Buchbesprechung/Inhalt – Pädagogische Psychologie 10.Auflage – Anita Woolfolk – Kapitel 2

Dieses Buch richtet sich eigentlich an Lehrer, die richtig gut werden wollen, oder auch konkrete Probleme haben (z.B. nicht weiter wissen, bei Selbstmordäußerungen in der Klasse). Allerdings wäre es schade, wenn es nur Lehrer lesen würden, denn Eltern finden dort auch eine Menge interessantes und sehr wichtiges (auch wenn das gros eigentlich Klassenzimmer mit mehreren tausenden von Schülern betrifft).

Ich muss sagen, ich finde das Buch ist sehr schön und übersichtlich aufgemacht und der Pearson-Verlag gibt sich wieder alle Mühe seinem Ruf als besonders „lernfreundlich“ gerecht zu werden.

Ich werde in meinen Ausführungen einfach immer Lehrer sagen, wobei ich natürlich auch Eltern meine, die mit ihren Kindern die Welt erobern und somit ihre „Lehrer“ sind.

Nun aber zum Inhalt. Ich beschäftige mich in dieser Besprechung mit den ersten 200 Seiten, auf denen die wissenschaftlichen Methoden pädagogischen Psychologie besprochen werden und die ersten Aspekte des großen Unbekannten „des Schülers“ besprochen werden.

Da es ein amerikanisches Lehrbuch ist, konzentriert es sich darauf, wie man ethnische und kulturelle Unterschiede würdigen kann und ihnen gerecht wird, so dass sie nicht zum Nachteil werden. In Deutschland(Bayern) konzentriert man sich ja auf den fragwürdigen Begriff der „Integration“ (Assimilation) und des Vernichtens fremder Kulturen (immer noch) über ihre primäre Identifikation: die Sprache. Wahrscheinlich machen das deutsche Lehrbücher auch, aber deutsche Politiker lesen sie nicht, oder machen einfach das Gegenteil.

Kapitel 2 – Kognitive Entwicklung und Spracherwerb

Entwicklung ist eine „altersgraduierte“ Veränderung in Form von Anpassungen an die Umwelt. Sie startet ab der Empfängnis und geht bis zum Tod.

Sie spaltet sich in körperliche-, persönlichkeits- (zugrunde liegende Verhaltensdispositionen), soziale- (Beziehung zu anderen Menschen) und kognitive (Denken, Wahrnehmen, Sprachverarbeitung, Gedächtnis, usw) Entwicklung.

Zusätzlich gibt es die Reifung: natürliche genetisch programmierte Veränderungen.

Gehirnentwicklung:

Der Kortex wird als Platz für die Intelligenz angenommen. In ihm sind die meisten Neuronen, die Arbeits- und Speicherbausteine des Gehirns. Sie sind verbunden über Synapsen. Ähnlich wie Städte über Autobahnen und Straßen verbunden sind (Städte – Neuronen, Straßen – Synapsen).

Die Synapsen werden myelinisiert, so wie Straßen geteert werden um schneller auf ihnen fahren zu können.

Bei der „Geburt besitzen wir bereits die maximale Anzahl Neuronen (100-200 Billionen); auf jedes Neuron entfallen 2500 Synapsen“ – Mit 2-3 Jahren haben wir ungefähr 15.000 Synapsen pro Neuron, mehr als bei Erwachsenen.

Eine ansprechende und abwechslungsreiche Umgebung sorgt für mehr Synapsen als eine reizarme Umgebung. Auch bei Erwachsenen. Anfängliche Vernachlässigungen (Deprivationen) können später noch ausgeglichen werden.

Der Kortex hat verschiedene spezialisierte Areale für verschiedene Funktionen, z.B. Hörzentrum.

Bilder vom Gehirn geben Hinweise auf Störungen, z.B. ADHS kann man auf Gehirnaufnahmen sehen.

Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung

Piaget beschreibt die beiden Entwicklungstendenzen:

1.) Organisation: Verhalten und Wissen wird in Schemata organisiert, diese können neu gruppiert, kombiniert, modifiziert usw. werden (z.B. Mit einem Strohhalm-Saugen-Schema).

