Zuhause ohne Mama

(Mama)
Heute abend hat sich Chopper gewünscht, dass ich morgen (Samstag) auch wieder zum Praktikum gehen soll. Ich habe ihn gefragt, warum, und er sagte: weil dann die Nami mit mir spielt.
Es ist tatsächlich so: Nami weint sehr viel wenn ich da bin und stößt sich/fällt hin etc. Sie hat dann gar keine Energie, sich mit anderen Dingen oder Menschen zu beschäftigen. Also funktionert das gemeinsame Spielen auch nicht. Das ist wohl ganz anders, wenn ich weg bin.

Also habe ich Chopper versprochen, dass ich die beiden nicht störe, wenn sie spielen.

Und ich muss eine Lösung finden, die der Nami die Sicherheit gibt, die ihr anscheinend zur Zeit fehlt.

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6 Kommentare zu “Zuhause ohne Mama

  1. Ich denke (von außen betrachtet), daß sie Dir sagt, was sie möchte 🙂
    Lies mal Deinen Eintrag über „Carry“ noch einmal. Mit knapp 2 ist sie doch eigentlich noch ein Tragling. Trage sie einfach: wann immer es geht –> auch wenn sie gar nicht danach fragt –> bis es ihr selbst zu viel wird.
    Wenn sie dann von selbst das Weite sucht („Oh nein, nicht schon wieder auf den Arm – ich WILL hier runter!“), dann bist Du auf der sicheren Seite ;->

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß wenn die Kinder im Alter sehr dicht beieinander sind, man sie ab ca. 18 Monaten als Doppelpack ansieht (wie Zwillinge): wir haben jetzt halt zwei Kleinkinder.
    Wenn der größere aber einen Entwicklungsschritt macht, wird der Abstand auf einmal wieder größer und der Kleine wieder babyhafter.
    (So wie im umgekehrten Fall der Ältere wieder eine Babysprache verwendet oder eine Windel möchte, wenn sich intensiv um den Kleineren gekümmert wird.)

    Kennst Du das Buch „Die fünf Sprachen der Liebe – Für Kinder“ ?
    Die Autoren verwenden das Bild eines „Liebestankes“ der immer gefüllt sein muß, damit sich das Kind sicher und geliebt fühlt. Bildung ist halt nicht alles 🙂

    Ich weiß, solche Tips von außen sind immer einfach – aber schaden wird es sicher nichts.

  2. Selbst bei Größeren Kindern hat man das noch. Ich merke das gerade bei ‚Lisa‘. Sie ist ja schon 6, aber anscheinend gerade in einer (für sie anstrengenden) Entwicklungsphase. Sie wird schnell zickig und kratzbürstig, bricht schnell mit ‚Jamie‘ einen STreit vom Zaun. Was sie eigentlich braucht ist Nähe und Körperkontakt. Manchmal komme ich nicht sofort drauf, was gerade passiert. Aber seitdem ich ihr bewusst mehr Körperkontakt gebe (mit ihr Kuschele, sie streichele, in den Arm nehme, oder sogar mal AUF den Arm – z.B. ins Bett tragen -) ist es schon viel besser geworden. Wenn die Kinder älter werden, werden solche Phasen zwar seltener, aber dieses Bedürfnis nach besonderer Nähe ist immer mal wieder da.

