Freie Bildung ohne Schule

Nachdem der Schupfli Josef Kraus gestern gezeigt hat, wie wenig er sich vorstellen kann, will ich hier mal zeigen, wie Bildung ohne Schule aussehen könnte:

1. Die Leute, die ihre Kinder nicht zur Schule „schicken“ *und* sie qualitativ hochwertig zu Hause unterrichten – die bekommen das Schulgeld einfach in Bar oder nach dem kanadischen Modell (hier bekommt es die Schule, unterstützt die Kinder aus der Ferne und gibt den Eltern die Hälfte).
Die Qualität wird wie in Frankreich geprüft (dort macht man jedes Jahr eine Prüfung über 4 Stunden zu Hause beim Kind) oder wie in Kanada (da macht das die kooperierende Schule nach eigenem Konzept).
Ich denke dieses würde vielen, besonders aus der Unterschicht helfen – dieses Modell in Anspruch nehmen zu können.
2. Die Geldfrage ist eigentlich immens – jetzt hat Homeschooling jedoch den Vorteil, dass man daraus sehr viel Freude schöpfen kann und sich langsam unabhängig von dem Konsum machen kann. Man verbraucht also viel weniger Geld und lernt bescheidenere Freuden zu genießen. Oder findet andere Wege
3. Qualifikation: Dieses ist ein anderes Thema. Hier gibt es aber mittlerweile im Internet so viel Hilfe, dass man dieses abhaken kann. Die Eltern brauchen diese Kompetenzen in Wahrheit nicht. Wichtig ist aber: Ein ehrliches und offenes Interesse am Kind. (Das ist eigentlich das Wichtigste)
4. Staatliche Hilfe: Man könnte diesen Eltern auch staatlich beistehen. (Man bedenke, die Schule kostet ca. 500€ mtl/Kind) . Homeschooling-Starter-Paket (CDs, DVDs, Internet-Adressen, Mitgliedschaft in einer Fernschule (z.B. Clonlara), Büchereiausweis)
5. Schule ohne Mauern: Man könnte Stadtteillehrer bereitstellen, der die Kinder auf Anfrage besucht oder der in einem Nieder-Schwelligen-Angebot zur Verfügung steht (z.B. hier Maulwurfshausen oder Kinder- und Jugendfarm; Mini-München).
6. Man könnte die nieder-schwelligen Angebote einfach ab 8 Uhr öffnen und besser ausstatten, so dass viel mehr Menschen Homeschooling machen können (Home bedeutet nicht Haus, sondern die ganze Umgebung, Nachbarschaft). In diese Angebote könnten Kinder dann auch außerhalb der Schulzeiten ausweichen.
Es ist unglaublich, was man alles tun könnte, wenn man sich von der Schulpflicht befreit. Dann öffnet sich ein großes Feld voller Lösungen, die wir aktuell alle verbieten – bloß weil wir uns von einem antiquierten Gedanken nicht lösen können.
Interessantes Beispiel sind auch die Eltern-Kind-Koops dort schließen sich Eltern zusammen, und arbeiten, erziehen, helfen und entlasten sich gegenseitig. Das sind also gut ausgestattete Büros mit Spielräumen und Grünfläche.
Noch ein Punkt: Eltern, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie das Geld auch wirklich in die Bildung investieren könnte man am Anfang engmaschiger Kontrollieren. Oder einen erfahrenen Homeschooler zur Seite stellen (da gibt es ja mittlerweile genug in D), der ihnen beiseite steht und es im Umkehrschluss aber auch meldet, wenn er sieht, dass die Eltern kein Interesse an der Bildung ihrer Kinder haben.
Im Gegenzug werden natürlich die Kontrollen grobmaschiger, wenn der Staat sieht, dass die Kinder blühen und gedeihen.
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Ein Kommentar zu “Freie Bildung ohne Schule

  1. „wenn der Staat sieht, dass die Kinder blühen und gedeihen.“… der Staat etwas sehen? Naaaaa….

    Das setzt voraus (wie dein ganzer Beitrag, eigentlich), dass der Staat ein Interesse an Einzelnen aufbringt…

    Wie Du schreibst: Es ist unglaublich, was man alles tun könnte, aber da der Staat keinerlei Interesse daran hat, dass man was tut (kreativ) sondern was tut (diktatorish), wird das auch… ach, ich möchte so gern optimistisch über den deutschen Staat schreiben…

    Ich höre jetzt auf.

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