Echte Wahlergebnisse in Bayern – jenseits der Lügen

Bei Wahlen ignorieren die lupenreinen Demokraten ja gerne große Teile des Volkes – diese will ich in der überarbeiteten amtlichen Ausführung berücksichtigen:

Wahlbeteiligung 57 %

CSU: 43,5% * 0,57= 24,74 %

SPD: 18.6% * 0,57= 10,6 %

FDP:  8.0% * 0,57 = 4,56 %

Freie Wähler: 9,4% * 0,57 = 5,36 %

Zusätzlich werden 10,4 % aller Stimmen weggeschmissen (Ordnungsmaßnahme – denn wer nicht die „Großen“ wählt darf auch nicht mitspielen).

Diese wieder gehälftet ergeben eine Volksvertretung von 51,8 % – dieses Verhältnis schmälert sich noch weiter rechnet man alle die raus, die in den nächsten 4 Jahren 18 Jahre werden und überhaupt nicht wählen durften.

Wenn das nächste Mal also jemand sagt: „Die Parteien vertreten das Volk“ – dann… ja dann können wir getrost lachen.

Nachtrag: Wenigstens gibt es noch ein paar Blogs, die sich um die Wahrheit bemühen.

Advertisements

5 Kommentare zu “Echte Wahlergebnisse in Bayern – jenseits der Lügen

  1. Das bayerische Wahlergebnis ist weder alarmierend, noch überraschend, oder? Irgendwie läufts an allem vorbei…und die mickrige Wahlbeteiligung ist immer noch Ausdruck dafür, dass es uns viel zu gut geht, finde ich. In Ländern, in denen politisch wirklich alles daneben läuft, in denen die Menschen vielleicht sogar erst seit kurzem überhaupt wählen dürfen, politische Unruhen, Anschläge und ähnliches an der Tagesordnung sind, liegen die Wahlbeteiligungen bei um die 90%.
    Für Deutschland sehe ich das Ergebnis zaghaft positiv. Denn meiner Meinung nach ist es nur Ausdruck der politischen Überdrüssigkeit. Keiner wählt wirklich, keiner stellt sich auf eine Seite. Es wird halt das kleinere Übel angekreuzt. Und das sieht man dann auch an den Ergebnissen…aber: Ich bin nicht besonders politisch aktiv und bewandert. Vielleicht leidet meine Meinung auch unter Nichtwissen.

  2. Vielleicht bin ich durch das Unschooler-tum zu sehr in die Politik involviert worden. Aber es gibt einfach so viele Berichte von Eltern, die die Kinder geraubt bekommen, bloß weil sie sich um sie kümmern. Und da will man natürlich aktiv werden.
    Vielleicht ist es hier wirklich ein Wohlstandsproblem. Oder der Unterschied zwischen den Parteien existiert wirklich nicht. Ich fühle mich nach jeder Wahl so instrumentalisiert: Ich habe jemanden gewählt, den ich weder kenne noch jemanden der mich irgendwie anhört oder den ich interessiere – es sei denn als graue Masse („Volk“). Ich habe meine Stimme einfach in einer Urne begraben.

  3. > Bei Wahlen ignorieren die lupenreinen
    > Demokraten ja gerne große Teile des Volkes

    Sehr witzig. Wer nicht wählen geht, sorgt selbst dafür, dass er im Parlament nicht vertreten ist.

  4. Und wenn einer sich entscheidet, eine kleine Partei zu wählen, dann sorgt die fünf Prozent Hürde dafür, daß er im Parlament nicht vertreten ist. Ist das fair?

    Außerdem wird man außer bei Kommunalwahlen, wo man seine Stimme sehr stark verteilen kann, dazu gezwungen, Parteiprogramme im Paket zu wählen – also z. B. relativ freiheitlich die FDP aber leider mit einer damit verbundenen Zustimmung zur Kernkraft – das ist einfach nur schlecht.

    Man kann es drehen und wenden wie man will, bei uns ist Demokratie zu einer Diktatur der Mehrheit verkommen, wie ja das Schulpflicht-Thema hervorragend verdeutlicht.

    Schöne Grüße von einer, die bis jetzt immer wählen gegangen ist (bis auf einmal, wo unvorhergesehenerweise diverse Staus ein rechtzeitiges Aufsuchen des Wahllokals verhindert haben) – die aber in Zukunft evt. doch lieber dem Slogan „Behalte Deine Stimme“ folgen wird. Lieber die Stimme behalten und soweit wie möglich selber anarchisch entscheiden, als die Stimme abgeben und unerträglich viel (auch noch selbst irgendwie „legitimierte“) staatliche Willkür einstecken!

  5. Danke eljascha, da hab ich fast nichts mehr hinzuzufügen.
    Ein paar Punkte stören mich aber wirklich an der kurzen Aussage:
    1.) Das Opfer ist immer der Täter – natürlich, schließlich sind ja auch die Schüler schuld, wenn sie nach 12 Jahren Sch… nicht lesen können und für schlechte Noten sind Lehrer auch nie verantwortlich. So sind die Nichtwähler auch verantwortlich, wenn sie unterdrückt werden.
    2.) Die Wölfe sagen immer zu den Lämmern, wählt uns doch.
    3.) Herr Rip geben Sie mir doch einen Tipp für die nächste Wahl, ich habe folgende Grundforderungen
    – Kinder, die unschoolen müssen ein Bildungsgeld bekommen, dass dem Schulbudget für dieses Kind entspricht.
    – Kinder ab 6 Jahren müssen auch wählen können, sonst ist das Ganze wieder eine Unterdrückung von Lobbylosen
    – Staatliche Förderung von HomeOffices, damit mehr Leute, Beruf und Familie vereinbaren können
    – Schrittweise Entmachtung des Parlamentes zugunsten der Menschen
    – Sofortige Abschaffung jedes Zwanges zum Glück
    – Komplette Überschreibung der Verwaltung öffentlicher Ressourcen auf die Menschen, die in den jeweiligen Gebieten leben.
    – Kinder mit „schlechten Eltern“ dürfen ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen, sie dürfen also zwischen Heim und anderen Wohnformen (z.B. eigene Wohnung) wählen.

    Aktuell weiß ich keine Partei, die die Menschenrechte achtet oder auch auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht. Jedenfalls keine, die über die 5 % Hürde kommt. Ach ja, die muss man auch abschaffen.

    Der Wert einer Demokratie bestimmt sich immer aus ihrem Verhältnis zum Minderheitenschutz. Wer in einer Demokratie ohne Minderheitenschutz wählt, wählt immer eine Diktatur der Mehrheit.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s