Eine rabige Woche

Diese Woche hatte ich die Kinder die ganze Zeit (also bis auf Abends und kleine sporadische Stillpausen).

Der Plan ist, dass ich mein „Gehen“ etwas zurückfahre und wir dafür 100% unserer Kräfte auf Mummy1000Sunny’s Diplomarbeit legen.

Gesagt, getan.

Diese Woche hatten wir dann auch zufällig gleich 3 Treffen mit anderen Rabeneltern – das ist eine Initiative in der sich Eltern zusammentun, die einfach die Zeit mit ihren Kindern genießen wollen und sie gleichberechtigt behandeln wollen.

Das hat den Kindern so gut gefallen, dass sie Freitag früh sofort sagen: „Ich will zu den Rabeneltern“. Ich musste ihnen dann klar machen, dass es am Freitag erst um 15 Uhr beginnt. Bis dahin haben wir dann noch Grießbrei gemacht. Die erste Portion wurde sofort gegessen (Nami in der Hängematte und Chopper auf dem Trampolin). Die zweite Portion habe ich ein bisschen versemmelt, da ich immer wieder wegging um etwas für das Finanzamt zu schreiben (das sind die, die eine Brieffreundschaft mit jedem Bürger pflegen möchten. Vorsicht! Sekte! Sobald man ihnen einmal viel Geld gegeben hat kommen die immer wieder). Die dritte Portion hat Nami dann von Anfang bis Ende sanft umgerührt und der Brei ist so lecker und cremig geworden, dass ich den Geschmack am liebsten fotografiert hätte. Die beiden Portionen haben wir dann zusammengepackt und zum Rabentreffen mitgenommen.

Auch ansonsten waren wir jeden Tag draußen und es ist unglaublich schön – durch die Gestalttherapie sehe ich die Welt mit ganz anderen Augen und genieße es richtig in den Eindrücken zu baden und die Farben und Formen zu entdecken, an denen ich Jahrzehnte einfach so vorbei ging.

Am Kindergartenspielplatz (so etwas gibt es hier in der Nähe, da benützt ein Kindergarten einen ganz normalen Spielplatz und man hat damit oft sehr viele Kinder dort) kam auch ein Mädchen auf uns zu und sagte: „Ich komme dieses Jahr in die Schule – weil ich bin schon 5 und werde 6“.

Ich fragte sie dann: „Freust Du Dich?“

Sie: „Ja“

Da es aber klang, als ob sie eine Nummer aus dem Telefonbuch vorgelesen hätte, fragte ich noch weiter: „Warum“

Sie: „Weiß ich nicht“

Die war wenigstens noch ehrlich. Die meisten 5-jährigen schwärmen einen ja zu, wie toll die Schule ist und was man dort alles lernt, wie sie sich freuen und was für gute Manieren sie bald haben werden (!) .

Auch trafen wir auf der Straße einen aus der 3.ten Klasse und der redete schon ganz anders über die Schule. Seine Mutter war gleich noch cooler und sagte, dass sie auch sofort verweigern würden, wenn sie dürften. Da hat sich im letzten Jahr aber ganz schön was getan in Deutschland.

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Ein Kommentar zu “Eine rabige Woche

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