Das neue Stockbett und Baby

(Papa)

Ich mache es jetzt offiziell bekannt: Mama ist schwanger! Heute waren wir beim Arzt (Mama hat eine neue Frauenärztin ausprobiert, ihr hat es gar nicht gefallen, sie hat den ganzen Tag geklagt).

Bis jetzt verkünden wir die frohe Botschaft aber nur in der Blogsphere 🙂

Wir freuen uns darauf. Diese Worte hat man in Deutschland schon lange nicht mehr gehört. Und auch ich fühle mich seltsam, wenn ich sage: wir freuen uns auf ein Baby. Aus den letzten beiden Erfahrungen habe ich gelernt, was man alles falsch machen kann.

Hier eine kurze Liste von Dingen (infrastrukturellen), die einem das Eltern sein schwer machen:

1.) Zu kleine Wohnung

2.) Ein schlechter Kinderwagen

3.) Ein zu kleines Auto (siehe Caravan weiter unten)

4.) Zentral in der Stadt wohnen

Alle meine Namensvorschläge wurden schon abgelehnt. Darüber müssen wir aber nochmal reden.

Ich habe gestern schon das Elterngeld ausgerechnet, das macht es einem schon leichter – vielleicht kaufen wir uns einen Caravan und dann gehts ab – das würde den Kindern super gefallen 🙂

Gestern bin ich mit Chopper an einem Caravan vorbeigekommen und er sagte:

„You can live in there and drive around – THAT’S AMAZING!!!!“ Und er hob beide Hände weit weit über den Kopf, und seine Augen leuchteten.

Wir brauchen sowieso einen Caravan, da Homeschooler ja in Deutschland verfolgt sind.

Wir haben jetzt endlich auch ein neues Stockbett. Gab’s umsonst aus dem Internet. Chopper und Nami klettern hoch und hüpfen oben wie wild herum. Nami ist schon 3 mal runtergeplumpst. Aber da ich meine Tochter ja mittlerweile kenne liegen unten überall Matratzen und Kissen. Ein bisschen weh tut sie sich zwar immer noch, aber das ist gut so, denn sonst lässt sie sich überall runterfallen.

Letztens ist sie sogar auf das Fensterbrett von einem offenen Fenster gestiegen! Ich hörte sie im Nebenraum ächzen und wusste sofort was da los war. Es stand nichts vor dem Fenster, an dem sie hochklettern konnte. Sie zog sich nur an der Heizung hoch. Sie kann das erschreckend gut. Als ich dann ins Zimmer kam, sah ich sie. Sie stand aufrecht. Auf dem Fenstersims. Das Fenster komplett offen. Rücken zu mir gedreht. Im 1ten Stock.

Ich ging auf Zehenspitzen ganz schnell zu ihr hin, umfasste sie noch bevor sie mich bemerkte (und sich vielleicht umgedreht hätte), und nahm sie sofort herunter und setzte sie auf einen nahen Stuhl. Dann musste ich mich erst einmal ausruhen.

Dann erklärte ich ihr es noch einmal ganz ruhig und mit einem besonders lauten BAMM beim Aufprall.

Dann erklärte Mama ihr es auch noch mal. Ich glaube sogar Chopper hat es ihr nochmal erklärt.

Nun ja, auf jeden Fall haben sie jetzt dieses super-tolle umsonst Stockbett und ich will das ganze Spielzimmer zu einem tollen Abenteuer und Kletterzimmer umrüsten.

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10 Kommentare zu “Das neue Stockbett und Baby

  1. Oh, Herzlichen Glückwunsch!! Das freut mich ja für euch. 🙂 Ich hoffe ja auch, dass bei uns auch nochmal jemand dazu kommen kann (vielleicht nächstes Jahr…;-)

    Also, ich habe festgestellt, dass eine zu kleine Wohnung zeitweise vollkommen okay ist.
    Kinderwagen brauchten wir garnicht (hatten ja ein tolles Tragetuch. Ein Auto besitzen wir zur Zeit garnicht – weil wir zentral in der Stadt wohnen. *lach* Allerdings ist es keine Großstadt, und wir sind sehr schnell in der Natur, unsere Straße ist eine relativ ruhige Sackgasse.

