Hydra, Stammzellenforschung, und ein Liederabend

Mama hatte heute ihren ersten Praktikumstag. Sie ist ja -unter anderem- auch Biologin und da war heute die Hydra dran. Ein Tier, dass so viele Stammzellen und so wenig Gehirn hat (keines!), dass es sich immer wieder fast komplett regenerieren kann. So etwas kommt ja nicht nur in der Natur vor.

Es macht sich wirklich bezahlt, dass wir, als unsere Kinder geboren wurden mithalfen ein Schulsystem zu entwickeln und es seitdem auf uns anwenden. Der Prof hat die Mama gefragt, ob sie denn schon fertig studiert hätte.
Es war aber toll von den Bedingungen dort im Praktikum zu hören. 2 Professoren, 4 Doktoranden und das für 13 Studenten. Naja, Stammzellenforschung ist eben ein ganz heißes Thema, da fließen die Gelder.

Chopper hat am Abend die neue Kommode (gebraucht geschenkt bekommen) dazu benutzt sich eine Tribüne zu bauen. Die Wand war eine Riesen-Stereoanlage mit Hebeln und allem drum und dran und dazu gab es natürlich imaginäre Tonträger.
Er legte Musik auf und sang sie dann „at the top of his voice“ ab. Danach durften wir uns Musik wünschen und er sang alles vor.
Das war super. Zusammen mit den Erzählungen, die er immer dazu gab, war es eine richtige One-Man-Show.

Ansonsten spielten wir viel Verstecken und es gab wilde Hetz-Jagden, bei der jeder mal Gargamel, Schwarz/Blau-Schlumpf oder der Kulmini war.

Eine Sache noch. Wir haben eine Geschiche, die er immer wieder hören will, nämlich: ein Bananenbaum hat die Mama angegriffen, weil sie sich frech benommen hat. Mama erzählt die Geschichte immer so, dass ich mich frech benommen habe, während ich wild gestikuliere um zu verdeutlichen, dass es doch die Mama war. Kurzum, deswegen mag die Mama keine Bananen mehr.
Heute hat er sie zum ersten Mal abgeändert: „Ein Kartoffelbaum hat mich in den Po gebissen, und deswegen mag ich keine Kartoffeln“.

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5 Kommentare zu “Hydra, Stammzellenforschung, und ein Liederabend

  1. Bitte weiterschreiben !
    Euer Blog wird gelesen – und genossen 🙂
    Mir fehlt im Moment nur die Muße zum Kommentieren.

  2. Erst beim zweiten Lesen aufgenommen:

    „Es macht sich wirklich bezahlt, dass wir, als unsere Kinder geboren wurden mithalfen ein Schulsystem zu entwickeln und es seitdem auf uns anwenden.“

    Schreibst Du was darüber ?

  3. Hallo rauhtierchen,

    das freut uns, dass der Blog gelesen wird – und besonders, wenn er genossen wird.
    Uns hilft das auch sehr den Tag (oder mehrere Tage) noch einmal ins Gedächtnis zu rufen – und hoffentlich später einmal für die Kinder zu konservieren.
    Das Schulsystem, an dem wir mithalfen: im Teenager Befreiungshandbuch ist es in den Anmerkungen ganz hinten beschrieben (Stelle 122).
    Generell finde ich es aber eine gute Idee, wenn sich am Anfang der Erziehung die Partner zusammensetzen und ein Lernsystem entwickeln. Dieses verschafft Klarheit und Einigkeit und man entwickelt vor allem sich selber!
    Auch wenn man keine Schule gründen will ist es eine tolle Übung, die auch die Beziehung untereinander auf eine neue Ebene bringt.
    Wir haben ungefähr ein Jahr diskutiert, bis wir bei einem Konsens auf allen Ebenen angelangt waren.
    Schwärm und Schwelg 🙂

  4. Das hört sich toll an! Ich freue mich immer über so engagierte Eltern. Oft machen mich Diskussionen mit anderen traurig, wenn sie ihren eigenen Einfluss und ihre Verantwortung für ihr Kind hinten an stellen, und eine ‚Experten-Betreuung‘ bevorzugen.

    Gerade habe ich auch darüber gepostet. Meint ihr, ihr hättet auch so einen positiven Einfluss auf eure Kinder, wenn ihr sie zeitweise in eine Einrichtung geben würdet? Eure Meinung würde mich interessieren. 🙂

  5. Ich (Anna) denke, dass man als Eltern widersprüchlich handelt, wenn man sein Kind in eine Einrichtung gibt, in der es nicht frei ist oder sich aus irgendeinem Grund nicht wohl fühlt, denn man lässt das Kind mit seinen Problemen alleine, oder stellt sich sogar gegen es. Es mag für die Eltern gar nicht so aussehen, wenn sie darauf bestehen, dass das Kind Hausaufgaben macht (sie wollen ja nur das Beste und handelt vorrausschauend), aber das Kind versteht die Welt nicht mehr.
    Also denke ich, dass es wirklich sehr individuell von der Einrichtung und dem Kind abhängt. Wenn wir unsere Kinder in eine herkömmliche Schule geben würden, würden sie sich spätestens nach ein paar Jahren hintergangen fühlen (und sie wären es auch). Mit einem Kindergarten würde es vielleicht noch klappen.

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