Erziehung im Vorübergehen

(Papa)

Kennt Ihr das. Egal, wem ihr mit euren Kindern auf der Straße begegnet, es hagelt Erziehungstipps im Vorbeigehen.

Für das erfolgreiche Betipptwerden müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

-Der Tippgeber hat selbst keine Kinder.

-Die betippten Kinder entsprechen nicht dem Mainstream (Chopper und Nami waren heute nackt draußen).

Sobald man in Höhrweite kommt immer ein Satz – der Tipp – und dann noch ein Kopfschütteln – der Hinweis, dass man den Tipp bitter nötig hat – und ein „tut mir sehr leid“ – der Hinweis, dass der Tippgeber bis zu diesem Punkt die Erziehung der Betippten aus einem Gnadenakt heraus unterstützt, aber leider an dieser Stelle die Grenze des erträglichen erreicht ist.

Das sieht dann so aus: „Nackt draußen, das geht nun wirklich nicht, tut mir sehr leid“.

Der Tipp wird gemurmelt, und es wird so getippt, dass man keine Chance hat zu antworten, da der Tippgeber schon wieder aus dem Sichtbereich ist. Es tippen auch nur entgegenkommende Passanten, niemals überholende.

Schon mal gemerkt.

An alle Tipper: „Ich bin gerne zu jeder Art von Diskussion bereit. Aber bitte eine Begegnung von Mensch zu Mensch. Ihr seid nicht der Papst, der mir en passant die Absolution für meinen Umgang mit meinen Kindern und ihrem Willen erteilt“.

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