Lesen lernen in der Schule?

Man hört es landauf landab. Lesen lernt man nicht nur in der Schule, sondern die Schulpflicht sorgt auch dafür dass mehr Arme lesen lernen und Bücher bekommen.

Ja die Anzahl der Analphabeten soll sich sogar durch die Schule verringern.

Als Deschooler hegte ich da natürlich meine Zweifel.

Und was fand ich: Eine Untersuchung des Historikers Harvey Graff

Er behauptet:

From another perspective, the historian Harvey Graff has argued that the introduction of mass schooling was in part an effort to control the type of literacy that the working class had access to. According to Graff, literacy learning was increasing outside of formal settings (such as schools) and this uncontrolled, potentially critical reading could lead to increased radicalization of the populace. In his view, mass schooling was meant to temper and control literacy, not spread it.

Literacy has also been used as a way to sort populations and control who has access to power. Because literacy permits learning and communication that oral and sign language alone cannot, illiteracy has been enforced in some places as a way of preventing unrest or revolution. During the Civil War era in the United States, white citizens in many areas banned teaching slaves to read or write presumably understanding the power of literacy. In the years following the Civil War, the ability to read and write was used to determine whether one had the right to vote. This effectively served to prevent former slaves from joining the electorate and maintained the status quo.

Das bedeutet also, dass man nicht nur manchen Leuten gezielt das Lesen vorenthält, sondern allen das „echte“ Lesen vorenthält, damit sie nicht zu „Parallelgesellschaften“ werden – was ein echtes Lesen mit sich bringen würde. Denn wir wissen, dass Bücher um einiges mehr enthalten, als das was Politiker behaupten – und oft sogar das blanke Gegenteil.

Zum anderen bedeutet es, dass Lesen als Mittel der sozialen Selektion benützt wird und an manchen Stellen sogar forciert wird. Eine sogenannte Analphabetisierung. Diese Analphabetisierung hat unseren ganzen Innenministern aber nichts gebracht. Die Migranten haben vor kurzem die Vereinigte Migrantenpartei gegründet.

Wir gratulieren und wünschen euch, über die 5 % Hürde zu kommen. Es wird Zeit, dass eure Kinder Muttersprachunterricht bekommen, wie von Pädagogen gefordert und von Politikern verhindert.

Lasst Euch nicht weiter absichtlich analphabetisieren.

Jetzt haben wir Historiker, Soziologen und Pädagogen, die behaupten, dass die Schule gezielt zur Verblödung eingesetzt wird – bin gespannt, wann es sich zum Volk rumspricht. Da heute die Bild-Zeitung tönte: „Wir haben diese neue Regierung“ – steht die Chance schlecht. Denn Schulen trainieren alle, genau auf das Niveau diese Zeitung zu lesen (nämlich das Niveau der 3.ten Klasse, danach stagniert das Textverständnis, und erhohlt sich dank Vorlesungen nicht mal an der Uni; bis dann endlich die Diplomarbeit kommt).

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Ein Kommentar zu “Lesen lernen in der Schule?

  1. Ja, da scheint wirklich etwas dran zu sein. John Taylor Gatto sagte 1990 in seiner wegweisenden Rede „Warum Schulen nicht bilden“ ( http://christlicheraussteiger.wordpress.com/2009/05/23/warum-schulen-nicht-bilden ):

    „Das Büro von Senator Ted Kennedy gab ein offizielles Dokument heraus, wonach vor der Einführung der Schulpflicht 98% der Einwohner des Staates (Massachusetts) lesen und schreiben konnten; danach blieb die Ziffer ständig unter 91%, wo sie heute noch ist. Ich hoffe, das interessiert Sie.“

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