Von Frauen, Facharbeiterinnen und dem Mehrwert für den Staat

Wer geglaubt hat, der Staat mache diese ganze Fremdbetreuungsgeschichte nur aus reiner Nächstenliebe gegenüber den Frauen, die endlich aus der gemeinen Hand des bösen Mannes befreit werden müssen, der wird von der Politik eines besseren belehrt:

Das Institut der Wirtschaft sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Staat durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf Mehreinnahmen von rund 70 Milliarden Euro erzielen könne. Allein die Ausweitung der Kinderbetreuung erbringe 16 Milliarden Euro für die öffentlichen Haushalte. Zudem schätzt die Ministerin das Potenzial an neuen Arbeitsplätzen im Bereich familienorientierter Dienstleistungen auf bis zu 400 000. Familienpolitische Leistungen für Geringverdiener stützten außerdem den Konsum im Inland.

Sevenjobs beschäftigt sich auch mit dem Thema.

Hier noch eine Idee, wie der Staat Vollbeschäftigung (das höchste Ziel) und Vollbesteuerung (das noch höchstere Ziel) erreichen kann: Jeder putzt die Wohnung seines Nachbarn (Schwarzarbeit verboten). Alle Wohnungen sind genauso geputzt, wie vorher aber jeder war arbeiten 🙂

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4 Kommentare zu “Von Frauen, Facharbeiterinnen und dem Mehrwert für den Staat

  1. Vollbeschäftigung heißt, dass immer noch zwischen 3-5% Arbeitslosigkeit herrscht. Ob ich diese 3% bei mir putzen lassen würde, ich weiß es nicht …:-)

  2. Mehreinnahmen von 70 Milliarden … Und was würde „Vater Staat“ damit machen? Wahrscheinlich auch dieses Geld irgendwelchen verantwortungslosen, raffgierigen Bankern zum weiteren Verzocken in den Rachen schieben. Da verzichten wir doch gern auf diese Mehreinnahmen!

  3. Oder wie es meine Nachbarin tat: Kind im Kindergarten; das muss sie jeden Tag hinbringen, auf ihre Arbeit fahren, zurückfahren und Kind abholen… Ihre Arbeit: Kindergärtnerin 😦
    Zum glück hat sie beschlossen, das ganze aufzugeben, da der Junge dort nicht glücklich war. Jetzt darf er zu Hause bleiben und sie wird Tagesmutter 🙂

  4. Gratulation an Deine Freundin – sie hat einen guten Weg gefunden.
    Ich kenne so einen ähnlichen Fall von „Emanzipation“ – die Frau gibt ihren Sohn jeden Tag für 8 Stunden ab, damit sie im Altenheim Geschirr spülen kann.

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