    Aber einen Caravan finden wir auch toll, und irgendwann werden wir wohl auch einen haben. *hoff, träum*

  2. lebendiglernen.blogspot.com/2008/02/
    meine-kleine-klettermaus.html

    Das mit der Fensterbank kommt mir so bekannt vor. 😀

  3. Herzliche Glückwünsche zur frohen Nachricht! 🙂

    Das Wichtigste für mich für ein schönes Leben mit Kindern ist, keine Angst haben zu müssen: z. B. wenn

    – eine fünfköpfige Familie, drei Kinder auf der Rückbank, ein Dachkoffer oben drauf, in einem Cinquecento nach Italien reist
    – die ganze Familie samt Baby nachts um zwölfe gemütlich nach Hause spaziert
    – die Kinder an einem etwas kühlen Regenherbsttag mit marameldaeverzierten Mündern, wirrem Haarschopf und barfuß draußen auf einem Spielplatz sind

    daß dies dann gleich als Kindesvernachlässigung und Tendenz zur Verwahrlosung gewertet wird, von unseren lieben hinschauenden Nachbarn und den zum Hinschauen (undifferenziert) auffordernden JA-Tanten und -Onkeln.

    Außerdem finde ich wichtig, die bürokratische Belastung (Leerlauf“arbeit“) der Eltern zu minimieren, also so Sachen wie das Elterngeld ohne Türme von zuvor auszufüllenden Papierbögen auszuzahlen (es kann ja alles so einfach sein, das zeigt die Zahlungsweise des Kindergeldes).

    Und eine ausreichende finanzielle Absicherung (die wir ja momentan noch haben, allerdings sehr am unteren Rande, wie ich finde, und nicht lange genug) für Eltern, die sich wirklich ihren Kindern widmen möchten bzw. für die Familien, damit sie nicht in Existenzängste geraten zu brauchen, gehört auch dazu.

  4. Eljascha, Du triffst den Nagel auf den Kopf!
    DAS finde ich hier in D sehr unerträglich – dass man ständig Angst haben muss, dass man in anderer Augen die Kinder ‚vernachlässigt‘, weil man sie einfach Kind sein lässt, mit allem was dazu gehört.

  5. (Papa)
    Mich nervt das auch. Besonders da Chopper und Nami ja dauernd nackt rumlaufen und auch in den Übergangszeiten generell nicht so dick angezogen sind, wie es die Borg (Star Trek) erwarten.
    Jeder kuckt einen an und alle Augen sagen: Kindesvernachlässigung !
    So etwas wie „bewusste elterliche Entscheidung“ kann sich hier gar keiner mehr vorstellen.

    Wir haben in der Reichi-Gegend von München gewohnt. Leider als Schallschutzmauer für die Reichen. Direkt an einer richtig gut und dauernd befahrenen Straße. Ohne Balkon. Das war die Hölle.

  6. Mir graut auch schon vor dem Ausfüllen des Elterngeld-Antrages. Vielleicht bessern die ja noch nach. Allerdings wäre das ja zum „Elternwohl“. Und das will hier keiner.

  7. Auch aus den fernen Massachusetts, USA, einen dicken fetten Jippie und herzlichen Glueckwuensch!

    Freut mich zu lesen, dass es euch gut geht und dass ihr euch richtig freue koennt auf eine Erhoehung der Statistik… eigentlich seid ihr Musterbuerger!

    Auf, dass es der Mama bald sehr gut geht und ihr alle der Zeit des Wartens gut geniessen koennt!

  8. Danke für die Glückwünsche. Wir wären wohl echte Musterbürger. Allerdings lehne ich den Diminuitiv Bürger für mich ab. Ich bin ein Mensch. Bürger sind entrechtete Wesen. Für Menschen gibt es dann wieder keine Muster 🙂

    Mama geht es jetzt Gottseidank besser.

  9. Pingback: Hochbett wechsel Dich « Thousand Sunny’s Weblog

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