Meine Erste Erinnerung

Mummy 1000Sunny

Meine allererste Erinnerung stammt aus der Zeit, zu der ich noch ein Säugling war. Natürlich ist das nicht Bestandteil der Erinnerung, aber es muss so sein, habe ich mit meiner Mutter im Nachhinein festgestellt.

Meine erste Erinnerung ist eigentlich ein Zustand:

Ich sehe um mich herum eine dunkel-lila Begrenzung (das muss der Kinderwagen sein), und darüber irgendwo ganz weit oben die Decke, in warmes, gelbes Licht getaucht. Eigentlich kann ich die Decke gar nicht richtig sehen, aber ich weiß, dass sie da ist, und ich sehe das satte Gelb überall. Ich höre im Hintergrund leise, fröhliche Stimmen, ich glaube, es sind nicht nur meine Eltern, vielleicht haben sie Besuch. Es sind aber nicht viele Stimmen, und wie gesagt, sie sind leise.

Ich fühle mich zufrieden – es ist warm, ich bin wohlig pappsatt, und alles ist genauso, wie es sein sollte.

Es ist ein sehr intensives Gefühl der Zufriedenheit, und dieses Gefühl in der Erinnerung begleitet mich seit dem. Das eigenartige an dieser Erinnerung ist, dass sie nie verblasst ist. Vielleicht, weil sie so gut tut?

Schülergedichte?

(in Amerika sind die ja schon ein bisschen weiter was Bildung betrifft. Die haben zwar immer noch diese komischen Massenabfertigungsanlagen – doch eine Menge Menschen haben sich schon von diesem Quatsch verabschiedet).

Das habe ich auf Flickr gefunden:

You, my dear teacher,

you who tell me my thoughts are wrong,

you who are so neat and strong,

you so strict and proper and lukewarm,

you who tell me that I can’t and that I shouldn’t!

You, you-

who are you?

oder das:

Don’t you see my rainbow, teacher?

Don’t you see all the colors?

I know that you’re mad at me.

I know that you said to color

the cherries red and the leaves green.

I guess I shouldn’t have done it backwards.

But, teacher, don’t you see my rainbow?

Don’t you see all the colors?

Don’t you see me?

Was heißt denn hier „unsere Kinder“?

Wenn man denn aktuellen autoritären Autoren so glaubt, dann sind die Kinder auf der Straße und in den Wohnungen anderer Familien alles „unsere Kinder“?

„Warum unsere Kinder Tyrannen werden?“

„Was läuft falsch mit unseren Kindern?“

„Unsere Kinder – zu viel Selbstbewusstsein und zu wenig Gehorsam?“

Jetzt muss ich mal was klarstellen: Das sind alles gar nicht „unsere Kinder“. Meine Kinder sind meine Kinder – die werden gerecht geteilt mit der Mummy1000Sunny :) . Die Kinder der Familie von Nebenan sind deren Kinder. Manche behaupten sogar Kinder gehören sich selber.

Also nix ist mit kollektiver Kinderenteignung und dann Erziehung durch Sozialisation und Schulen-ABM. Platons Staat war ein reines Denkmodell und keine Utopie, die er durchsetzen wollte.

Kinder sind Kinder. Mann, mann, mann… diese Kinderenteigner können einen echt manchmal nerven… die sollten mal lieber eigene kriegen und dann schauen, wo sie ihre Motivation bei dem unbezahlten, 24-stunden-Knochenjob herholen.

Doch nur durch das Lächeln der eigenen Kinder.

(Und PS – wir Eltern sind Erwachsen – wir brauch keine Erziehung mehr)

Fotostrecke


Hier passiert so viel !!!!

Es ist unglaublich, wieviel hier zur Zeit passiert.

Als Erstes: Ich glaube Sanjis Name steht jetzt fest! Eine Eigenschöpfung. Ich hoffe wir kriegen das beim Standesamt durch, indem wir auf unsere zahlreichen japanisch-italienischen Vorfahren verweisen. Wie die 7 Kaiser und Herr Mugiwara No Ruffy!

Als Zweites: Nami kümmert sich so wundersüß um den kleinen Sanji. Mal streichelt sie ihn, mal spielt sie mit seinen Füßen und zeigt sie ihm, mal dies und mal was anderes.

