Finde den Rassismus

Am 23. April ist es wieder soweit. Alle Eltern, die sich nicht wehren, müssen ihre Kinder in den staatlichen Gehirnwäschereien anmelden.

Anlässlich der schönen und einladenen gelben Plakate, die nun die Mauern und Zäune der Schulen zieren, habe ich ein kleines Spielchen.

Es heißt: Finde den Rassismus

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Wer das sieht, weiß was die Kinder in Schulen erwartet.

Und hier noch ein kleines Lied über den Schultütenbetrug, den Link gab es von einem unserer Leser – vielen Dank:

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11 Kommentare zu “Finde den Rassismus

  1. Reinhard Mey hat drei inzwischen erwachsene Kinder, daher haben seine Texte einen sehr realen Bezug – er schreibt aus Erfahrung. Auch das Thema Schule taucht ab und zu bei ihm auf, und immer sehr passend.

    Erschreckend eigentlich, dass diese alten Lieder noch immer nichts an Aktualität verloren haben *seufz*.

    Darf ich den Link klauen, ich hätte da einige Abnehmer ?

  2. kann den Text des gelben Plakats auch nicht lesen. Selbst bei maximaler Vergrößerung. Einerseits verschwommen, andererseits reflektiert es zu sehr. Lust auf tippen, sunny?? 😉

  3. So, ich habe jetzt ein bisschen im Internet geschaut. Es ist die „Bekanntmachung über die Schulanmeldung“, respektlos und unleserlich an Zäune der Schulen geheftet. Eltern sind ja in einer Bringschuld gegenüber den Kindergefängnissen. Die Höhe der Anbringung war ungefähr 10 cm über dem Boden, so dass man sich bücken musste – erinnert ein bisschen an die Geschichte von Willhelm Tell.
    Schule ist einfach eine bodenlose Frechheit.

    Hier der ganze Text:
    http://www.schulamt-rosenheim.de/rundschreiben/slinfo-3-08-anlage.pdf (allerdings eine andere Version – besonders der rassistische Paragraph wurde weggelassen)

    ….
    Und hier der Teil, den ich meine (runterblättern, wer nicht selber suchen will)
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    II Anmeldung von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache

    Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache können nur an den zuständigen Sprengelschulen angemeldet werden.

  4. Warum?

    Das versteh ich nicht. Und die Frage, wenn ein Kind nichtdeutscher Muttersprache ist, ob die Eltern dies überhaupt dann verstehen? (Vermutlich sprechen sie auch eine andere Sprache als Muttersprache.)

    Das ist einfach absurd.

  5. Trotz dem bewegenden Lied „Faust in der Hand“, das seit langem in deutschen Homeschooler-Kreisen kursiert, ist Reinhard Mey leider ein Verfechter der Schulpflicht … Das finde ich ganz besonders traurig – da hat einer verstanden, die Gefühle des Kindes wunderbar aufgenommen und wiedergegeben, und dennoch verdrängt er. Was uns nicht umbringt, macht uns hart (und das gehört wohl dazu, zum Erwachsenwerden), oder so ähnlich lautet ja einer dieser besonders dummdeutschen Sprüche. Scheint letztlich auch Reinhard Meys Credo zu sein, oder wie soll man sich sonst erklären, daß er die Auslieferung (Opferung) des Kindes trotz allem richtig und gut findet?

  6. Wirklich? So einer ist das? Woher weißt Du denn das?
    Dieser Spruch „Was uns nicht umbringt macht uns hart“ ist einer der dümmsten Sprüche, die es auf der Welt gibt. Wer das befürwortet sollte selber man für ein paar Jahre in ein Gefangenenlager in Sibirien gehen oder in einer Goldmine in Afrika arbeiten. Dann sehen wir schon wie hart diese Leute danach sind (vorausgesetzt sie überleben es).
    Mein Lieblingsspruch ist: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Für beide Sprüche hat man übrigens schon das Gegenteil beweisen können.

  7. Schau mal hier, der Hinweis dazu findet sich im Archiv 2005, 12.4. vom Informationszentrum Leben ohne Schule.

    Stephanie Edel als Vertreterin des schulfreien Lernens stand damals allein auf weiter Flur, soviel wurde, wenn ich mich richtig erinnere, über die Sendung erzählt. Auch Herr Mey konnte sich nicht für den von Familie Edel bevorzugten Bildungsweg begeistern, obwohl Edels michtmal Unschooler (also keinesfalls radikal) sind bzw. waren, sondern eine Art sehr sympathische, kleine „Familienschule“ zusammen mit anderen schulfrei lebenden Familien führten.

  8. Das ist ja ein tolles Archiv. Was ich alles noch nicht kenne…. heieiei

    Ich kann mir schon vorstellen, dass Mey da komisch reagiert hat – ich weiß noch, wie ich das erste Mal von Homeschooling gehört habe. Gottseidank war das nicht in einer öffentlichen Talkshow – und gottseidank habe ich auch meine Gedanken für mich behalten. Die Wende kam ja dann… aber sehr langsam. Würde mich interessieren, was er heute sagt. Vielleicht sollten wir mal gezielt „Berühmtheiten“ anschreiben?

  9. Das „Informationszentrum Leben ohne Schule“ war die erste deutschsprachige (und deutsche) Unschooler-Website!

    Das mit dem Anschreiben von Berühmtheiten ist auf jeden Fall eine gute Idee. Wenn Du diesbezüglich was organisierst, bin ich dabei. (Es gab ja schon mal eine ähnliche Idee im Netzwerk Bildungsfreiheit, und es warten noch einige Bücher von Stefanie Mohsennia darauf, an solche Berühmtheiten, die uns vielleicht unterstützen würden, verschickt zu werden.)

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