Der Praktikant

Diese Woche hatte ich Mamas Bruder als Praktikant (Realschule Bayern, da ist das Pflicht).
Ich war sein Ausbilder. Eine ganze Woche, wow, ich frag mich, was man da lernen soll.
Am Anfang haben wir ein bisschen gesprochen, was er machen will.
Wir kamen dann auf Spieleprogrammieren, Ich habe ihm dann GameMaker gezeigt. Er war hocherfreut.
Der Witz: Ich kann zwar programmieren, aber eben nicht GameMaker – er musste sich also alles alleine beibringen. 100% Unschooling 🙂

Zusätzlich sind die Kinder öfter zu ihm rein, denn sich richtig konzentrieren lernt man sich nur, wenn Ablenkung vorhanden ist.

Zum Ende der Woche hatte er dann ein Spiel am laufen, man flog im Flugzeug herum, schoss Gegner ab und flog weiter.
Ich glaube er hat sich wirklich gefreut, wobei man das ja nie weiß, die Jugend von heute ist ja immer so „cool“, dass man manchmal nicht erkennt, ob sie überhaupt noch wach sind 🙂
Dann hat er noch Photoshop / respektive GIMP gemacht. Hier sollte er aus der Auswahlliste für Homeschooler-Sprüche ein paar herauswählen und dazu Ideen für T-Shirts entwickeln. Leider ist das noch gar nicht fertig geworden.

Eine Sache fand ich sehr bezeichnend, nämlich, als er mir erklärte, dass das Praktikum seinen Tagesablauf völlig über den Haufen werfe: „Normalerweise gehe ich in die Schule, danach Freunde, dann die ganze Nacht Computer zocken. Jetzt geht das aber nicht mehr, da ich ja schon den ganzen Tag vor dem Computer sitze. Also, sobald ich nach Hause komme, kein Computer mehr.“ – „Was hast Du dann gemacht“ – „Gitarre gespielt“.
Schön oder? Hast Du zugehört KulMini?


Chopper hat auf dem Weg zur Arbeit (manchmal darf er ja mitkommen, es ist ein kinderlieber Betrieb) die ganze Zeit gereimt. Wonkie, Bonkie, Haus, Maus, Mummy, Wummy, Dragon, Wagon, Schlumpf, Pumpf. Er hat wirklich sehr viel Spaß dran.

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2 Kommentare zu “Der Praktikant

  1. Ha, das ist ja eine nette Geschichte. Vor allem das mit dem Tagesablauf …

    Unser Fernseher ging ja genau da kaputt, als Samuel aufhörte in die Schule zu gehen. Ich befürchtete wilde Proteste – aber ganz im Gegenteil. Er hat einmal ganz ruhig festgestellt „Jetzt lese ich viel mehr.“ und das war’s dann.

    Wir sollten ein Buchprojekt entwickeln (analog zum T-Shirt-Projekt und all den weiteren noch zu ersinnenden Projekten – mit dem Titel „Vorsicht: Der Schulbesuch kann dazu beitragen, Deine Suchtanfälligkeit erheblich zu erhöhen!“ (oder so ähnlich), und darin dann eine Sammlung von so netten Geschichten.

  2. Bei uns ist jetzt auch seit 8 Monaten der Fernseher aus. Da ich sehr lange stark fernsehsüchtig war, fehlen mir manchmal wehmütig manche Serien.

    Doch das Leben ist um so vieles reicher geworden und meines, dass ich den Fernseher nur selten anschalte. Ich glaube so geht es allen, die den Fernseher ausschalten. Unsere Kinder haben auch nicht groß gemeckert – sie hüpfen halt jetzt auf der Couch (und wir machen mit 🙂

    Dieses Buchprojekt wird auf jeden Fall interessant.
    Ich führe auch immer wieder „Interviews“ mit Kindern, wie stark sich ihre Werte schon durch die Schule verzerrt haben (z.B. langes Nachdenken -> schlechte Note).
    Vielleicht können wir es erstmal als gemeinschaftlichen Blog starten.

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