahr in Neuseeland zum Austausch.
    Als ihre Austauschfreundin zu uns an die SChule kam, ging kaum einer auf sie zu und begrüßte sie. Es war niemand unfreundlich, aber kontaktscheu und ’steif‘.
    Meine Freundin war total überrascht, denn in Neuseeland war sie als Fremde sofort aufgenommen worden, alle waren herzlich zu ihr und sie fühlte sich sofort zu Hause.

    Es war sicher nicht so, dass die neuseeländische Austauschschülerin keine Sozialkompetenz besaß, so dass es schwierig war in die ‚Schulgemeinschaft‘ reinzukommen.
    Sondern die Gemeinschaft hatte ein Problem damit sich zu öffnen und jemand neues in seine Mitte zu lassen.

  30. (Fazit oder Frage: in manche Gesellschaften kann man tatsächlich SozialKompetenzen in der Schule lernen… oder ist das einfach eine gesellschaftliche Tugend, die in anderen Länder stärker/anders ausgelebt, wie in Deutschland?)

  31. Noch mal zu der Bankkarte:

    meine Tochter ist gerade 17 Monate alt. Ich bezahle im Supermarkt fast immer mit einer Bankkarte, während ich meine Tochter in einer Tragehilfe trage. Vor einigen Wochen nahm meine Tochter mir vor dem Bezahlvorgang die Karte aus der Hand und steckte sie in das Lesegerät. Dann wartete sie, bis ich den Code eingetippt hatte, nahm die Karte aus dem Schlitz in Empfang und steckte sie wieder in mein Porte… äh… meine Geldbörse, die ich bereit hielt.

  32. Hallo adlerkind,

    solche Geschichten habe ich nun zu hunderten gesehen, es ist für mich schon nicht mehr erstaunlich weil ich weiß, dass die kleinen eine sehr hohe Intelligenz haben die sie späestens mit der Schule verlieren. Zwei große Kinder habe ich, die ich auch durch das Schulsystem geschoben habe, schlicht weil ich selber zum großen Teil auch durch das Schulsystem begradigt wurde. Jetzt habe ich ein kleines Kind und möchte bis zu seinem Schlupflichtigen Alter die Schulpflicht abschaffen. Achja, die beiden großen passen gut ins System, schaffen es allerdings nicht mehr ihren Kopf für sich zu nutzen.

    Hallo Autor der 200 Gründe,
    zuerst Hochachtung für deine Arbeit. Eine Frage: gibt es zu „Die Mechanismen, wie man lernen verlernt sind auch erforscht und werden gezielt angewandt.“ etwas was diese Aussage belegt? daran wäre ich sehr interessiert.

  33. Hallo,

    also ich muss sagen, dass ich mir nicht alles haargenau durchgelesen habe, aber für mich klingt das alles sehr unreflektiert und einfach mal so richtig drauflosgeschrieben, wie es einem grad einfällt. Es ist ja alles schön und gut, und es wirklich wahr, dass es mit dem Bildungssystem in Deutschland nicht zum Besten steht, aber solche Hasstiraden, die so wirken, als wären sie in einem Anfall von überschäumender Wut geschrieben, bringen uns nicht viel weiter.
    Eine fundierte Diskussion über den Sachverhalt wäre doch angebrachter, oder?

    Ich hoffe, auch dass sich im Bildungsbereich bald einiges ändert und kann die Punkte auch verstehen.

    Alles Gute.

  34. Hallo Anonymous1,

    ich denke was ich damals mit den Mechanismen gemeint habe, sind z.B. negative Selbstattribuierung. Hier erlernt man, dass man „schlecht“ ist in einer bestimmten Sache, oder eben nicht für eine „akademische Karriere“ geeignet ist. Diese Attribute lernt man für sich selbst über die Zeit zu akzeptieren und identifiziert sich sogar damit.
    Dass es Kurse gibt, die eine Reattribuierung durchführen können, also Selbstvertrauen aufbauen usw, davon weiß man nichts und glaubt auch nicht, dass das gehen könnte – da „man ja so ist, wie man ist“.
    Obwohl der Umstand, dass man ein negatives Selbstbild auf bestimmten Gebieten von sich hat nur eien soziale Konstruktion ist, die nicht hinterfragt wird und auch nicht hinterfragt werden muss, da eine Umsortierung in neue Kategorien in unserer Gesellschaft erhebliche Kosten verursacht. Also noch mal vom Baumarktsägen-Bediener auf Professor umgeschult werden passiert selten.

  35. Hallo Anonymous2,

    leider kann ich nicht konkret auf etwas eingehen, dass mit „Ich habe nicht alles genau gelesen, aber irgendwie klingt alles irgendwie komisch“ – das ist ein bisschen unkonkret.
    Ich denke die meisten Punkte halten noch heute. Ich denke auch, dass eine „Verbesserung“ der Institution Schule immer ein Griff ins Klo ist.
    Allerdings ist der Eintrag auch schon etwas älter (er steht ja auch unter dem Punkt: die Alte 1000Sunny) und mittlerweile habe ich mich schon etwas beruhigt 🙂

    Aber die beste Kritik an etwas ist ja etwas besseres daneben zu stellen… also am besten konkret die Punkte nennen und einen Vorschlag machen.