Als Drittes: Chopper interessiert sich total für Sanjis Toilettengänge. Die Mama musste sogar ein Schild über die Wickelkommode hängen: „Call Chopper“ – also Chopper rufen, wenn er auf die Toilette muss. (ja, wir haben eine Wickelkommode; wir dachten, wir bräuchten das – hatten dann aber keinen Bock auf wickeln – und jetzt steht halt der Topf drauf)

Als Viertes: Mummy1000Sunny war wieder in der Arbeit. Alles lief prima. Sogar das Abhalten hat geklappt – sonst hat er die ganze Zeit geschlafen (bis auf das Stillen).

Als Fünftes: Gestern war die erste Nacht, in der der kleine Sanji komplett windelfrei war (er hatte zwar eine Windel an, ist aber jedes Mal auf die Toilette gegangen – und das schon nach 2 Wochen).

Als Sechstes: Ich habe erkannt, dass ich ein sehr einseitiger Vater war. Jaja, hier gibt es nicht nur Politikerschelte :) Ich habe viel zu sehr auf Choppers Lesekompetenz geachtet. Das habe ich gleich gutmachen wollen und habe (angeregt durch heulers sympathischen Golf-Fanatismus) folgendes gekauft:

Das Problem bis jetzt war nämlich, wir hatten eigentlich nur Memory/Domino (Kotz-Würg) und Brettspiele (wie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht (Doppel-Kotz)) – und natürlich Züge (die hängen mir sowas von raus!). Nunja. Golf hat Chopper irgendwie gar nicht interessiert (er ist anscheinend noch nicht so weit) – also habe ich das Spiel mit der Oma gespielt. Mein zweiter Versuch hat mich in die Bibliothek geführt und ich habe „Piraten Pitt“ ausgeliehen:

Das war DER KNÜLLER! Am Anfang hatte Chopper zwar sehr viel Angst vor dem Piraten – zeitweise hat er sogar aufgehört die Piratenschätze zu klauen. Ansonsten ist es wirklich schön mit ihm zu spielen. Er klatscht und jubelt – freut sich genauso wenn er Dir einen Schatz abnimmt, als wenn Du einen bekommst. Wenn er fertig ist, und ich noch nicht, dann spielt er das Spiel noch mit einer anderen Figur weiter. Und jeder der zu uns kommt, bekommt sofort von Chopper eine Gratis-Einführung in die Regeln des Spiels – und wird so unmerklich in eine Runde hineingequatscht.

Einziges Problem: Nami hat einen Matrosen und den Piraten entführt.

Als Siebtes: Topffit klappt super! Mittlerweile kann ich es auch! Die Mama bringt Sanji gar nicht mehr aufs Töpfchen, sondern gleich zur richtigen Toilette.

Als Achtes: Wir haben ein zusätzliches Bett (das haben wir doch wirklich von unserer Hebamme geschenkt bekommen – die ist gerade umgezogen) und haben es heute aufgestellt. Es lebe die Hausgeburt, das ist irgendwie alles viel persönlicher.

Als Neuntes: Ich bin voll optimistisch, dass Home/Unschooling noch dieses Jahr in mindestens einem Bundesland erlaubt wird. (Das ist allerdings totaler Optimismus und setzt voraus, dass alle weiterhin dran arbeiten – vielleicht die Bemühungen noch stärker kanalisieren und konzertieren – zur Zeit sind wir irgendwie so ein Haufen).

Als Zehntes: Heute war richtig schönes Wetter und wir waren mit Sanji spazieren (Nami und Chopper hatten Gran-Day).

Als Elftes: Nach den ganzen Lese-Computerspielen habe ich nun Lollipop Deutsch 1.Klasse für Chopper ausgeliehen

Es ist ein 3-D Spiel, in dem man durch eine virtuelle Welt gehen muss, sich mit Leuten unterhält, Rätsel löst und natürlich ein paar Lese-Lernübungen bearbeiten kann.

Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten findet sich Chopper in der kleinen 3-D Welt schon richtig gut zurecht. Man merkt richtig, wie er in seinem Kopf das Gebiet kartographiert.

Und Zwölftes: Piratenspiel + Lollipop 3-D Adventure haben einen Entwicklungsschub bei Chopper bewirkt. Er erfindet am laufenden Band selber neue Spiele und spielt diese dann alleine, oder zusammen mit Nami.

