Merkel läßt Ebay sperren

Nachdem die Bundesregierung mit der „Umweltprämie“ den Konsum ankurbeln konnte und wahlentscheidende Arbeitsplätze retten konnte, droht nun neues Unheil.

Dieses mal wieder direkt aus den Tiefen des Internets. Die Gefahr kommt in einem unscheinbaren 3.2.1-meins daher und ermöglicht es Menschen ihren alten Müll nicht mehr einfach Wegwerfgesellschaftskonform wegzuwerfen, sondern diese als sogenannte „gebrauchte Güter“ an Interessenten zu verkaufen.

Diese Form des Flohmarktes ist aufgrund seiner Größe, Vielfalt und dauernden Erreichbarkeit nicht zu unterschätzen. Viele Menschen kaufen sich mittlerweile schon gar keine neuen Sachen mehr, sondern nehmen einfach gut Erhaltenes vom virtuellen Nachbarn. Auch die Mehrwertsteuer fließt bei diesem Konzept nur einmal.

Ökonomen fürchten schon sinkende Müllberge. Ein ungenannter Berater der Regierung äusserte sich kritisch: „Diese Art Tausch-Markt stellt uns vor ganz neue Probleme, sie untergräbt direkt unsere Immer-Mehr-Fressen-Kotzen-Und-Dann-Noch-Mehr-Fressen-Philosophie, die im Volk als ‚Wirtschafts-Wachstum‘ bekannt ist.“

Ein ganz neues Problem stellen diese Gebrauchtwarenhändler2.0 dar. „Sie pflegen ihre Sachen, da sie auf einen möglichst hohen Wiederverkaufswert hoffen. Die Gier dieser Leute scheint unersättlich“. Der gesamte Kapitalfluß verstärkt sich zwar, aber geht komplett an der Zentralregierung vorbei. Die meisten Händler sind privat und haben kein Gewerbe angemeldet. Sie versteuern ihre Gewinne nicht.

Ein Insider verrät: „Ich verkaufe oft Dinge für denselben Preis, zu dem ich sie gekauft habe. Der höchste Preisverfall geschieht bei Verlassen des Ladens – und aufbrechen der Zelophan-Verpackung. Ich kaufe die meisten Dinge für 1/3 des Preises und verkaufe sie für 1/4 – das bedeutet pro 1 €, den ich im Laden zahle würde, zahle ich bei Ebay 8 Cent.“

von/zu Guttenberg äußert, dass es mehrere Wege gibt, alte Ware dennoch aus dem Verkehr zu ziehen, unter den Optionen stehen:

1.) Sperrung von Ebay, Quoka und weiteren illegalen Tauschbörsen

2.) Den Ikea-Feiertag, an dem alle Leute ihren alten Kram aus dem Fenster werfen, auch hier zu etablieren. Wichtig dabei ist, dass man noch mehr Leute in noch höhere Hochhäuser packt.

3.) Karneval und Hau-Weg-Den-Schrott-Prämien

und als letzte Option bleibt natürlich der Krieg.

„Krieg war schon immer die beste Option um weiteres Wachstum zu generieren. Wenn wir schon alles haben und uns nichts mehr neues zu produzieren einfällt, dann müssen wir eben wieder alles vernichten, damit die Fabriken wieder alles produzieren können und die Menschen dort arbeiten können, damit sie sich alles neu kaufen können. Das Ziel unserer Regierung ist Vollbeschäftigung und dazu stehen wir, das sind wir unseren Wählern schuldig.“

Dies würde auch das Problem der Waffen-Akkumulation lösen. Die heutigen Regierungen können ihren Wählern schon gar nicht mehr erklären, warum sie immer mehr Waffen produzieren und erforschen.

„Im kalten Krieg da konnten wir die Overkill-Quoten noch in der Zeitung unter patriotischem Gejubel veröffentlichen. Das Gleichgewicht des Schreckens (engl. „Mutual assured destruction“ kurz: MAD) war ein spannendes und unterhaltsames Spiel für Politiker“ – lässt die US-Regierung verlauten. Ebay ist ein internationales Problem geworden, dass vielleicht eine internationale Lösung erfordert. Krieg wäre das Mittel, mit dem zugleich eine Chancengleichheit auf Vollbeschäftigung auf für alle Länder erreicht werden könnte.

Das Internet stellt die Politik vor neue Probleme. Doch neue Antworten werden jeden Tag entwickelt:

PS: Das ist natürlich alles Satire – der Eintrag, was wirklich los ist kommt morgen 🙂

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