Voucher – Lehrer – Eltern – Schüler – Aus Feind wird Freund

Vieles mussten sich die Lehrer in der Vergangenheit gefallen lassen.

Das Lehrerhasser-Buch kam raus, Benotungsbörsen eröffneten im Internet, Lehrern wurde unterstellt (teilweise wissenschaftlich untersucht) die untersten 20% eines jeden Abiturjahrgangs auszumachen, der Playboy stellte fest, dass Lehrer so attraktiv sind wie GEZ-Eintreiber aber zumindest attraktiver als Zuhälter (und die Bild veröffentlichte das als die Berufe mit dem geringsten Sexappeal) usw.

Die Politik wollte darauf antworten mit verschiedenen Programmen zur Aufwertung des Lehrerberufes antworten. Ein Vorschlag handelte sogar darüber, dass Lehrer auf speziellen Lehrerfesten ihre Hobbies und ihr Privatleben preisgeben, um zu zeigen, dass auch sie Menschen sind.

Ich will mich nun auch mit einem Vorschlag beteiligen, der Lehrer, Eltern und Schüler wieder zu einer Allianz verbünden soll (zum Leidwesen von manchen Politikern, die nach dem Motto „Teile und Herrsche“ leben).

Das Modell ist eigentlich alt, es sind Gutscheine, die den Schulgebühren decken. Diese Gutscheine werden an Familien vergeben und sie können die Gutscheine bei der Schule ihrer Wahl einlösen.

Der Mechanismus der aus Schüler und Lehrer eine Allianz macht ist folgender:

– Suchen sich die Schüler die Schule aus (und indirekt die Lehrer, von denen eine Kurzvorstellung im Internet stehen sollte), so fühlen sie sich dieser verbunden. Werden sie einfach zugewiesen und ihnen fehlt die Wahl, so reagieren manche mit Trotz. Bei manchen sorgt so eine Wahllosigkeit für ein fehlendes Glücksgefühl, was wiederum zu Respektlosigkeit führt.

Der Mechanismus der aus Eltern und Lehrern eine Allianz macht ist folgender:

– Die Lehrergewerkschaften fordern aktuell immer mehr Mittel für die Schulen (also mehr Gehälter für die Lehrer, oder kleinere Klassen als Arbeitsentlastung). Dieses schlägt auf der anderen Seite natürlich steuerlich durch. Gewinnen die Schulen, so verlieren indirekt die Familien. Viele argumentieren, dass ja die Reichen eigentlich den Armen die Schulen bezahlen müssten, aber die Reichen haben Anwälte und Steuerberater (und das Ausland). Zusätzlich besitzen die Reichen auch die Firmen und holen sich ihren Gewinn schon dort ab, wo am meisten zu holen ist (in der Masse – Mittelschicht, Unterschicht). Würde man auf Vouchers umstellen, so müssten die Lehrergewerkschaften für eine Erhöhung der Vouchers plädieren. Dieses würde den Eltern auch passen (ließe man den Voucher auch für andere sinnvolle Bildungsausgaben zu). So würden Eltern und Lehrer + Lehrergewerkschaften auch hier zu Partnern.

Diese Idee ist sehr einfach und schnell umzusetzen und wird in immer mehr Ländern erfolgreich praktiziert.

Und wenn man dazu den Schulen Autonomie zugestehen würde, dann säßen Familien und Lehrer bald an einem Tisch und berieten darüber, wie sie ihre Schule haben wollten.

Was haltet ihr davon?

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