Na, ist doch alles eigentlich ganz gut – jaja, mann merkt, dass der Tag heute viel Sonnenschein hatte.

Edit: Och jo und heute habe ich angefangen für meinen Kinder-Computerkurs-Material zu sichten und zu erstellen. Da gibt es doch wirklich eine „Zweite Staatsprüfung für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an Gymnasien“ in der ich folgenden Satz lese:

„Bei all dem Wehgeschrei über den Zustand der Bildung
wird ein Bildungsort, vielleicht der wichtigste überhaupt,
häufig vergessen oder nur gestreift: Die Familie“
Daniel Goeudevert, Der Horizont hat Flügel, 2001

Deflation – Inflation – Transmutation

Zur Zeit sprechen ja alle von einer Deflation. Also alles wird billiger – ganz schlimm! Nämlich dann kann sich ja jeder alles leisten – und die HarzIV-Sätze würden auf einmal ein Luxusleben ermöglichen. Das sollen sie nicht, denn HarzIV ist ja als Strafe und Druckmittel gedacht.

Nur eine kleine Gruppe verwegener Ketzer spricht von Inflation. Nämlich, wenn alle entlassen werden gibt es bald keine Güter mehr. Dann kann man so viel Papiergeld haben wie man will, es wird nicht für ein Pfund Butter reichen.

Da ich ein Anhänger der Ketzer bin (siehe Unschooler) habe ich mir ein kleines bisschen Gold gekauft – mir fiel nämlich beim durchlesen eines Harry Potter Bandes (350 Blatt Papier), dass dieser nicht annähernd soviel kostet, wie dieselbe Menge Papier mit Geldscheinmuster bedruckt. Zudem scheint die Zaubergilde sowieso kein Fan von Muggle-Währung zu sein und zahlt selber in Galleonen (Name der Goldstücke bei Harry Potter).

Jetzt habe ich mir natürlich gestern eine Sorge gemacht. Mittlerweile weiß ja jedes Kind, dass man ein Element in ein anderes verwandeln kann. Und so denkt sich der Goldbesitzer natürlich: „Hey, wenn jetzt einer auf die Idee kommt aus Stroh (oder Papiergeld) Gold herzustellen. Dann schau ich ganz schön blöd.“

Also habe ich gestern mal gestöbert. Das Verfahren zur Umwandlung von einem Element in ein anderes heißt: Transmutation. Man kann Gold herstellen – als Ausgangsmaterial eignet sich Platin (noch teurer als Gold) und Quecksilber. Bei Quecksilber ergeben sich so allerhand physikalische Probleme. Bei Platin würde ein einfacher Kernreaktor oder auch ein Teilchenbeschleuniger genügen. Und natürlich VIEL Energie – genaue Größenordnungen habe ich leider noch nicht in Erfahrungen bringen können.

Danach habe ich noch ein bisschen auf den Seiten von Papiergeld-Gegnern rumgestöbert. Die spotten genauso über Papiergeld, wie wir hier über die Schule. Wenn ich bedenke, dass ich vor 4 Jahren noch ein staatsgläubiger, wählender, buckelnder, burn-outender, Schul-Mehrwerttheorie-Gutheißender, Steuern zahlender, Papiergeldfanatiker war – der mithelfen wollte an der aktuellen Gesellschaft mitzuwirken.

Oh, mann ! Deschooling ist so ein harter, verlustreicher und oft auch tränenreicher Vorgang, dass ich jeden Menschen verstehe, der an seinem Schul-Aberglauben festhält. Leute, die Schule ist gut, Papier hat einen Wert, der Euro ist kein Teuro, der statistische Warenkorb hat bezug zur Realität und auch der Kulmini will nur das Beste für eure Kinder. Wandelt nicht auf unseren Wegen – im Schoße des Staates ist es doch warm und kuschelig… es wird halt alles immer nur ein bisschen teurer und das Leben muss ja auch keinen Spaß machen.

Die Insel der Seligen

Zur Zeit tritt ein interessantes Phänomen auf. Während die ganze Welt von der globalen Finanzkrise spricht, Menschen Angst um ihre Firme, Arbeit, Zukunft haben gibt es eine kleine Welt, die das überhaupt nicht berührt.

