Am See

Gestern waren wir wirklich 7 Stunden am See! Ich bin für meine Verhältnisse sogar sehr viel geschwommen 🙂 und es war so anstrengend, dass wir uns am Abend nur knapp ins Bett retten konnten – ohne auf dem Weg dorthin schon einzuschlafen. Es ist aber auch praktisch gerade mal 5 Minuten mit dem Fahrrad zum See zu haben, und praktisch keine Straße überqueren zu müssen.

Am See haben wir einen richtig großen Fisch gesehen, ungefähr so groß wie Chopper – und der ist jetzt 6 Jahre – bald sieben. Der Fisch lag im Todeskampf (und Fische im Todeskampf sind kein schöner Anblick), vielleicht hatte ihn ein Reiher gepickt, ein Fischer verletzt, oder ähnliches.

Die Kinder stellten dann alle möglichen Fragen ( wie es sein kann, dass Augen platzen und so weiter – die Augen waren auch Hauptfokus der Faszination). In der Stadt hat man meistens ein sehr romantisches und idyllisches Bild der Natur und kommt gar nicht auf die Idee dass es in der Natur und bei Tieren wirklich brutal zugeht und wenn dann mal Augen platzen, kommt kein Doktor und verbindet sie, kein Designer um eine Gucci-Sonnenbrille darauf zu setzen und auch und man kann auch nicht – wie im Kino – erklären es sei alles nur Schminke und Specialeffects.

Es ist einfach so wie es ist und der Tod beendet das Leben. Und diese Idee versuchen wir ja gekonnt in unserer Zivilisation vor uns zu verstecken und verstecken auch jedes Lebensalter in einer abgetrennten Einheit.

Aber wir sahen auch andere Dinge, wie einen Schwarm von Babyfischen, die sich an einer seichten Stelle im warmen Wasser sonnten. Und sobald man nur etwas näher kam, setzte eine riesige Fluchtbewegung ein, so dass es aussah, als ob der Boden sich bewegte und manch kleiner Fisch aus dem Wasser heraus über 5 andere hinwegsprang.

Etwas später suchte uns dann ein Schwan auf, er kam wirklich immer näher und machte drohende Geräusche. Bis ich Sanji beiseite nahm und dem Schwan Baguette-Stücke vorwarf. Das befriedete ihn für einige Zeit, doch er kam für eine zweite Ladung wieder und erst dann schwamm er davon.

Später im Wasser schwamm er mir wieder über den Weg, zum Glück diesmal waren die Kinder am Strand und ich ging auch in sichere Entfernung.

Zur Zeit haben wir kein Internet und ich muss immer an die deutsche Grenze, wo ich mobiles Internet habe. Da sitze ich dann – wie jetzt – auf einer Bank und die Pferde 3 Meter entfernt wiehern und machen seltsame Blökgeräusche. Komisch diese Natur 🙂

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