Schulstreik fand statt

Dieses waren die Forderungen

Kostenlose Bildung für alle –
Nein zu jeglichen Studien- und Schulgebühren!

G8 reformieren!
Neugestaltung der Lehrpläne unter demokratischer Mitsprache von
SchülerInnen/Eltern/LehrerInnen!

Entlastung von SchülerInnen und LehrerInnen!
Kleinere Klassen! Einstellung und Ausbildung von ausreichend Lehrkräften!

Nein zu Elitebildung und sozialer Selektion!
Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems!

Es ist ja löblich, dass sich die Schüler einen Tag frei genommen haben, um Ziele zu bekunden. Nur ob das wirklich ihre Ziele waren, das weiß keiner.

Ich bin ja ein Befürworter von kostendeckenden Schul-/Unigebühren und im Ausgleich dafür ein direkt an die Familien gezahltes Bildungsgeld. Die kostenlose Bildung ist eine Lüge, die uns nur noch abhängiger macht von willkürlicher Qualität. (Denken sie sich das für ihren Telefonanbieter – er wäre „kostenlos“ (sie zahlen ja immer noch Steuern) – aber sie dürften jetzt nicht mehr abspringen bei schlechter Qualität)

G8 reformieren – ja, ja reformiert nur weiter – übrigens das System ist schon demokratisch – alle, die es betrifft sind von der Entscheidung ausgeschlossen 🙂

Kleinere Klassen: Das Allheilmittel. Mehr Geld, kleinere Klassen. Kleinere Klassen bieten aber wirklich einige Vorteile.

1.) Das Mobbing kann sich besser auf einen Einzigen konzentrieren.

2.) Die Normalverteilung erhöht den Druck und das Rattenrennen beschleunigt sich

3.) Der Lehrer kann besser auf individuelle Unterschiede eingehen (Hahahahahahahahaha – darf er gar nicht, da er sonst die Normalverteilung verändern würde, ungerecht bevorzugen würde – er hätte sofort 1000 Elternklagen am Hals – in Deutschland herrscht CHANCENGLEICHHEIT) – seid doch bitte nicht so naiv.

Einstellung und Ausbildung von Lehrern:

Bitte setzt euch doch mal in eine Vorlesung, wo Lehramtler ausgebildet werden. Die Türen der Universitäten sind nicht zugesperrt. Keiner überprüft ob ihr in der Vorlesung sitzen dürft. Geht rein, schaut’s euch an. Mehr sag ich nicht.

Nein zur Elitenbildung

Wie blöd kann man sein Ziel formulieren. Das Problem ist nicht die Elitenbildung, da wäre gerne jeder mit dabei. Das Problem ist der Aberglaube, dass man nur wenigen „Elitebildung“ zukommen lassen kann und somit frühzeitig selektieren muss.

Die Forderung: „Nein zur Elitenbildung“ klingt für mich ein bisschen wie: „Ja zur 0/8/15-Bildung“.

Alles in allem ist der ganze Forderungskatalog ein Sammelsurium an Grausamkeiten, die eher wie ein Parteiprogramm aussehen, als wie eine echt von Kinder/Jugendlichen durchdachte: „Wie wollen wir uns bilden“ -Agenda

Außerdem ist ein Streik eine Aktion, die bis zur Erreichung der Ziele fortgesetzt wird – und höchstens zu Verhandlungen ausgesetzt wird. Alles andere ist eine Demo.

Dass ein Streik nutzlos und kontrakproduktiv ist habe ich schon unter Schulboykott erläutert. Ebenso, wie die Lösung – eben der Schulboykott.

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