2.) Adaption: Die Anpassung der Schemata an die Umwelt. Die Adaption besteht aus

Assimilation: Aufnehmen einer neuen Information (inklusive evtl. Veränderung der Information – „Schau mal: Katze“ – in Wirklichkeit aber Waschbär)

Akkomodation: Veränderung der Schemata um Kohärenz zwischen neuer Information und alten Informationen herzustellen. (Aha, Katze sieht anders aus als andere Katzen – oh! Waschbär)

Das Gesamtsystem (der Mensch) will sich im Gleichgewicht befinden. Also die Informationen müssen kohärent sein. Findet der Mensch irgendwo in seinen Schemata ein Ungleichgewicht versucht er dieses zu beheben und seine Schemata so lange anzupassen, bis sie wieder ein Gleichgewicht haben. Dieses neue Gleichgewicht ist auf einer höheren Ebene. Die höchste Ebene des Gleichgewichts ist, wenn das ganze Universum assimiliert ist (und akkomodiert). Einfach ausgedrückt: Man lernt (wahrscheinlich) nie aus 🙂

Gleichgewicht = Äquilibrium – Ungleichgewicht = Disäquilibrium

Piaget unterscheidet folgende 4 Stufen der Entwicklung:

1.) Sensomotorisch – Sinne und Bewegung werden koordiniert. Reflexe werden zu zielgerichtetem Verhalten. Beginn: Imitieren, Erinnern, Denken (0-2 Jahre).

2.) Präoperational – Symbolisches Denken, Spracherwerb. Denken monokausal, unidirektional. Egozentrismus (sieht die ganze Welt aus seiner Sicht, alle anderen sind traurig, wenn er traurig ist) (2-7 Jahre)

3.) Konkret Operational – Anschauliches Denken (2 Finger + 3 Finger ist 5 Finger). Konservierung (ein Stück Knete bleibt gleich schwer, auch wenn man es umformt), Klassifizierung (Gabel ist Besteck), Seriation (A<B<C), Reversibilität.

4.) Formal operational – abstrakte Probleme, wissenschaftliches Denken, suche nach Identität (11- Erwachsenenalter).

zu Symbolen: semiotische Funktion bedeutet, wenn man Symbole anwenden kann (z.B. dieser Stock ist jetzt mein Pferd)

Egozentrismus zeigte sich für Piaget auch im „kollektiven Monolog“: Kinder brabbeln irgendwas vor sich hin, ohne darauf zu achten, ob es jemand anders interessiert (z.B. beim Spielen).

Nicht jeder erreicht in allen Gebieten die 4.te Stufe.

Neo-piagetscher Ansatz

Es gibt natürlich noch andere Erklärungen, warum Kinder bestimmten Alters verschiedene Aufgaben noch nicht lösen können. (Kapitel 7 – Zusammenfassung folgt).

Entwicklungspsychologen haben mittlerweile die piagetschen Erkenntnisse (kindliche Denkweisen, Konstruktion des Weltwissens) angereichert um die Faktoren: Aufmerksamkeitsverteilung, Gedächtnis, kognitive Strategien.

Umso mehr Schemata eingeübt sind, desto leichter werden sie, bis hin zum Automatismus. Diese automatischen Schemata belegen jetzt keine Gehirnkapazitäten mehr somit sind -während der Anwendung von automatisierten Schemata – mehr Ressourcen frei. Also in Fleisch und Blut übergegangene Fähigkeiten beanspruchen keine Aufmerksamkeit mehr (z.B. während ich eine Säge automatisch bediene, kann ich jetzt auch noch darauf achten, was für eine Form ich aussäge).

Kritik an Piaget:

1.) Stufenmodell

Schon bei dem Spracherwerb erkennt man leicht, dass der Spracherwerb nicht erst mit dem ersten Wort beginnt, sondern schon lange vorher. Eigentlich schon mit dem ersten Atemzug, dann Mundbewegung, dann Babylaute, usw.

Es wird verglichen mit dem mathematischen Ansatz der Katastrophentheorie. Bis eine Brücke einstürzt müssen erst über Jahre hinweg die Schrauben verrosten. Dann mit einem Schlag, ist das Ergebnis da.

