Zu viele Projekte

So, jetzt ist es ungefähr 2 Wochen her, dass die Diplomarbeit abgegeben wurde (oder 4 Wochen…? ).

Anstatt dass wir weniger Arbeit haben – was wir erwartet hätten – haben wir jetzt viel mehr Arbeit. Kiloweise! Nein, Tonnenweise!

Deswegen komme ich auch fast gar nicht mehr zum Schreiben.

Seitdem Mummy1000Sunny „frei“ hat/ist – können wir endlich mit dem Auto üben. Zuerst habe ich es mir gar nicht mehr zugetraut überhaupt einen Meter zu fahren und jetzt sind wir schon in den umliegenden Ortschaften. Gestern waren wir sogar in der … Innenstadt. Ich wollte ungefähr 2000 Mal umkehren, aber irgendwie ging es trotzdem immer weiter. Bis zum Hauptbahnhof! Dort sind wir ausgestiegen (15 Minuten parken= 1 € ) und dann durch die Bahnhofshalle gewandert. Leute an Hauptbahnhöfen sind irgendwie noch zombiger als im Rest der Stadt. Dann sind wir sogar noch weiter gefahren, bis zur Theresienhöhe. Aber dann hat es mir wirklich genügt und wir sind ganz entspannt zurückgefahren.

Solche Übungssessions dauern oft bis zu 4 Stunden und je abgeschlossener sie sind („Boah, das war jetzt aber was… ab nach Hause mit uns“), desto abenteuerlustiger werde ich („Ach, wir könnten hier noch nach Links und das noch ausprobieren…“).

Zusätzlich haben wir uns ein paar Spiele aus der Bibliothek geholt und ich spiele jetzt wieder mehr mit Chopper und Nami.

Der kleine Sanji macht sich super. Es ist unglaublich, wie aktiv er schon am Familienleben teilnimmt.

Mummy1000Sunny plant jetzt auch schon den Umzug nach Frankreich und hat schon die ersten Wohnungen ausgesucht und angeschrieben. Zusätzlich bewirbt sie sich noch bei allen möglichen Firmen und wir sind gespannt, was dabei herauskommt.

Und zu guter Letzt habe ich nun endlich den Weg gefunden, auf dem ich gut an der Demontage des industriellen, gebäudeorientierten Lernens beitragen kann. Aber das ist ein bisschen ein Geheimprojekt – und dieses beansprucht zur Zeit am zweit/drittmeisten Ressourcen.

Ich kann es mir gar nicht vorstellen, dass ich in irgendeine Firma jeden Tag gehe und einen Bürostuhl aufwärme, ein bisschen auf der Tastatur rumdrücke und mit ein paar Kollegen um die Gunst des Chefs wetteifere. Dafür hat man viel zu viel Arbeit damit Herr über sein Leben zu werden, einen Sinn darin zu finden und ihn zu verwirklichen, als dass man auch noch für solche Kinkerlitzchen Zeit hätte.

Gottseidank haben wir Josef Kraus und seine heilige Armee derer, die uns erzählen, dass es genau andersrum ist. Dass unser Leben in den Büroräumen stattfindet und dass die Karriereleiter ein Maßstab unserer Selbstverwirklichung ist. Wenn wir die nicht hätten, dann würden wir diesen Quark nämlich alles nicht glauben – und wer würde dann noch die Bibliotheken aufsperren/Bücher einräumen und Zapfsäulen wienern? Und die wichtigste Botschaft: Alles, was außerhalb von bezahlter Arbeit stattfindet ist Hobbyismus und trägt zu gar nichts bei, außer der Entspannung zu dienen, die man für die Arbeit benötigt.

Hier jedenfalls stimmt das Gegenteil. Man kann gar nicht genug Frei(z/h)eit haben. Wenn man sich nicht in alltäglichen Routineaufgaben verliert und alle Familienmitglieder sich ständig weiterentfalten, dann gibt es bald so viele Projekte, dass jeder Tag immer zu kurz ist. Und Worte wie „Langeweile“, „Zeittotschlagen“, „Zeitvertreib“ u.ä. grenzen ans Absurde.

Puuuh. Jetzt aber schnell schlafen, morgen ist wieder viel zu viel zu viel zu tun.

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3 Kommentare zu “Zu viele Projekte

  1. …dein geheimes Projekt interessiert mich jetzt aber! *neugierigbin*
    Bitte um baldige Enthüllung! 🙂

    …und ja…Langeweile…was ist das?? Unsere Tage sind immer viel zu kurz!

  2. Ich schätze, 1000Sunny schreibt dies, um nur die Werbeeffekt zu erhöhen. Genauso wie damals JR angeschossen wurde und die Sendung Dallas unmittelbar vor der Sommerpause damit beendete, mit der Frage „Who shot JR Ewing?“… und alle rätselten und mussten warten, während die Gerüchteküche weiter vor sich hin köchelte und die Neugierde wuchs…

    1000Sunny, Sensei… 😀

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