München allein für Uns

(Papa)

Da ich nicht an das Konstrukt der Nationalstaaten glaube, schaue ich auch nicht WM, EM, TM, M&M usw. – zumal ich gar nicht weiß, was es bringt, wenn ich irgendwelchen Leuten stundenlang beim Spielen zuschaue. Aber manche wissen das ja. Eigentlich wissen es sogar so viele, dass ich eigentlich gar nicht sagen darf, dass ich nicht schaue.

Im Halbfinale habe ich die Gelegenheit ergriffen und bin mit Chopper und Nami rausgegangen. Wir fuhren mit den Fahrrädern auf verwaisten Straßen und spielten im ausgestorbenen Ortszentrum. Kein Mensch war da. Wir hatten die ganze Stadt für uns alleine. Für ganze zwei Stunden konnte man wahrscheinlich sogar auf den Autobahnen schlafen. Denn das beste war, nicht nur die Menschen waren weg – Menschen mag ich ja – aber auch die Autos.

Und ohne Autos, das weiß jeder ist es: Still. Und alles, das was vorher den Maschinen gehörte, gehört auf einmal den Menschen. In diesem Fall uns, die anderen waren ja alle hinter ihren Mauern und schauten in die weite Welt.

Ich freue mich auf die nächste WM, das nächste Sommermärchen. Denn in jedem Märchen steckt ein Kern Wahrheit, und das ist hier, wenn die Autos schweigen und die Menschen die ganze Welt für sich zurückhaben.

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