  3. (Mama)
    @anonym
    Das mit dem Doppelpack stimmt schon, zumal Nami auch sehr schnell neue Dinge lernt.
    Aus deinem Komentar lese ich heraus, dass Du davon ausgehst, dass wir unseren Kindern nur Bildung zukommen lassen, ohne uns über ihren emotionalen Zustand klar zu werden. Bildung ist bei uns eine sehr natürliche Sache, für die wir uns alle begeistern, und die wir zusammen erleben. Das hat auch sehr viel mit Kuscheln etc. zu tun.
    Was ich nicht will, ist Nami auszutricksen, das heißt, sie zu tragen bis sie nicht mehr will. Ich trage sie, wenn ich kann (die Energie habe, nicht gerade koche,etc.). Sie kann jederzeit nach einem cuddle oder carry fragen, und wenn möglich unterbreche ich meine Tätigkeit um für sie da zu sein. Wenn es nicht möglich ist, erkläre ich es ihr, und cuddle sie, wenn es wieder möglich ist. Dasselbe gilt für Chopper.
    Es geht mir nicht darum, dass sie mal getragen werden will, sondern dass sie immer getragen werden will, ein cuddle nicht ausreicht, und sie weint, sobald sie bemerkt, dass sie ja nicht auf meinem Arm ist, anstatt mich einfach zu fragen.
    Für dieses Verhalten suche ich die ursache, nicht eine Methode, mit der ich ihr dieses Verhalten ausmerzen könnte.
    Ich suche auch eine Möglichkeit, wie ich ihr die Sicherheit geben kann, die sie braucht, wenn ich nicht jeden Tag den ganzen Tag da bin. Zusätzlich muss das während einem Praktikum eine Möglichkeit sein, die ich tragen kann. Das ist schwierig, eben weil ich nicht da bin.

    @einfach familie
    Gemerkt hab ich’s ja schon 🙂 Jetzt muss ich nur noch dazu in der Lage sein, den Bedürfnissen entgegen zu kommen. Aber das Praktikum ist vorbei (und das Semester geht wieder los…), also haben wir bald auch wieder mehr Regelmäßigkeit.

  4. „Aus deinem Komentar lese ich heraus, dass Du davon ausgehst, dass wir unseren Kindern nur Bildung zukommen lassen, ohne uns über ihren emotionalen Zustand klar zu werden.“
    Nein, liebe Nami-Mama, daß denke ich nicht. Denn das würde überhaupt nicht dazu passen, was ich bei Euch lese. Deshalb war hinter meinem letzten Satz auch ein Emot-Icon: so eins 🙂
    Weil ich denke, daß Du das („Bildung ist halt nicht alles“) auch so siehst. 🙂 Es ging halt in letzter Zeit sehr viel um Bildung.

    Eigentlich enthielt mein Kommentar gar keine Kritik. Ich hatte Deinen Eintrag so verstanden, daß Du im Moment den Eindruck hast, daß Deine Tochter nicht genug Sicherheit erfährt. Und daß Du nach einer Lösung suchst, ihr trotz Deiner mehrstündigen Abwesenheit, diese Sicherheit zu geben.

    So entstand meine Idee, sie so viel wie möglich zu tragen; sozusagen Sicherheit komprimiert.
    Als ein „Austricksen“ sehe ich das nicht an, da das Bedürfnis ja da zu sein scheint. Vielleicht fragt sie nicht so oft, wie sie gerne würde ?

    Mama beschäftigt – Nami wartet.
    Mama denkt, Nami ist zufrieden – Nami versucht rücksichtsvoll zu sein.
    Mama wartet zu lange – Namis Tragling-Tank ist leer.

    ??? Macht das Sinn ?

    „anstatt mich einfach zu fragen“
    Ist das vielleicht noch zu viel verlangt ? Mein Zweijähriger wäre dafür noch zu jung, alle seine Bedürfnisse verbal zu kommunizieren.

    „Für dieses Verhalten suche ich die ursache,“
    Nicht genug Carry ?

    „nicht eine Methode, mit der ich ihr dieses Verhalten ausmerzen könnte.“
    Lieber nicht ausmerzen, würde ich sagen: das ist auch eine Art der Kommunikation. Solange sie das macht, weißt Du, daß etwas nicht stimmt.
    Nicht sie soll damit aufhören, sondern Du möchtest etwas anders machen: so hatte ich Dein Problem aufgefaßt.

    Selbstständiger wird sie von selber, wenn die Zeit reif ist.