2.) Fähigkeiten von Kindern werden unterschätzt

Kinder zeigen die Fähigkeiten meistens schon bis zu 4 Jahre vor erreichen der Stufe.

9-jährige erreichen beim Schach oft die formal operationale Stufe, während ungeübte Erwachsene hier auf der 3.ten Stufe sind.

3.) Piaget vernachlässigt die Kultur

Piaget hatte zwar einen Chinesen im Team, jedoch fielen hier die Unterschiede nicht auf.

Wie schon früher berichtet gibt es aber dennoch zu starke Kulturunterschiede um die westliche (Intelligenz-)Entwicklung zu generalisieren.

Meiner Meinung nach sind die Leistungen Piaget nicht sehr gut. Er hat soviel geschrieben und immer wieder seine Theorie zurechtgebogen, dass man eigentlich nicht von einer Theorie, oder einem Piaget reden kann. Passt etwas nicht in seine Theorie, so hat Piaget schnell zwei Pflaster herausgekramt und schon war alles wieder in Ordnung (z.B. vertikale Verschiebung, horizontale Verschiebung). Er hat sich auch nie die Mühe gemacht ein Alterswerk zu schreiben (oder verständlich und übersichtlich) in dem er seine Theorie noch mal ganz ausformuliert und sie belegt. Es ist eher ein verstreutes Werk. Das nützlichste finde ich noch, die Konstruktion des Weltwissens in den ersten Jahren (Die Entstehung der Intelligenz beim Kinde). Mütter/Väter können hier Anregungen finden, wie sie sich mit ihrem Neugeborenen beschäftigen können, so dass beide was davon haben und die Eltern auch die Denkweise des Kindes verstehen können.

Im nächsten Absatz kommt Wygotskis Theorie, die schon ein ganz anderes Format aufweist, und die ich als sehr fruchtbar und schon fast erleuchtend empfinde 🙂

Wygotskis soziokultureller Ansatz

(Zwischenfrage: Warum schreibe ich Wygotski mal so, mal so?)

Lev Wygotski war ein russischer Lehrer, der zeitweise verboten war, da er westliche Autoren zitierte. Er machte sich Gedanken über seinen Unterricht, leider ist er sehr früh gestorben (38 J) und so haben wir eigentlich nur seine theoretische Hinterlassenschaft, da er nicht dazu kam, seine Gedanken in konkrete Unterrichtshinweise umzuformen. Seine „Nachfolger“ haben das zwar gemacht, jedoch weiß man nicht, ob Wygotski ihre Methoden billigen würde. Vielleicht wollte er auch gar keine festen Methoden vorgeben, sondern hoffte auf die Intelligenz bei Lehrern.

„Psychologen erkennen heute an, dass die Kultur die kognitive Entwicklung formt; sie bestimmt, was und wie ein Kind von der Umwelt lernt. – Die von Piaget beobachteten Stufen sind nicht unbedingt „natürlich“ für alle Kinder, weil sie bis zu einem gewissen Grade die Erwartungen und Aktivitäten der westlichen Kulturen widerspiegeln (Kozulin, 2003, Rogoff 2003).“

Ko-Konstruktion

Die Übertragung von Wissen findet von einem erfahrenen Menschen zu einem unerfahrenem Menschen statt (Erfahrung in Bezug auf dieses konkrete Wissen).

Die Übertragung von Wissen auf den Lerner erfolgt in 3 Schritten:

1.) Eine erfolgreiches Beispiel einer kenntnisreicheren Person

2.) Verinnerlichung durch den Lerner

3.) Selbständiges Anwenden durch den Lerner

Folgendes Beispiel:

Eine Sechsjährige hat ein Spielzeug verloren und bittet ihren Vater, ihr beim Suchen zu helfen. Der Vater fragt sie, wo sie das Spielzeug zuletzt gesehen hat; das Kind antwortet. „Ich weiß das nicht mehr“. Er stellt weitere Fragen wie „Hast du es in deinem Zimmer zuletzt gehabt?“ oder „War es draußen oder bei deiner Freundin nebenan?“ Das Kind antwortet immer mit „nein“. Als er dann fragt, ob sie das Spielzeug zuletzt im Auto gehabt hat, sagt sie: „Ich glaube“ und geht zum Auto, um das Spielzeug zu holen (Tharp & Gallimore, 1988, S.14).

