Exploring

Heute waren wir „exploring“ (also erforschen). Wir sind zum Altrhein gefahren und sind dort jedem Weg nachgefahren (natürlich alles auf dem Fahrrad). Es war so schön, der ganze Weg war ein kleiner Pfad mit einer Menge Schlaglöcher (und Sanji hat sich über jedes einzelne Schlagloch gefreut). Links und Rechts waren wundervolle grüne Bäume und manche davon waren sogar Kinderkletterbäume – in denen dann auch bald 2 Kinder hingen und riefen: „Mummy look how high I’m are already!“ oder „Daddy, schau wie weit oben ich schon bin!“

Hinter den Baumreihen, die unseren Weg säumten erstrecken sich Felder (alle ausgetrocknet, da es hier zur Zeit nicht regnet, sondern nur die Sonne scheint) bis hin zu den Hügeln. Als wir dann noch mehr in Richtung Rhein kamen war da auf einmal ein riesengroßer Baggersee – auf der rechten Seite. Und auf der linken Seite war immer noch der Altrhein – zugewachsen mit Schilf, als ob es ein Sumpf wäre. Der Pfad wurde immer holpriger und wir fuhren einfach weiter und weiter, durch Grün und Grün.

Vorbei an verschiedenen Lichtungen mit wundergemütlichen, schattigen Einstiegsstellen in den Baggersee. Es war märchenhaft – wie so vieles hier. Bis wir dann endlich auf eine Lichtung kamen wo zwei lange Seile an einem Riesenbaum hingen, zum dranhängen und reinspringen ( für besonders mutige ). Auf einem der Felder ging dann noch ein Fasan hin und her. Auf einmal fing er an zu rennen – meine Güte, ich wußte nicht, wie schnell Fasane sind (ich glaube er hatte uns bemerkt).

Auf dem Rückweg haben wir dann noch die Bahngleise und den Bahnhof angeschaut. Die Tür zum Weichenhäuschen war offen und ich bin mit den Kindern hochgegangen, wo uns eine Dame begrüßte. Wir fragten sie, ob wir reinkommen dürften und uns alles anschauen dürften. Drinnen erklärte und zeigte sie uns dann das letzte mechanische Stellwerk in Frankreich – es war zwar auch ein Computer da, doch der war nur für die Durchsagen. Die Weichen und Signale wurden noch mit riesigen Hebeln bedient, die über Stahlkabel alles bewegten. Sie stellte sogar ein paar Weichen für uns um – das war wirklich nett.

Danach sind wir noch ein bisschen über die Felder und zum Sonnenuntergang auf einen Spielplatz der fast ganz in Rosa getaucht ist mit den ganzen Blüten seiner Bäume.

Ein Lob darauf, dass Deutschland nur ein Grenzstreifen ist, aus dem man ohne Probleme auswandern kann und so das Leben mit seinen Kindern richtig genießen kann.

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