Wohin mit all dem guten Essen?

Zur Zeit denke ich mir öfter: Kapitalismus, das ist Kindergarten.

Dort kennt man folgende Szene:

–Kevin, kannst Du bitte die Erbsen wegräumen.

–Aber der Philipp hat heute noch gar nichts gemacht.

Das ist doch irgendwie der Ursprung alles Kapitalismuses, man will uns zwar immer weiß machen, dass es Tauschgeschäfte waren – aber die waren ja schon Kapitalistisch (zumindest von der Denke). Der Ursprung ist: ich bin faul, und um ja nicht zu viel arbeiten zu müssen, merk ich mir, was die anderen schon gearbeitet haben.

Mit einer Ideologie, die solche niederen Instinkte als Triebkraft hat entstehen natürlich jede Menge ungewollte Nebeneffekte. Heute: Das Wegschmeißen.

Auf die Idee gebracht hat mich, wie zur Zeit öfter: Sevenjobs

Wir hatten im Supermarkt ein ähnliches Erlebnis. Wir wollten gerade Bohnen kaufen. Die wurden gerade auf einen Wagen geladen, als ich fragte, ob wir noch welche haben können erklärte man uns Folgendes:

Die werden weggeschmissen. Heute waren schon zwei Reklamationen da – und deswegen kommt jetzt die ganze Fuhre weg.

Auf die Frage, ob wir trotzdem eine haben könnten (am besten umsonst 🙂 ), erklärte man uns, dass das nicht ginge, die müssen weggeschmissen werden.

Das finde ich echt heftig. Erst werden die solange im Regal gelassen, bis mindestens zwei Kunden sich beschweren (wer weiß, wieviele sich nicht die Mühe machen und das einfach zu Hause in den Müll werfen) und dann wird die ganze Ladung weggeschmissen.

Das ist doch die pure Verschwendung.

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