Sehr interessant ist, dass Piaget als auch Wygotski die soziale Interaktion als wichtig für die Entwicklung halten. Piaget bevorzugt Peers (also Gleichaltrige), wegen der ergiebigen „Grundlage der Gleichheit“. Wygotski bevorzugt fortgeschrittenere (Erfahrung, Intelligenz) Menschen. Wenn man das zusammennimmt, wäre eine gleichberechtigte Beziehung zu Erwachsenen wohl das Non-Plus-Ultra 🙂

Kulturtechniken

Kulturtechniken bilden den Umweltanteil an der Theorie. Jede Kultur hat verschiedene Gegenstände und Techniken, die sie bedienen muss, um zu überleben. Agrarkulturen haben Pflüge, Nautiker haben Sterne und Informationsgesellschaften Computer und Schrift. Diese Kulturtechniken werden von Erfahrenen an die Lernen weitergegeben. Von den Lernenden wieder internalisiert und dann selbständig angewandt. Diese Kulturtechniken dienen dann als Grundlage des Denkens und Handelns.

Sprache ist für Wygotski natürlich die wichtigste Kulturtechnik (Symbolsystem), da mit ihr neue Kulturtechniken erworben werden können.

Rolle des Selbstgespräches

Anders als Piaget sieht Wygotski Selbstgespräche als sehr wichtig an. Die in Ko-Konstruktion angeeigneten Strategien werden vom Kind selber wiederholt. Als Weisungen an sich selbst. Dann erst mit der Zeit werden sie stiller und stiller, bis sie in den inneren Dialog, das Denken übergegangen sind.

Bei neu erlernten Fähigkeiten, komplizierten Aufgaben oder in Drucksituationen wird das Denken wieder lauter und hilft die Gedanken zu ordnen. Man kann das leicht am Arbeitsplatz oder bei sich selbst beobachten.

Der Ansatz der „kognitiven Selbstinstruktion“ beschreibt, dass Kinder lernen sollen, sich selber zu ermahnen langsamer oder sorgfältiger vorzugehen.

Zone der proximalen Entwicklung (zone of proximal development)

Das Modell der „Zone der proximalen Entwicklung“ teilt die Welt in drei Bereiche auf.

1.) Der bereits verstandene Teil der Welt. Alles was der Lerner schon kann. Ein Unterricht über Stoff in dieser Zone würde Langweile bereiten.

2.) Die Zone, die genau um das bereits Verstandene herumliegt. Zone of proximal development. Also der Teil der Welt, der gut verstanden werden kann. Alle Vorkenntnisse sind vorhanden, aber das zu erlernende ist neu.

3.) Die Zone, die sich außerhalb dessen befindet, was man überhaupt verstehen kann. Für sie fehlt jegliches Vorwissen. Man kann hier nur auswendig lernen, aber verstehen ist erst möglich, wenn man das Vorwissen aufgebaut hat.

Man kann sich das Modell vorstellen, wie sich Bakterien in einer Petri-Schale ausbreiten. Um verschiedene Kerne herum wird kreisförmig immer mehr Raum eingenommen, bis die ganze Petri-Schale erobert ist.

In diesem Modell bekommt der Lerner alle Unterstützung, die er selbst benötigt. Mit der Zeit braucht er immer weniger Unterstützung, bis er alles selbst ausführen kann – also alle Strategien internalisiert wurden.

Rolle von Lernen und Entwicklung

Lernen macht die Entwicklung aus. Nur indem man immer neue Strategien lernt, entwickelt sich der Geist und die Entwicklung schreitet voran. Nach Piaget ging die Entwicklung dem Lernen voraus. Also erst, wenn der Geist sich auf eine gewisse Stufe entwickelt hatte, konnte man auch die Sachverhalte dieser Stufe verstehen (z.B. Berlin liegt in Deutschland, also ist ein Berliner zugleich auch ein Deutscher).

