Angekommen

Puh! Knapp ein Monat nach dem letzten Blogeintrag übers Fahren-Üben sind wir nun endlich in Frankreich angekommen. Endlich. Vor einem Jahr war ich auf der „Höhe“ meiner Angststörung und konnte nicht einmal 10 Meter vom Haus weggehen und jetzt habe ich es nach Frankreich geschafft.

Wir haben uns in München einen Wohnwagen gekauft und dann ging es erst mit kleinen Schritten los und dann wurden die Schritte immer größer, hin zu richtigen Sprüngen.

Jetzt sind wir erst einmal angekommen und ich will mich erst einmal zurück lehnen. Nun gilt es erst einmal auszuhalten so weit weg von München zu sein. Zusätzlich sind wir noch auf einer kleinen Anhöhe und das ist auch ein Trigger für meine Angst.

Wie dem auch sei. Wir haben es geschafft und es ist so befreiend nicht mehr über die Schulpflicht als Bedrohung nachdenken zu müssen. Es hilft das ganze viel wissenschaftlicher und sachlicher zu betrachten. Zumal sie ja ein interessantes Phänomen in einer „Demokratie“ ist.

Mummy1000Sunny hat sich super geschlagen und liest jetzt noch Little Dorrit zu Ende und dann stürzt sie sich auch wieder ins Geschehen.

Nami geht es super und sie klettert von Tag zu Tag auf höhere Dinge (Mauern, Pfosten, usw. )

Chopper hat immer noch seine Stimmungsschwankungen, aber diese „Whinges“ werden weniger. Dafür hat er sich gestern eine neue Aufgabe übereignet – er schnallt seinen kleinen Bruder Sanji im Auto an und spielt dabei ganz süß mit ihm (wir haben das die „Adulties“ genannt).

Sanji spielt jedes Ballspiel, das er sieht. In Phase 1 starrt er minutenlang die Spieler an (sei es Volleyball, Fußball oder Tennis); in Phase 2 sucht er sich die nötigen Dinge und in Phase 3 schließlich spielt er es selbst – stundenlang.

Jetzt stehen wir mit unserem Wohnwagen erst einmal bei neuen Freunden, die auch Kinder haben und die Kinder verstehen sich prima.

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8 Kommentare zu “Angekommen

  1. Ein schöner Bericht, mir fällt gleich mit Euch ein Stein vom Herzen. Freue mich , daß Eure Kinder so unbeschwert aufwachsen dürfen und wünsche Euch wunderbare Stunden in guter Stimmung. Von Herzen, Birgit

  2. Meine Freundin Birgit wollte unbedingt diesen netten Kommentars senden, als ich Ihr den Artikel zeigte. Sie ist ganz begeistert von Euch. Ich schließe mich an und sage:“Respekt vor Eurem Mut“ Das nenne ich wirklich Liebe zu Euren Kindern. Liebe Grüße, Layla

  3. Ach, was beneide ich Euch! Viel Glück und Freude im schönen und (schul)freien Frankreich! Wir schmieden weiter unsere Pläne und werden wohl eher gen Norden wandern so bald es eben geht. Ach, du armes Deutschland, dass du nur wegen der verbohrten Schulpflicht so tolle Familien verlierst…
    Alles Gute für Euch und liebe Grüße!

  4. Ich finde es klasse, dass man wählen kann wo man wohnt. In Frankreich gibt es vielleicht keine Schulpflicht, aber dafür Mr. Sarkozy und andere sehr gewöhnungsbedürftige und zentralistisch organisierte Dinge. Flucht aus Deutschland ist die eine Möglichkeit, kämpfen die andere und die Kinder anhand der Schulpflicht gegen Totalitarismus und blindem Autoritätsglauben stählen die dritte. Ich bin sehr gespannt, wie es Euch in Frankreich gefällt.

  5. Ihr habt einiges, was viele hier nicht haben:

    durchblick
    mut
    zusammenhalt

    und hoffentlich stets die Sonne im Gesicht und den Wind im Rücken.

    Alles liebe an der kleine Familie!

  6. Wow! Vielen Dank für die vielen lieben, ermutigenden Kommentare.
    Jetzt gilt es zu schauen, wie schulfrei Frankreich wirklich ist, oder wie bereit für eine zweite Revolution 🙂

  7. Schön, dass ihr angekommen seid, habe ich schon gehört. Wünsche euch alles Gute da drüben (ich mag das Elsaß) – vielleicht sieht man sich ja mal wieder irgendwann, irgendwo..

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