Unterhält man sich mit Schülern, Lehrern oder zappt durch die Lehrerblogs, man findet nichts über die Finanzkrise. Schüler sagen: „Nein, wir müssen doch auf irgendwelche Prüfungen lernen und bald sind auch schon Abschlussprüfungen. Danach müssen wir uns in der Wirtschaft bewerben, dafür lernen wir gerade Bewerbungsschreiben schreiben.“ – Bei welcher Wirtschaft aber wollen sie sich bewerben?

Bis jetzt habe ich nur einen Lehrerblog gefunden, der das Thema irgendwie aufgreift . Andere machen sich Gedanken, welche Wörterbücher sie schon von A-Z durchgelesen haben. (Ohne Quatsch!) Dann schaut man sich das Konjunkturpaket an – Schulen und Straßen werden hochgerüstet. Also noch mehr staatliche Infrastruktur auf Kosten der privaten Haushalte.

In Zeiten, wo also jeder Privatmann (nicht Beamte) seine Arbeit verliert und um die eigene Existenz bangt werden die privaten Haushalte zusätzlich belastet. Dies führt zu einer noch interessanteren Konstellation. Eltern, die sich noch vor einem Jahr Gedanken gemacht haben, wie man Kinder vor inkompetenten verharzten Eltern schützen könnte, finden sich nun auf der anderen Seite des Gedankenspiels wieder – denn auf einmal ist der Arbeitgeber pleite oder macht eine Hungerkur.

Der Staat verbringt seine Zeit damit, intakte Autos zu verschrotten (bezahlt mit Steuergeldern – also den Nahrungsmitteln von Familien und Kindern) und ein großes Investitionsprogramm in Lehrmittel und Sääle zu starten. So leben nun zwar Familien mit 3 Kinder (also insgesamt 5 Leute) in kleinen 3 Zimmer Wohnungen (oder schlimmer) – während die Kinder 2 Stunden in der Woche in einem komplett neuem Physiksaal schlafen (Kostenpunkt pro Raum 50.000€). Zusätzlich werden Lehrbücher eingekauft, die auf dem freien Markt unverkäuflich wären – und die Verlage jubilieren.

Wurden seit der industriellen Revolution alle Menschen in eine abhängige Arbeit getrieben, so werden sie jetzt in eine Beamtenposition getrieben. Am besten sollen gleich alle Menschen umsonst für die Schulen arbeiten. Nachdem nun Familien ruiniert wurden, und die Wirtschaft durch den Staat ersetzt wird, soll die ganze Welt in die Schule gehen. Auf die Insel der Seligen. Bewirtschaftet durch die Steuergelder. Wer dann noch Güter produzieren soll, bleibt offen. Ist auch nicht so wichtig, da der Privat-Mensch dann eh keine Kaufkraft mehr besitzt.

Solche Szenarien sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Diese Verstaatlichung des Privaten hat bis jetzt immer entweder zu einem Krieg oder zu einer Revolution geführt. Eine Politikerin sagte in dem letzten Interview über Homeschooler: „Die Schule muss bunt werden“ – Jetzt wissen wir auch, was sie meinte: „Die ganze Welt muss in die Schule“ – Kinder, Konjunkturpakete, Steuern, Arbeiter, Eltern – alle müssen sich einbringen. Bis die Welt nicht mehr existiert, sondern nur noch die Schule. Und alle tanzen nur noch in einem sinnlosen Lehrplansreigen und ignorieren, dass es ausserhalb der Mauern eine echte Welt gibt.

Sind Lehrer unterqualifiziert?

Jajaja… das weiß aber doch mittlerweile schon jeder.

Top-Leute der Wirtschaft an die Schule

Sind Lehrer unqualifiziert? Einer Studie zufolge entscheiden sich viele Studenten nur aus Not fürs Lehramt – der Notendurchschnitt gibt nichts besseres her. Die Bildungsministerin fordert Unternehmen auf, Spitzenkräfte für den Unterricht abzustellen.

