Manchmal komme ich mir schäbig vor

Ich blicke auf ein dunkles Fenster. Umrahmt von einem grauen Gebäude. Alles ist ruhig dort.

Dann blicke ich in die andere Richtung. Es ist ein schöner Sommertag, Chopper liest gerade die Namen der Eiscreme-Sorten und ist kurz davor sich mal wieder für Kirsche zu entscheiden.

Wir kommen gerade von einem Ausflug mit der Oma zum Opel-Händler und dann noch in den Naturpark – Ziegen und Schafe ankucken. Und natürlich rutschen und schaukeln. Die Sonne ist so schön warm, richtig heiß, dass Chopper sich schon fast seiner ganzen Kleidung entledigt hat. Auf dem Parkplatz vom Supermarkt haben wir kurz zuvor eine Kröte entdeckt und sie schnell zum See gebracht.

Nami ist mit ihrem Laufrad unterwegs. Chopper hat sich jetzt endlich für Kirsche entschieden und der Papa für Melone und Mango. Die Mama1000Sunny hat sich für Mango und irgendetwas anderes, extrem britisches, entschieden – mit Minze und so.

Die Oma hat dem Chopper heimlich noch eine halbe Kugel Vanille dazugegeben – was er mir natürlich brühwarm erzählt. Während wir unser Eis schlecken gehen wir zurück nach Hause – wir wollen in den Gemeinschaftsgarten. Spielen – Erdbeeren essen.

Ich sehe noch einmal zurück über die Straße zu dem grauen Gebäude. Dann schüttele ich es mit einer irritierten Kopfbewegung aus meinen Gedanken und sehe, wie Chopper – eisverschmiert und halbnackt – davon läuft. Irgendwie habe ich den Anflug eines schlechten Gewissens. Eine halbe Stunde später hat er nur noch die Unterhose an und hüpft zusammen mit Nami und einem Nachbarskind im Garten herum.

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13 Kommentare zu “Manchmal komme ich mir schäbig vor

  1. Oh, stimmt. Bestimmt war es eine. ich habe auch gerätselt. Ein Gefängnis vielleicht? Ein Asylantenheim?
    Auf das Naheliegende bin ich nicht gekommen.

  2. Ich bin auch nicht drauf gekommen, daß es eine Schule sein soll. Ich habe den Post ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden gehabt. Bei mir hat sich wohl das Feindbildschema noch nicht so richtig installiert …

  3. 🙂 Ja es war eine Sch**

    @eljascha
    Da brauchst Du nur die neue Software Feindbild v1.7 🙂
    Der Post ging eigentlich darum, dass Chopper sich jedesmal Kirscheis bestellt. Ich habe ihm jetzt mal zu Amarena-Kirsche geraten.

  4. ich finde das großartig, dass ihr nicht schule sondern sch* schreibt:)) irgendwie finde ich euch unschooler wirklich sympathisch, auch wenn mir das selber eher fernliegt. aber anregungen zu bekommen, über althergebrachtes mal nachzudenken – das find ich gut und nehm ich gerne an:))

  5. Hallo Ami,

    ja… aber manchmal schreiben wir das Wort auch aus 🙂 Allerdings haben ich für mich persönlich beschlossen, dass ich die Sch… wirklich verlasse und nur noch ganz ganz ganz selten darüber nachdenke und schreibe.
    https://freiebildung.wordpress.com/2009/03/17/das-leben-anderer/
    (Warum Du die Sch…-Schreibweise großartig findest, kapier ich aber nicht ganz)

    Dennoch danke für das Lob und wir finden die meisten Schooler auch ganz sympathisch (so irgendwie).
    Ich finde Dein Interesse sehr schön – und auch Danke, dass Du bei Dir über Unschooler geschrieben hast – vielleicht fällt ja irgendwann einmal die Schulpflicht, die viele dazu zwingt, sich zusammen mit ihren Kindern ganz zu verstecken.

    (Vielleicht kannst Du Dich ja irgendwann sogar überzeugen, dass es eine Trotzphase doch nicht geben muss 🙂 )

  6. Wenn man für jeden Buchstaben, der nicht geschrieben wird, ein Sternchen macht, sind die Beiden doch unverwechselbar, Andrea 🙂

    – Sch***
    – Sch****

    :)))

    (Sch* bedeutet eigentlich gar nichts, jedenfalls fällt mir grad kein passendes Wort ein …man darf halt beim Schreiben nicht schlampen *grins*)

  7. Danke! Jetzt kapier ich es. Ich glaube da habe ich höchstens unbewusst dran gedacht. Wir haben immerhin seit bald 5 Jahren Kinder und da benützen wir solche Wörter eigentlich gar nicht mehr….
    Gut, dass ihr es sagt, bevor ich noch über einen Sch*-Ranzen spreche 🙂

  8. Eljascha, natürlich hast Du recht… oben, bei Ersterwähnung, da heisst es doch „Sch***“…

    (Möchte nur anmerken, zuerst wurde es gekürzt auf „Sch**“ bei 1000Sunny, der wusste aber nicht, worum es ging — angeblich 😉 und dann hatte Frau Ami es auf „Sch*“ gekürzt… nicht dass man denken tut, ein Ausländer wusste nicht, mit der deutsche Sternchen umzugehen 😛 )

    Frohe Ostern!

  9. Das mit dem Sch**** entwickelt sich bei mir langsam zum Treppenwitz. Ich habe vorher in der Küche wirklich immer wieder kichern müssen.
    Bei dem Gedanken über solche Sätze wie: „Ich werde meine Kinder doch nicht in die Sch*** zwingen“
    oder „Ich sehe es nicht ein, meinen Kindern einen Ranzen auf den Rücken zu laden nur für die Sch***“
    🙂
    Jetzt aber mal Schluss! Das ist ein hochseriöser Windelblog, da kann es nicht dauernd nur um Sch* gehen!

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