    Wer hat gesagt, man kann die Kleinen gar nicht verwöhnen ? Holt ?

    Noch einmal: ich möchte Dich nicht kritisieren, sondern nur mitdenken.
    Bis sich wieder etwas an der Situation verändert, muß man halt irgendwie improvisieren. Daß sie ihre Bedürfnisse kurzfristig anpassen kann, bezweifele ich.

    Fröhliches Ausprobieren ! 😉

  5. (Mama)
    Hallo Anonym, danke, dass Du nochmal zurückgeschrieben hast. Ich entschuldige mich vielmals für meine bissige Antwort auf Deinen ersten Komentar. Ich bin irgendwie wieder in die Verteidigungsposition gegangen, obwohl das ja gar nicht der Sinn dieses Blogs ist.
    Mit Nami habe ich eine Lösung gefunden. Das Problem an der Lösung mit dem Dauer-Carry war, dass ich das nicht geschafft hätte. Wenn ich von der Uni/Arbeit komme, bin ich meistens aus den verschiedensten Gründen nicht völlig, aber etwas erschöpft. Wenn ich nach hause komme, muss gekocht werden, eventuell gehen wir noch raus, die Kinder wollen beide mit mir spielen /Geschichten vorgelesen bekommen etc, dann bringe ich sie ins Bett. Danach habe ich Zeit zu lernen/arbeiten. Wenn ich Nami noch dauernd auf dem Arm hätte, würde ich an manchen Tagen zusammenbrechen. (Und ein sanftes Austricksen ist es für mich immernoch, wenn das Ziel ist „auf der sicheren Seite zu sein“ – aber dem Emoticon nach zu urteilen hast Du das nicht so gemeint. Noch ein Fehler meinerseits: Ich überlese Emoticons.)
    Unsere Lösung sieht so aus: Cuddles sind immer zu haben, nur manchmal sind sie eher kurz (z.B. wenn ich vor dem Herd stehe). Carries gibt es auch für beide, wenn es auch für mich gerade geht. Wenn es nicht geht, sage ich nicht einfach nein, sondern sage ihnen auch, warum nicht. Ich achte darauf, dass ich mehr oder weniger entspannt bin, so dass für mich die Kinder im Vordergrund stehen, und nicht das, was ich alles noch an dem Tag schaffen muss. So habe ich auch die Ruhe, auf die Kinder zuzugehen, statt mich auf die rein-verbale Kommunikation verlassen zu müssen.
    Es funktioniert! meistens zumindest.

  6. Och Mensch. *drück*
    Du brauchst Dich doch bei *mir* nicht entschuldigen, wenn ich mich so blöde ausdrücke, daß Du mich falsch verstehst.

    Irgendwie fehlt bei der rein schriftlichen Kommunikation die Hälfte des Inhalts: Mimik, Körpersprache, Sprachmelodie, … Alles abgeschnippelt !
    Da ist das irgendwie vorprogrammiert.

    Und ich Dussel vergesse, wenn ich meine Text fertig habe, dann irgendwie das Einloggen, was auch nicht gerade förderlich ist.

    Und sonst ? Dein Platz, Deine Regeln. 🙂 🙂
    (Du kriegst jetzt zwei Smilies damit Du sie nicht übersiehst.)
    😉 😉

    Ich gehe mal davon aus, daß Du hundemüde bist.

    Vielleicht habe ich auch zuviel von meiner Situation in Deine hineininterpretiert. Wir hatten das Tragling-Problem vor ein paar Monaten, nämlich als ich mit der ganze Kleinen hochschwanger war und auch nach der Entbindung noch.
    Jetzt geht es wieder, aber ich trage den 2-Jährigen definitiv mehr als seinen Bruder im gleichen Alter.

    Laß‘ doch den Papa mal kochen, wenn Du spät heimkommst.

    Jetzt aber mit einloggen !

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