Das Experiment – 16.Tag Computerspielen ohne Ende

Chopper hört sich mittlerweile hauptsächlich die Lieder von Thomas & Friends an. Mittlerweile singt er auch mit. Wobei man sagen muss, das Mitsingen geht nicht so schnell von statten, als wenn wir es ihm persönlich vorsingen (ich denke mal, das liegt an Dingen wie: zusätzlicher visueller Reiz, Großes Angebot, lange erzählungsähnliche Texte usw).

Er „spielt“ (surft) jetzt ungefähr eine Stunde am Tag. Sehr verteilt, so dass es gar nicht auffällt. Dafür baut er sehr massiv an seiner Eisenbahn und will immer wieder neue Aufträge (ich bin der Fat Controller – der Manager – und gebe immer neue logistische Aufgaben, die immer eine kleine Herausforderung bieten; z.B. Rechnen, Logik usw). Diese Aufgaben erfüllen dann Thomas, Percy, Diesel und Lady. Es ist eine Freude. Vor dem Experiment hat er seine Schienen selten angefasst, jetzt ist er jeden Tag stundenlang vertieft und erweitert immer mehr das Schienennetz und die umgebende Infrastruktur.

Gestern:

Heutiger Streckenausbau

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4 Kommentare zu “Das Experiment – 16.Tag Computerspielen ohne Ende

  1. Genauso nackt laufen hier die kleinen rum. 😀 Schöne Bilder!

    Noch eine Frage: meinst Du, dass Chopper so fantasievoll baut, weil er am Computer spielen darf, oder weil er ein Thema gefunden hat, was er gerade vertiefen will?

    Jamie liebt ja auch Eisenbahn – er schaut sich z.B. liebendgern Filme über Dampfloks an, aber bauen tut er zur Zeit nichts.
    Auf der anderen Seite gibt es hier eine Bahn für Ferngesteuerte Autos – an der sind wir vor einigen Tagen mit dem Zug vorbei gefahren. Das hat die Fantasie der Kinder so beflügelt, dass wir hier jetzt ferngesteuerte Autos (ein altes Handy und ein altes Dikitiergerät sind die Steuerungen *lach*) rumfahren, und die Zugschienen sind nun die Autobahn.

  2. >(ein altes Handy und ein altes Dikitiergerät sind die Steuerungen *lach*)

    Das finde ich sehr interessant. Piaget sagt hier nämlich, dass Kinder noch sehr schlecht wahrnehmen. Also er denkt, sie halten das wirklich für Steuerungen. Ich glaube sie haben einfach Fantasie.

    Deine Frage auf den Ursprung der Fantasie ist eine sehr tiefe Frage. Sehr wahrscheinlich ist wohl Interesse nötig um eine Sache fantasievoll zu bearbeiten. Wo Desinteresse ergo Langweile herrscht wird die Fantasie nicht gut blühen.
    Was die Quelle ist, scheint egal zu sein. Henri Fabre musste nur ein Schneckenhaus sehen. Andere brauchen nur ein paar Buchstaben oder gar nichts.

  3. Hm.

    Desinteresse ergo Langweile…

    Ich finde, du tust „Langeweile“ unrecht, wenn du sie gleich mit Desinteresse stellst.

    Gut Ding will lange Weile haben…

    Ich merke, dass gerade wenn meine Kinder Langweile verspüren, kommen die dollsten Sachen zustande.

    Wenn Desinteresse und Langweile zusammentreffen (z.B. in der Schule: also man hat keine Interesse auf die vorgegebene Inhalte und kann sie sich auch nicht „entziehen“), dann ist es mit der Langweile ziemlich schrecklich.

    Aber hat man die Möglichkeit, in seiner Langweile, eigene Lösungswege zu suchen und auch nachzugehen, dann kann nicht von Desinteresse gesprochen werden, sondern von Kreativität…

    Was meinst du?

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