  36. Hallo Anonym,

    ich weiß nicht, an welcher Stelle des oben stehendes Beitrags von 1000sunny von Hasstiraden gesprochen werden kann?

    Deine Zitate:
    „… es (ist) wirklich wahr, dass es mit dem Bildungssystem in Deutschland nicht zum Besten steht, …“.

    Und weiter:
    „Ich hoffe, auch dass sich im Bildungsbereich bald einiges ändert und kann die Punkte auch verstehen.“

    Ich glaube hingegen, dass solche Allgemeinplätze nicht weiterhelfen. Was steht denn mit dem Bildungssystem nicht zum Besten? Und was sollte sich möglichst bald ändern?

    Ich würde an DIESEM Bildungssystem gar nichts ändern. Ich würde es abschaffen. Nun weiß ich auch, dass das – bis auf Weiteres – ein frommer Wunsch bleibt. Was jedoch kein frommer Wunsch bleiben muss ist, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er sich innerhalb dieses Systems bildet oder doch lieber eigene Wege geht. So ist es jedenfalls in fast allen europäischen Ländern. Dort herrscht eine Bildungspflicht aber kein Schulzwang. So war es auch in Deutschland. Und zwar bis 1938. Es gab im Gesetz den Begriff der Schulpflicht, jedoch immer im Sinne einer Pflicht zur Bildung. Der Schulbesuch war in den einzelnen Gebieten unterschiedlich geregelt und immer gab es die Möglichkeit der Bildung außerhalb von Schule. Die Nazis haben dann 1938 das Reichsschulgesetz mit dem Schulzwang eingeführt. Dieses gilt in seinen wesentlichen Punkten bis heute. Nur unter einem anderen Namen. Ein wesentlicher Punkt ist eben, dass es unter Strafe gestellt ist, sein Kind vom Schulbesuch fernzuhalten. Die Strafe kann bis zum Entzug des Erziehungsrechts gehen. Sehr schön nachzulesen hier: http://www.netzwerk-bildungsfreiheit.de/html/aufsatz_prof__rest.html

    In den USA existiert seit ca. 20 Jahren (wieder

  37. Ich bin 16 und ich will nicht einmal mehr kinder, da ich weiß sie auf die schule schicken zu müssen… Für mich war die Schule die schlimmste zeit überhaupt… Laut dem Gesetzt heißt es: ‚Niemand kann den Menschen den Wunsch nach Freiheit verbieten!‘ Gilt das nicht auch für die Schule? Ich werde dazu gezwungen in einem Raum kostbare Kindheit und spaß zu verlieren, bis ich alles hasse und schwänze. Obwohl meine Noten sich nicht verschlechtern (noch ein beispeil, das am system etwas nicht stimmen kann), werde ich gezwungen in die schule zu gehen??? Wieso? Ich hatte so viele unentschuldigte Fehlstunden, dass die die nicht mal gezählt, sondern einfach 0 geschrieben haben. Trotzdem war mein Abschluss an der Realschule mit 2,2. Meine Freundin war fleißig führte Mappen und lernte, ihr durschnitt 2,5. Wer hat lust mir diesen scheiß zu erklären?? Warum bekomme ich faule nuss bessere noten als dieses mädchen, die diese ganz klar verdient hat! Das ist alles müll!! Ich hab diesen Staat so satt…. Sehen die nicht, wie überfordert wir schüler sind. Meine mama kann euch von einer zeit erzählen, als ich weinend und ängstlich nachhause kam, weil ich eine 3 geschrieben hatte! Meine mom war nicht streng, aber mir wurde in der schule immer weiß gemacht, dass ich nichts erreiche wenn ich nicht gute noten habe. Ich hatte nicht nur alpträume und schlaflose nächte, ich hatte oft hohes fieber, bis es dann durch gewohnheit zuhause zu bleiben ‚bauchschmerzen‘ wurden…. Gott sei dank, hab ich meine zeit nicht in der schule verschwendet -.- ich mach gerade abi, weil heutzutage ohne abitur nichts mehr geht D: dieser druck auf einen ist so schlimm… nur keiner versteht das…. meine noten waren gut, aber ich hatte immer angst zu versagen, ich war faul jawohl, aber wie viele nächte hab ich vor einer klausur gelernt. Ich hab mir die augen ausgeheult. Ich wünschte unser Staat würde sich für uns interessiern… Wir sind irgendwann doch die zukunft…. ich will gar nicht wissen, was für hohe ansprüche die auf die nächste generation haben werden…. die armen…

  38. Hello! This post couldn’t be written any better! Reading this post reminds me of my good old room mate! He always kept talking about this. I will forward this page to him. Fairly certain he will have a good read. Thanks for sharing!

  39. Super Artikel. Ich stimme in den meisten Punkten zu. Margaret Mead ist allerdings auch schon wieder überholt, und was sie auf Samoa herausgefunden hat, konnte durch Restudies nicht belegt werden.

  40. Super Artikel. In den meisten Punkten stimme ich zu. In einem allerdings muss ich widersprechen: Margaret Mead ist mittlerweile überholt; ihre Forschungsergebnisse über Pubertierende auf Samoa konnten durch Restudies nicht belegt werden.

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