Gold gekauft

So jetzt habe ich meine minuskülen Goldvorräte etwas aufgestockt. Wenn jetzt der Euro wirklich crasht, dann können wir ein bisschen überleben. Und wenn kein Krieg kommt (es muss ja nicht immer gleich Krieg geben, bloß weil mal Geldpapier zu Altpapier wird), dann kann ich mich sogar freuen.

In dem Laden habe ich sogar einen alten Schulfreund getroffen. Nunja, nicht wirklich Freund – er kannte mich – vielleicht von der Zeit, als ich eine Busaufsicht war? Das war damals ein Spaß – ich war zwar tyrannisch und bestimmend, dafür war ich aber auch bestechlich. Wie dem auch sei, er arbeitet jetzt dort und erzählte mir, dass ihnen seit November die Bude eingerannt wird – nur im Dez war es kurz ruhiger. Und es stimmt, der Laden war gesteckt voll – alle mit Anzug und Krawatte (auch die knochigen Weißrussen, die auf alles und jedes ganz genau achten). Das Geschäft war total nobel – überall Gold und Silber – die Wände schön weiß, bis auf die Decke, die war noch nicht gestrichen und nur der nackte Beton war zu sehen (nicht mal verputzt).

Weiß eigentlich irgendjemand was mit Bankkrediten wird, wenn die Währung abstürzt? Ich habe darüber mit ein paar Leuten in dem Geschäft diskutiert. Ich erhoffe mir nämlich folgendes: Das Pfund Butter kostet gerade 40.000 € und ich gehe rein in die Bank, werfe einen Krügerrand auf den Tresen und sage: „Das müsste reichen, machen sie sich vom Rest einen schönen Tag.“ 🙂

Alle Heuler-Leser werden es schon wissen, aber unsere Währung ist eine Fiat-Währung – sie hat nur solange einen Wert, wie wir daran glauben.

Auf Wikipedia kann man erfahren:

Die erste Fiat-Währung der Welt schuf die chinesische Yuan-Dynastie, als sie im 13. Jahrhundert die Golddeckung des aus der Song-Zeit übernommenen Papiergeldes abschaffte. Heute sind praktisch alle Währungen Fiat-Money.

Aber richtig interessant wird es hier:

Um eine Geldentwertung zwischen Vertragsschluss und Zahlungszeitpunkten auszugleichen, wurden von Vertragspartnern in der Vergangenheit Goldklauseln und andere Wertsicherungsklauseln verwendet. In Deutschland verbietet das Gesetz über das Verbot der Verwendung von Preisklauseln in der Regel eine solche. In anderen Ländern wurden ähnliche Gesetze erlassen.

Noch ein paar Tipps für den Kauf von Hartwährungen:

-Krügerrand und Mapple Leaf sind DIE Währungen in Krisenzeiten – nichts unbekanntes wie Medaillien

-Gold unterliegt keiner Mehrwertsteuer – Silber schon (interessanterweise unterliegen Silbermünzen sogar der 19% MwSt, Silberbarren scheinen als Lebensmittel durchzugehen).

-Am besten mit falschem Namen und falscher Adresse hingehen und bar zahlen – Goldbesitzer werden von Währungshütern und Regierungen als erste geplündert.

-Ab einem Einkauf von 15.000 € (das betrifft uns aber nicht 😦 ) muss man einen Personalausweis mitbringen (also lieber zweimal gehen)

-Barren sind anscheinend auch gut – und haben nicht den Prägungsaufschlag (das Motiv kostet noch einmal extra).

-Adress und Namensdaten (falls man einfach so einkauft) werden 6 Jahre lang gespeichert.

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5 Kommentare zu “Gold gekauft

  1. interessanterweise unterliegen Silbermünzen sogar der 19% MwSt, Silberbarren scheinen als Lebensmittel durchzugehen

    Es ist andersherum. Deshalb empfehle ich Silber als Kilomünzen.

  2. Silber ist spekulativer. Es steckt mehr Potenzial drin, es kann aber auch mehr schief gehen. Ich habe beides.

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