Gewalt und Gegenmaßnahmen

Vorgestern haben wir bei Chopper und Nami folgendes beobachtet:
Chopper verbarrikadierte sich im Spielzimmer. Nami wollte hinein, versteckte sich aber, als ich ihr die Tür öffnete. Chopper begrüßte sie dann mit einem angedeuteten Tritt.

Ich war so schockiert und nahm Chopper sofort mit in die Küche (da war die Mama schon). Wir haben dann eine Regel gemacht, denn schließlich sollen sich alle bei uns wohlfühlen und Gewalt gegen Familienmitglieder ist da unangebracht.
Die Regel hieß, dass Chopper bei einem von uns bleibt (Mama oder Papa) bei wem er gerade sein will – das dient zum Schutz von Nami und er kann sein Verhalten anderen gegenüber sich noch einmal bei uns abschauen …. hoffentlich sind wir ein besseres Vorbild, als wir während der Finanzkrise waren …. da waren wir schon alle sehr am Ende mit den Nerven und haben uns oft angepflaumt.
Zusätzlich haben wir mal einen Youtube-Stopp gemacht. Dieser ist nur vorübergehend, da die Kinder eh sehr verantwortungsvoll damit umgehen. Aber leider wird es oft zur Flucht aus Konflikten genutzt.

Die Regel wurde vorgestern eingeführt. Die Veränderung ist mittlerweile schon da. Ich hoffe sie ist nachhaltig. Chopper hat Nami heute noch einmal „aus Versehen“ aufs Auge gehauen. Aber als Nami zum Trösten kam, kam er sofort mit und blieb bei uns. Einige Zeit später spielten sie wieder harmonisch zusammen, grad so, dass man es am liebsten auf Video hätte.

(Den Zugrunde liegenden Konflikt sehe ich darin, dass Chopper einen eigenen Raum für sich will – in dem die Nami nicht über seine mühevoll gebauten Sachen fällt – und diesen Raum verteidigen will – wenn nötig mit der letzten Fallback-Strategie: Gewalt).

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2 Kommentare zu “Gewalt und Gegenmaßnahmen

  1. Wenn die Ursache in Choppers „Schutzinstiktive“ seinen Gegenstände besteht, ist es nicht sinnvoller ihm andere Schutzstrategien bei zu bringen/erlernen/ausdenken zu lassen?

    Was ist mit Nami? Darf sie dann in der Zwischenzeit an sein Bebautes gehen?

  2. Da hast Du Recht. Manchmal muss man selber daran erinnert werden. Besonders im Winter kurz vor Schwangerschaftsende 🙂

    Ich habe ihm jetzt eine Ecke im Zimmer eingerichtet. Die ist jetzt Privateigentum – und niemand darf rein – ohne seine Erlaubnis. Man muss sogar klettern, um dorthin zu gelangen. Wie eine kleine Piratenhöhle 🙂

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