Gemeinsam Essen?

Das gemeinsame Essen wird heutzutage als sehr wichtiges Ereignis des täglichen Zusammenlebens betrachtet – selten sogar als Höhepunkt. Hier kann man mit seinen Kindern Gespräche führen, das neueste erfahren und so weiter.

Bei uns ist das natürlich ganz anders.

Es gibt zu einer bestimmten Zeit essen – das ist in der Natur der Sache des Kochens begriffen. Wer nicht dran teilnehmen will, der kann fernbleiben (oder kommen wann er will). Wer es nicht essen will, der kann auch ein Müsli haben – oder eine leichte Variation. Z.B. wenn es Nudeln mit einer Soße gibt, kann er statt der Soße, Erbsen und Karotten, oder etwas ähnliches drüber tun.

-Jetzt muss man natürlich sagen, da unsere Kinder ja nicht in die KiSchugartenle gehen, verbringen wir eh viel Zeit mit ihnen. Da ist eine Verabredung zu einem bestimmten Event gar nicht nötig.

Wie sieht das jetzt aber in der Praxis aus? Totales Chaos? Essen die Kinder wann sie wollen und der Tisch bleibt ein ewiges Schlachtfeld.

Interessanterweise nein. Sobald wir rufen, dass das Essen fertig ist, stürmen sie herbei und setzen sich sofort an den Tisch. Wir haben am Anfang immer wieder betont, dass sie nicht mit uns essen müssen – aber wir in Ruhe essen wollen – also nix mit uns Ballon spielen, während wir essen.

Selten ist eines der Kinder so vertieft in sein Spiel, dass es erst später kommt (und dann auch meistens nur ein paar Minuten). Über diese Vertiefung ins Spiel freue ich mich aber gleich doppelt.

(Eine kleine eiserne Regel gibt es aber schon: sobald das Essen auf dem Tisch steht sind keine Medien mehr in Hörweite. Will Chopper z.B. noch weiter Youtube schauen, dann trage ich ihm das Notebook in den Nebenraum, damit er in Ruhe schauen kann)

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Ein Kommentar zu “Gemeinsam Essen?

  1. der Ruf „Essen ist fertig“ lockt auch bei uns alle hinterm Ofen hervor. Ohne Zwang. Weil jeder es schön findet, zusammen zu sein. Ältere Kinder haben eben schon ihr Eigenleben, da verbringt man nicht mehr den ganzen Tag zusammen. Und dann ist man ja spätestens am Abend total neugierig zu erfahren, wie so die tage der anderen verlaufen sind. Es gibt für niemanden ein Extraessen: soweit käme es noch, dass ich mich zum Sklaven von 5 verschiedenen geschmäckern machen. Wer einen bestandteil gar nciht mag, der darf es auf dem teller drauf lassen und bekommt aber zum probieren immer eine kleine menge. Also ganz unterschiedliche Konzepte, aber satt werden alle 🙂

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