Innere Freiheit – Bewältigung von Fahrangst – 2. Übung

Heute sind wir wieder in der Umgebung von München herumgefahren- um eine Komfort-Tragehilfe zu kaufen.

Ich habe gemerkt, dass die Hinfahrt für mich am Schlimmsten ist. Bei Parsdorf bekam ich eine richtige Attacke, und ich wollte schon abbrechen und bei dem dortigen Möbelgeschäft auf die Mummy1000Sunny warten und nur noch die Rückfahrt antreten.

Dennoch blieben wir zusammen stark (meine Stärke alleine hätte da nicht ausgereicht) und fuhren weiter.

Ganz schlimm sind immer die Momente, wo mich ein Gefühl der Verlorenheit überwältigt. Zusätzlich ist meine Anspannung sehr groß, so dass mein Kopfweh kommt und ich noch ein Problem mehr habe. Zusätzlich kann ich dann auch nicht mehr durch einen gelangweilten Gesichtsausdruck auf mein Gefühlsleben zurückwirken und die Strecke entdämonisieren, so wie man sich allein durch ein Lachen im Gesicht manchmal besser fühlt.

Irgendwann hielten wir in einem kleinen Ort, der aus 3 Häusern und einer Bushaltestelle bestand. Dort stieg ich kurz aus. Es tat so gut den Boden zu fühlen. Beim Autofahren verschwindet der Boden irgendwie komplett und am Ende fühle ich mich nur noch so, als ob ich in einer Achterbahn sitzen würde und herum geschleudert werde.

Als wir dann irgendwann angekommen waren, lösten sich viele Verspannungen. Man tritt ja in die Phase des Rückwegs ein und entfernt sich also nicht länger seinem Ziel, sondern kommt ihm näher.

Irgendwann wurde ich dann ziemlich locker, so dass sogar Strecken gegangen sind, die eigentlich gar nicht gehen. Mehrspurige Brücken, die schon verdammt nach Autobahn aussehen und längere Strecken, ohne Häuser links und rechts. Auch das Stehen auf der schiefen Ebene gelang mir – das war schon einmal ein Problem.

Vielleicht sollte ich mir bei der nächsten Reise nicht eine Hin- und eine Rückfahrt vorstellen, sondern einfach eine Strecke, die doppelt so lange ist.

Mir hilft es auch, jetzt einzelne Passagen der Fahrt in Gedanken nachzuspielen. Und ich fühle mich auch stark genug, um in der Umgebung von München weitere Erkundungstouren zu machen. Auch wenn ich nicht glaube, dass ich bald genug Kraft habe den Weg nach Italien oder Frankreich im Auto zurückzulegen, denke ich, dass es bald ausreicht um in einen Zug zu steigen, der vielleicht 200, 300 oder 500 Kilometer fährt.

Jetzt müssen wir nur noch gute Herzzentren in diesen Ländern finden – aber bitte nah am Strand 🙂

Und jetzt muss ich mich wieder hinlegen, denn mein Rücken schmerzt vor lauter Verspannung.

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