Mummy 1000Sunny
Chopper und Nami verbringen normalerweise einen Tag der Woche mit ihrer Gran, also meiner Mutter. Sie genießen es sehr, alle drei. Während der Endphase der Diplomarbeit waren wir darauf angewiesen, dass Sanji auch mitgeht. Ich hatte wenig Bedenken, da Chopper und Nami schon sehr gut mit ihm kommunizieren können, und sie bei eventuellen Schwierigkeiten aushelfen könnten. Auch ist meine Mutter ein ziemlich guter Baby-Versteher, spricht Englisch (wie ich) und hat einer sehr ähnliche Stimme wie ich. Und sie ist ja keine Fremde.
Es ging auch gut, aber nach der Diplomarbeit war er sehr anhänglich (verständlicherweise). Sobald es nur so aussah, als würde ich oder er alleine weggehen, brach er in Tränen aus. In den Wochen wurde er wieder sehr viel getragen und gestillt.
Letzte Woche holte also wieder Gran Chopper und Nami ab, und Sanji kletterte auch in ihr Auto, setzte sich auf den freien Platz, und schaute erwartungsvoll. Nach den letzten Wochen dachte ich, er würde nicht abschätzen können, ob er wirklich den ganzen Tag weg sein wollen würde. Vielleicht wollte er auch nur mit ins Auto klettern, und seine Geschwister nachahmen. Ich ließ ihn also sitzen, bis sie bereit waren loszufahren. Als ich ihn wieder herausholte, machte er wieder deutlich, dass er lieber wieder ins Auto wollte. Wieder dachte ich, er würde bei mir bleiben wollen, spätestens wenn er sieht, dass Gran mit den großen wegfährt und ich nicht mitfahre.
Aber sobald das Auto losrollte, musste ich ihn runterlassen, weil er so rumwuselte. Und er rannte los, dem Auto hinterher, fuchtelte wild mit den Armen herum, und rief seiner Gran hinterher.
Er wollte wohl wirklich mit, da half alles erwachsene Kleingerede und Besserwisserei nichts.
Er fuhr mit, und hat es nicht bereut. Gran auch nicht.
Er kann wohl doch so einiges abschätzen, obwohl er es nicht in wohlgeformten, wortreichen Sätzen darstellen und begründen kann. Sanji lehrt mich noch eine ganze Menge.