(Gestern in einem Pädagogik-Buch gelesen: Früher waren die Pädagogik Fakultäten an die Philosophischen Faks angeschlossen – heute hat man sich aber auf das Lehramtsstudium ausgerichtet)

Ansonsten steht in dem Artikel das übliche: Leute mit guten Noten studieren was gescheites – alle bei denen es mit den Noten und der Motivation nicht reicht nehmen Lehrer als Notnagel. Die Bundesregierung könne aber leider nichts ändern – da das ja Ländersache sei. Die Schildbürgerkoalition fordert sofort einen Numerus Klausus für Lehrer – hahahaha. Welcher vernünftige Mensch, mit Interesse an der Materie hat den Lust 6mal am Tag auf einem Kindergeburtstag dasselbe Zeug zu wiederholen -größtenteils irrelevant, ideologisch geprägt und veraltet.

Gold gekauft

So jetzt habe ich meine minuskülen Goldvorräte etwas aufgestockt. Wenn jetzt der Euro wirklich crasht, dann können wir ein bisschen überleben. Und wenn kein Krieg kommt (es muss ja nicht immer gleich Krieg geben, bloß weil mal Geldpapier zu Altpapier wird), dann kann ich mich sogar freuen.

In dem Laden habe ich sogar einen alten Schulfreund getroffen. Nunja, nicht wirklich Freund – er kannte mich – vielleicht von der Zeit, als ich eine Busaufsicht war? Das war damals ein Spaß – ich war zwar tyrannisch und bestimmend, dafür war ich aber auch bestechlich. Wie dem auch sei, er arbeitet jetzt dort und erzählte mir, dass ihnen seit November die Bude eingerannt wird – nur im Dez war es kurz ruhiger. Und es stimmt, der Laden war gesteckt voll – alle mit Anzug und Krawatte (auch die knochigen Weißrussen, die auf alles und jedes ganz genau achten). Das Geschäft war total nobel – überall Gold und Silber – die Wände schön weiß, bis auf die Decke, die war noch nicht gestrichen und nur der nackte Beton war zu sehen (nicht mal verputzt).

Weiß eigentlich irgendjemand was mit Bankkrediten wird, wenn die Währung abstürzt? Ich habe darüber mit ein paar Leuten in dem Geschäft diskutiert. Ich erhoffe mir nämlich folgendes: Das Pfund Butter kostet gerade 40.000 € und ich gehe rein in die Bank, werfe einen Krügerrand auf den Tresen und sage: „Das müsste reichen, machen sie sich vom Rest einen schönen Tag.“ :)

Alle Heuler-Leser werden es schon wissen, aber unsere Währung ist eine Fiat-Währung – sie hat nur solange einen Wert, wie wir daran glauben.

Auf Wikipedia kann man erfahren:

Die erste Fiat-Währung der Welt schuf die chinesische Yuan-Dynastie, als sie im 13. Jahrhundert die Golddeckung des aus der Song-Zeit übernommenen Papiergeldes abschaffte. Heute sind praktisch alle Währungen Fiat-Money.

Aber richtig interessant wird es hier:

Um eine Geldentwertung zwischen Vertragsschluss und Zahlungszeitpunkten auszugleichen, wurden von Vertragspartnern in der Vergangenheit Goldklauseln und andere Wertsicherungsklauseln verwendet. In Deutschland verbietet das Gesetz über das Verbot der Verwendung von Preisklauseln in der Regel eine solche. In anderen Ländern wurden ähnliche Gesetze erlassen.

Noch ein paar Tipps für den Kauf von Hartwährungen:

-Krügerrand und Mapple Leaf sind DIE Währungen in Krisenzeiten – nichts unbekanntes wie Medaillien

-Gold unterliegt keiner Mehrwertsteuer – Silber schon (interessanterweise unterliegen Silbermünzen sogar der 19% MwSt, Silberbarren scheinen als Lebensmittel durchzugehen).

-Am besten mit falschem Namen und falscher Adresse hingehen und bar zahlen – Goldbesitzer werden von Währungshütern und Regierungen als erste geplündert.

-Ab einem Einkauf von 15.000 € (das betrifft uns aber nicht :( ) muss man einen Personalausweis mitbringen (also lieber zweimal gehen)

-Barren sind anscheinend auch gut – und haben nicht den Prägungsaufschlag (das Motiv kostet noch einmal extra).

-Adress und Namensdaten (falls man einfach so einkauft) werden 6 Jahre lang gespeichert.