Grenzen der Theorie Wygotskis

Anscheinend ist unsere angeborene „kognitive Ausstattung“ mehr als vermutet. Neugeborene erforschen die Umwelt noch bevor sie von Lehrern lernen.

Und natürlich kennen wir von Wygotski nur Hypothesen, aber keine Umsetzungen, da er sehr früh starb.

Implikationen der Theorien Piagets und Wygotskis

Auf dem Stand (kognitiv und Wissen) der Schüler aufbauen

Wissen sollte aktiv konstruiert werden, nicht nur durch zuschauen. Eigene Fehler sind wichtig.

Das Spiel ist ein wichtiger Teil des Lernens.

Das Kulturwissen (Fundus, Techniken) der Schüler miteinbeziehen und berücksichtigen.

Sprachentwicklung

Erstprache:

Eine gute Übersicht über die Stadien bis zu 5 Jahren beschreibt die Entwicklungsschritte (inklusive Entwicklung bei Zweisprachigkeit).

Das Lexikon steigt in den ersten 4 Jahren auf 1000 Wörter an. Dann bis zum 6. Lebensjahr auf 10.000 Wörter. Dieses ist ein rapider Anstieg von ungefähr 4.500 Wörtern pro Jahr, was ungefähr 13 Wörtern am Tag entspricht (ist jetzt aber auch nicht so wild, wenn man bedenkt, dass das Kind den ganzen Tag nur diese Sprache hört und in ihr kommuniziert).
Zweitsprach:

Kleine Kinder lernen eine Zweitsprache nicht schneller als Jugendliche oder Erwachsene. Dies habe ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben. Später im Leben hat man mehrere metalinguistische Fähigkeiten (Wissen über Sprachen, Strategien im Spracherwerb).

Zweisprachige Kinder werden erst mit 3-5 Jahren kompetent in ihrer Zweitsprache.

Bis jetzt konnten keine Nachteile bewiesen werden, dafür aber Vorteile, wie starke Kreativität, bessere Begriffsbildung und kognitive Flexibilität, höhere metalinguistische Fähigkeiten (bemerken schneller Syntaxfehler).

Aber!! Nur, wenn die Zweitsprache nicht verteufelt wird. Liebe CSU: „Jetzt bitte schämen“.

Weitere Entwicklung:

Aussprache wird meist bis zum 6.ten Jahr beherrscht (auch schwierige Laute s,sch,ch).

Grammatik wird auch recht früh beherrscht (bis auf schwierig und überflüssige Konstruktionen, z.B. Passiv).

Lexikon von 11 jährigen ist ca. 40.000 Wörter (entspricht Zuwachs von 20 Wörtern am Tag).

Pragmatik (mit wem spreche ich in welcher Form) – Interaktionen mit anderen Menschen sind für Pragmatik-Entwicklung sehr wichtig.

Kultur hat einen wichtigen Einfluss: weiße Mittelklassenfamilien fragen ihre Kinder: „Wie viele Autos stehen da?“ während afroamerikanische Eltern nicht nach Dingen fragen, die ihre Kinder schon wissen: „Warum fragt meine Mutter mich, wie viele Autos da stehen. Sie sieht doch dass es 3 sind“ – würde sich das Kind wundern 🙂

Um Kinder zu fördern gibt man ihnen anspruchsvolle Umgebungen (körperlich als auch sozial). Fordert sie heraus, erklärt, spielt und unterstützt).

Dann kann gar nix schiefgehen 🙂

Eltern, sowie Lehrer/Erzieher/Begleiter können das – schlichtweg Menschen, die gerne mit Kindern ihre Zeit verbringen (und natürlich andere Kinder).

Nach meiner eigenen Beobachtung spielen Kinder ab 3.5 Jahren schön miteinander (über Stunden auch ohne Eltern). Davor können sie noch nicht aufeinander eingehen, können aber schon über Stunden alleine spielen – Diese Beobachtung gilt aber nur sehr lokal (also für meine Kinder) – was sind Eure Erfahrungen?

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