Eigenverantwortung für Kinder – Helfen oder nicht Helfen?

Frau Ami hat mal wieder eine ganz interessante Frage gestellt auf ihrem Blog. Eine Frage, zu der ich schon lange etwas schreiben wollte. Es aber immer wieder nicht gemacht habe (warum? keine Ahnung).

Also: Wieviel Eigenverantwortung für die Kinder?

An eine Sache habe ich gar nicht mehr gedacht, den „Will to please“ (Das Bedürfnis anderen zu gefallen). Hier haben wir eine ganz triviale Antwort für uns gefunden: „Stop to be pleased“ (Hör auf zu loben). Nun wir haben nicht ganz aufgehört zu loben. Manchmal finde ich es so beeindruckend was meine Kinder machen (Schwärm), dass ich einfach nicht umhin komme, sie ganz fest zu drücken. Aber ganz selten erkläre ich ihnen warum.

Wir belohnen auch nicht… und wir bestrafen auch nicht (oder versuchen solche behavioristischen Praktiken gegen null zu drücken).

Chopper und Nami verhalten sich (unserer Hoffnung nach) um mit ihrer Umwelt zu interagieren, und nicht um uns ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

Damit reduziert sich die Frage auf: „Wann helfen und wann nicht helfen“.

Auch diese Frage lässt sich in unserem Modell (für uns) wieder ganz einfach beantworten: „Wenn er/sie um Hilfe fragt, oder akute Lebensgefahr droht“.

(Früher haben wir immer gelobt und ganz oft gesagt: „Du schaffst das, du schaffst das“ – Chopper hat auch sehr viele Dinge geschafft, aber irgendwie schien es uns, dass er selber immer höhere Blockaden aufgebaut hat, die er jetzt wieder langsam abbauen konnte)

Akute Lebensgefahr heißt: Kind stürzt irgendwo runter (o.ä.) – es muss nicht unbedingt das Leben bedroht sein (wenn also die Finger in die Autotür geraten zu drohen, dann helfen wir auch).

Das Modell ist nicht auf unserem Mist gewachsen, auch wenn wir es mit der Zeit als (für uns) optimal betrachteten – ich glaube bei http://www.heulers.de wird das ähnlich praktiziert – und natürlich bei One Piece 🙂

ungefähr bei 6.00 minuten

Ein Beispiel aus der Praxis: Chopper wollte um den Block fahren (alleine mit dem Fahrrad). Ich sagte: „OK – fahr‘ los und ich fahre in einer Minute langsam hinterher“

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