Ein weiterer Besuch im Karlsruher Krankenhaus

Mummy 1000Sunny

Heute war erneuter Termin im Karlsruher Krankenhaus, diesmal mit Ultraschall.

Ich war ziemlich nervös, weil ich so einen enormen Druck im Bauch spüre, der mich ziemlich unbeweglich macht. Ich wusste ja nicht, ob das „nur“ Fruchtwasser ist, oder großes Teratom-Wachstum. Nun, es ist beides.

Das Teratom ist etwas schneller gewachsen als die kleine Robin, aber nicht übermäßig schneller. Allerdings sieht man dem Herz schon an, dass es deutlich mehr zu arbeiten hat. Es ist deutlich vergrößert, zeigt aber noch keine Anzeichnen von Schwäche. Das Fruchtwasser ist hauptsächlich für den Druck verantwortlich, davon hab ich wirklich reichlich zuviel.

Leider scheint auch die Versorgung der Robin eher in die untere Hälfte ihres Körpers zu wandern, als in die obere. Normalerweise ist der Kopf viel besser versorgt als die Beine. Deswegen wächst bei einer Unterversorgung der Kopf normal weiter, und der Bauch und die Beine bleiben zurück. In unserem Fall scheint das Teratom soviel von der Versorgung zu beanspruchen, dass es anders herum ist. Während der Kopf etwas klein für das Alter ist, ist der Bauch schon sehr groß. Diese Entwicklung war vor einem Monat noch nicht zu sehen, ausser vielleicht darin, dass die Oberschenkelknochen eher lang als kurz waren.

Bis zum Errechneten Geburtstermin wird Robin wohl nicht mehr durchhalten, außer das Teratom hört auf zu wachsen, wovon man aber einfach nicht ausgehen kann. Es wird von Ultraschall zu Ultraschall entschieden, je nach dem, wie es dem Herz geht.

Immerhin ergab die Gewichtsschätzung ein mutmaßliches Gewicht von 1100 g, was mich etwas beruhigt. Das gute Gefühl bei diesen Ärzten bleibt auch bestehen. Die Ärzte in Freiburg machten zwar einen professionelleren Eindruck als in Karlsruhe, aber auch einen sehr viel distanzierteren, und aufgesetzten.

In Karlsruhe bin ich mir sicher, dass die Ärzte alles für die kleine Robin tun werden, und auch ehrlich genug sein werden, zu sagen wenn etwas ihre Kapazitäten übersteigt. Da die Operation zwar langwierig ist, aber nicht ein empfindliches Organ das viel Spezialisten-Knowhow erfordert betrifft, ist es mir lieber dass das Ärzte machen, die für das Leben des Babys operieren, als welche, die ihren Job machen. (Natürlich habe ich nicht alle Ärzte aus beiden Häusern in der Tiefe kennengelernt. Ich spreche aus dem Gefühl heraus, das ich in beiden Krankenhäusern gewonnen habe.)

Am Mittwoch ist dann großes Treffen und gemeinsames Beratschlagen mit allen betroffenen Ärzten (Gynäkologie, Chirurgie, Intensiv-Ärzte), und uns.

(Kleine Geschichte am Rande: Im Wartebereich saßen 2 andere Frauen mit dicken Bäuchen. Papa 1000Sunny glaubt mir nicht, dass ich wirklich viel größer bin, als ich sein sollte. Er meint, ich bin immer sehr groß. Nun, heute fragte er also die beiden Damen, die beide gleich oder kleiner als ich waren, nach ihrer Schwangerschaftswoche. Sie waren 37 (so groß wie ich) und 32 (deutlich kleiner) Wochen schwanger. Jetzt ist also das auch geklärt. )

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Ein Kommentar zu “Ein weiterer Besuch im Karlsruher Krankenhaus

  1. Robin erinnert mich an How I met your Mother..wer hat denn den Namen ausgesucht?;) seid ihr wieder vereint und kämpft zusammen an der Unschoolingfront? Ich hoffe die Schwangerschaft verläuft nicht zu gefährlich in dem Sinne alles Gute für euch, Heiko.

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