Buchbesprechung – Timm Thaler – Das verkaufte Lachen – James Krüss

(Papa)

Vorweg will ich sagen: Timm Thaler, das ist ein Buch, das ich nicht mehr weglegen konnte.

Timm, das ist ein Junge, der ein so trauriges Schicksal erleidet, dass er sein Lachen dem Teufel verkauft.

Es ein tolles Buch, das um die große, weite Welt führt. Der Teufel erklärt wie komplex wirtschaftliche Systeme sich untereinander bedingen und wie stark abgesichert Machthaber ihre Macht haben. Wie zynisch der schöne Schein durch Blut genährt wird.

Hier erfährt man über den Wert des Lachens und warum manche Erwachsene gar kein Lachen mehr brauchen.

Warum Macht so verführerisch ist, und am Ende doch nichts anderes als ein Zwang den der Mächtige auf seine Mitmenschen ausübt. Und warum er sich am Ende isoliert.

Wie man sein Lachen in einer verrückten Welt behält, es verliert oder es zurückgewinnt, es verkauft und verleiht und manchmal sogar vergisst – und dass Verträge existieren, nur um gebrochen zu werden.

Bei den Verträgen fällt mir eine interessante Geschichte über eine wirkliche Person ein, von der ich vor kurzem gelesen habe. Es ging um einen Millionenvertrag. Die Anwälte von Partner A wollten das die Person (ein reicher Geschäftsmann) den Vertrag vor Unterzeichnung gegenliest. Er verweigerte mit den Worten: „Ich lese keine Verträge“. Die Anwälte von Partei A strichen darauf hin ein paar Passagen und legten ihn zur Unterzeichnung vor.

Doch dieses Buch bietet soviel mehr. Irgendwie war es für mich ein Platz zum ausruhen. Dort kann man ein echtes Lachen „hören“ und das Lachen eines Kindes noch einmal so beschrieben bekommen, dass es auch ein Erwachsener versteht. Damit ich das nächste Lachen meiner Kinder richtig genießen kann, vielleicht sogar etwas davon lernen kann. Nämlich, wie man lacht, ohne sich zu schämen, dass man lacht. Ohne daran zu denken, dass man zu laut lacht, oder zu kindisch, oder zu lang, oder ein grunzen daraus werden könnte.

Vielleicht kann ich das Lachen wieder so lernen, wie ich vielleicht als Kind lachte.
Den eines sagt dieses Buch auch: Auch beim Lachen gilt – wer suchet, der findet; selbst wenn man es vom Teufel persönlich wiederholen muss. Und es ist nie zu spät, egal, wie lange man nicht mehr gelacht hat.

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