Die wichtigen Dinge des Lebens

Vor ein paar Tagen hat Chopper angefangen das Spielzimmer aufzuräumen und alle Betten zu machen. Er fragt uns, was “hilfreich” ist und wann ein Mensch nützlich ist und wir wundern uns – Menschen nach dem Nutzen festzulegen. (Ich denke es hat etwas mit dieser Disney Variante von Winnie Pooh zu tun und Thomas the Tank Engine).

Wie dem auch sei, ich denke gerade über einen Blogeintrag nach, wie gut doch alles funktioniert und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Irgendwie war der Blog von Anfang an daran orientiert zu zeigen, dass Unschooling/Homeschooling auch funktioniert – und vielleicht sogar bessere Ergebnisse liefert. In dieser Richtung war es auch eine kleine Forschungsreise für uns.

Aber jetzt ist es uns mittlerweile klar. Die Sch… ist absurd, pervertiert und ineffizient. Ein falscher Gedanke und falsch umgesetzt. Unschooling dagegen ist das pure Leben und straft alle Schulreformer als naive Utopisten oder verblendete Schulfundamentalisten.

Und nachdem wir das alles wissen könnten wir doch eigentlich darauf aufhören, darauf zu achten, wie gut die Kinder doch funktionierten. Wie toll und erwartungsgemäß sie ins Bett gegangen sind. Denn das sind doch nicht die Dinge, an die wir uns in 10 Jahren erinnern wollen.

Wir wollen die schönen und besonderen Momente. Die Tage voller Freude und die Augenblicke mit Tränen der Rührung. Den Wind der Freiheit und die Wärme der Geborgenheit, die uns umgeben. All das macht Kinder und ein Leben lebenswert.

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8 Kommentare zu “Die wichtigen Dinge des Lebens

  1. Das finde ich ehrlich gesagt fragwürdig an manchen Bloggs, in denen die Eltern über ihre Kinder schreiben. Als ob sie damit angeben wollten, wie toll doch ihre Kinder sind. Wie gut IHRE Methode gegenüber den anderen ist. Kinder als Bestätigungsprojekt der ehrgeizigen Eltern?

    Freut mich, dass es bei euch nicht so ist!

  2. Zurückgefragt: Sind nicht alle Eltern ehrgeizig in dem Sinne, dass sie nur das beste für ihre Kinder wollen? Auch dieser Blog handelt, wollte man es böse formulieren, von den wundervollen unschooler Erfolgen ehrgeiziger Eltern, die unbedingt beweisen wollen, wie toll es mit unschooling klappt.
    Angeben, stolz sein, die eigenen Erziehungsunsicherheiten ein bißchen im griff zu haben glauben: wo ist da genau die Grenze?
    Die einzige Hoffnung: die Kinder machen eh was sie wollen.

  3. Darum geht es wahrscheinlich sogar in allererster Linie auf allen Blogs. Zu zeigen, dass man auch ein wichtiger Mensch ist, mit eigenen Vorstellungen über die Welt, die auch etwas Wert sind und die auch Erfolge bringen.
    Ich habe erst ein Gedicht gelesen, das hieß: „Es gibt keine uninteressanten Menschen“. Jeder Mensch hat ein Recht auf Entfaltung – nicht nur Kinder.
    Und ich finde es gut, wenn Eltern sich in ihren Kindern verwirklichen wollen. Und generell in allem was man tut, will man doch auch spüren, dass man es selbst getan hat und dass man zum Erfolg beigetragen hat.
    Das ganze kippt doch erst, wenn man selbst einen unerfüllten Traum in seinem Leben hat, den man Kindern aufbürdet und sie zu Marionetten oder Soldaten macht.

    Ich wünschte, ich könnte dem Schlusswort zustimmen: Kinder machen eh was sie wollen.
    Aber leider sehe ich das ganz anders. Kinder sind komplett hilflos, wenn sie der geballten Macht von Elternwillen + Kultur + Peergroupzwängen + gesellschaftlichen Erwartungen ausgesetzt sind. „Trotzphase“ und „rebellische Pubertät“ und das flüchten in eine Jugendkultur (eigene Musik, eigene Sprache) sind auch nur Gegenreaktionen, die genauso fremdgesteuert sind, wie das Verhalten, das erwartet wird.

  4. Ich möchte nur hinzufügen, dass Kinder, vor allem Babys nicht nein sagen können zu dem, was ihre Eltern über sie im Internet verbreiten. Ich habe irgendwie Scheu davor, genau so, wie ich nicht ungefragt Bilder oder sonstige private Sachen von meinem Mann posten würde. Und in Blogs, die den Kindern gewidmet sind, sehe ich diese Grenze schon oft überschritten.

  5. Schade, dass wir alle soweit auseinander wohnen. Ein real-Treffen mit Kuchen wäre sicherlich hochinteressant und man könnte besser nachfragen, richtig stellen, Augenbrauen hochziehen 🙂

  6. Pingback: Was darf man im Internet darstellen – Tabus und Freiheit « -Thousand Sunny's Weblog-

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